25.10.2020 - 14:44 Uhr
KemnathOberpfalz

Gute Wünsche für eine „Top-Einrichtung“

Neues Kemnather Kinderhaus an der Berndorfer Straße bekommt kirchlichen Segen. Die Corona-Pandemie verhindert größere Feierlichkeiten.

Den ökumenischen Segen der beiden Geistlichen gab es auch für die Kreuze, die in der Einrichtung ihren Platz finden werden. .
von Holger Stiegler (STG)Profil
Die Mädchen und Buben des Kindergartens machten kein Geheimnis aus ihrer Begeisterung über die neue Einrichtung.

Für Kinder wird in Kemnath viel getan

Kemnath

Die große Einweihungsfeier und einen „Tag der offenen Tür“ hat die Corona-Pandemie vorerst einmal verhindert: Aber zumindest eine ökumenische Segnung im kleinen Rahmen ging im neuen Kinderhaus an der Berndorfer Straße über die Bühne.

Den Segen spendeten der katholische Stadtpfarrer Thomas Kraus sowie sein evangelischer Mitbruder Pfarrer Dirk Grafe. Letzterer betonte in einer kurzen Ansprache, dass man sehr dankbar seien könne für die Existenz von Einrichtungen wie dem Kinderhaus. „In den Kindern begegnet uns die Liebe Gottes“, sagte der Pfarrer. Das Kinderhaus sei der Platz und Ort, wo die Mädchen und Buben Kind sein können. Den Segen spendeten die Geistlichen erst in der Kinderkrippe und anschließend im Kindergarten. Bürgermeister Roman Schäffler hatte für beide Einrichtungen jede Menge Gummibärchen ohne Gelatine dabei, die Mädchen und Jungen dankten es jeweils gemeinsam mit den Erzieherinnen mit einem Lied.

In kleiner Runde im Mehrzweckraum im Untergeschoß der Einrichtung gingen die kurzen Reden über die Bühne. Bürgermeister Schäffler betonte, dass man im Frühjahr große Einweihungsfeier mit einem „Tag der offenen Tür“ plane. Entstanden sei, so Schäffler, eine „Top-Einrichtung“, die einen weiteren großen Mosaikstein im Bereich der Kinderbetreuung ausmache. Investiert worden seien insgesamt 3,5 Millionen Euro, davon habe man gut zwei Millionen Euro über Zuschüsse finanzieren können. Angelika Lober, Leiterin der Kindertagesstätte „Li-La-Löhle“, dankte den Verantwortlichen für die idealen Rahmenbedingungen, die hier geschaffen worden seien. Sie hob besonders hervor, dass das Gebäude großzügig geplant worden sei. „Die Kinder brauchen aber auch den Platz“, so Lober. Architekt Günther Lenk stellte die gute Zusammenarbeit mit der Kommune sowie dem Personal bei dem Projekt heraus. Trotz Corona habe das Gebäude termin- und fristgerecht übergeben werden, lediglich die Außenanlagen würden noch anstehen.

Das neue Kinderhaus an der Berndorfer Straße hatte am 1. September seinen Betrieb aufgenommen. Der Neubau war mehr als notwendig gewesen: Zuvor waren nämlich bereits seit einiger Zeit Gruppen des Kindergartens sowie der Kinderkrippe im Pfarrheim und im ehemaligen Kemnather Fitnessstudio untergebracht. Nach Fertigstellung zogen die Mäusegruppe und die Igelgruppe des Kindergartens sowie die Grünen Zwerge und die Gelben Zwerge der Kinderkrippe – insgesamt gut 70 Mädchen und Jungen – in das neue Gebäude ein. Die weiteren Gruppen des Kindergartens, der Kinderkrippe sowie des Kinderhortes werden wie bisher im Gebäude der Kindertagesstätte „Li-La-Löhle“ an der Wunsiedler Straße betreut.

Insgesamt verfügt die neue Einrichtung über eine Netto-Grundfläche von 990 Quadratmetern. Im Erdgeschoß sind die räumlich voneinander getrennten Einrichtungen Kinderkrippe und Kindergarten mit je zwei Gruppen untergebracht. Zu erreichen sind beide Einrichtungen barrierefrei, darin finden sich jeweils helle Spielflure, Gruppenräume und Intensivräume. Auch Küche, Garderobe, Leitungsbüro, sanitäre Anlagen und Schlafräume gehören zur jeweiligen Konzeption. Die Dachflächenfenster sorgen für sehr helle Räume mit natürlichem Licht, auch der Zugang zum Außengelände beziehungsweise zur Terrasse ist von den Gruppenräumen aus möglich. Im Untergeschoß ist neben den Technik-, Hauswirtschafts- und Lagerräumen auch ein großer Mehrzweckraum vorhanden.

Um Energie einzusparen, kommt im ganzen Gebäude nur LED-Beleuchtung zum Einsatz. Einem ökologischen Grundgedanken ist zudem die Eingrünung des kompletten Flachdaches geschuldet. Im gesamten Gebäude ist eine Flächen-, sprich Fußbodenheizung, eingebaut, es gibt keinen einzigen Heizkörper. Beheizt wird das Gebäude mit einer Wärmepumpe. Umgeben sein wird das Gebäude von einer Grün- und Spielfläche mit einer Größe von etwa 2500 Quadratmetern.

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