17.02.2021 - 16:08 Uhr
KemnathOberpfalz

Kemnather Stadtrat für bessere Optik des Leichenhauses

Sie bilden eine Einheit als Gebäude - und trotzdem müssen sie von zwei Seiten aus betrachtet werden: Das zeigte sich in der Sitzung des Kemnather Stadtrates, als es um die Friedhofskirche St. Magdalena und das ehemalige Leichenhaus ging.

Der Stadtrat Kemnath hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass in diesem Jahr Instandhaltungsarbeiten am ehemaligen Leichenhaus durchgeführt werden sollen
von Holger Stiegler (STG)Profil

Die Ensembleeinheit aus Friedhofskirche und früherem Leichenhaus weist einige Besonderheiten auf: So gehört das Gotteshaus der Katholischen Kirchenstiftung und das ehemalige Leichenhaus der Kommune; die Kirche St. Magdalena einerseits steht unter Denkmalschutz, das ehemalige Leichenhaus andererseits dagegen nicht. Bei einer Außeninstandsetzung des Bauwerkes ist es aber natürlich sinnvoll, das Gebäude insgesamt zu betrachten.

Pläne des Pfarrers für die Friedhofskirche

Kemnath

Architektin Helga Rembeck skizzierte in der Stadtratssitzung kurz die geplanten Maßnahmen am städtischen Teil des Gebäudes. Der fehlende Denkmalschutz bewirke, dass die Instandhaltung hier deutlich niederschwelliger durchgeführt werden kann. "Letztlich reden wir hier von einem puren Unterhalt", erklärte Rembeck.

"Durchbruch" angedacht

Die Gesamtkosten hierfür belaufen sich auf etwa 52 000 Euro. Weitergehende Maßnahmen, so klang es in der öffentlichen Sitzung nur kurz an, seien vorerst nicht geplant. Dies steht zweifellos in Zusammenhang mit den bereits im August 2020 in einer Bauausschuss-Sitzung angedachten Überlegungen für eine Innensanierung der Friedhofskirche und einem möglichen "Durchbruch" zum ehemaligen Leichenhaus.

"Letztlich reden wir hier von einem puren Unterhalt."

Architektin Helga Rembeck

Für die nun aber erst einmal anstehende Außensanierung der Friedhofskirche lag dem Stadtrat ein Zuschuss-Antrag der Katholischen Kirchenstiftung vor. Demnach fallen an Gesamtkosten 378 582 Euro an, auf Basis der Förderrichtlinien der Stadt Kemnath ist für bauliche Maßnahmen dieser Art eine Förderung in Höhe von 15 Prozent der Kosten, maximal 100 000 Euro, möglich.

Einstimmig für Zuschuss

Aufgrund der vorliegenden Kostenberechnung ergibt sich ein Zuschuss in Höhe von 56 787 Euro. Einstimmig wurde diese Summe vom Gremium bewilligt.

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