03.07.2020 - 12:03 Uhr
KemnathOberpfalz

Flucht vor Polizei endet in Kemnath mit Unfall

Ein Fluchtversuch vor der Polizei endete in der Nacht auf Freitag in Kemnath mit einem Verkehrsunfall. Der Fahrer wurde leicht verletzt, die Bergung des Autos gestaltete sich aufwendig. Dann zeigte sich, warum der Fahrer geflüchtet war.

von Michael DenzProfil

Wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberpfalz auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien mitteilt, hatte ein 19-jähriger Fahrzeugführer versucht, sich einer Polizeikontrolle zu entziehen. Der junge Mann aus dem westlichen Landkreis Tirschenreuth "war mit überhöhter Geschwindigkeit vor den Beamten geflüchtet". Sie folgten dem flüchtenden Fahrzeugführer "unter größter Vorsicht und mit gebührendem Abstand, verloren diesen jedoch kurzzeitig aus den Augen", heißt es aus dem Polizeipräsidium.

Kontrolle verloren

Schließlich stießen die Beamten bei der Nachfahrt auf die Unfallstelle. In einer langgezogenen Linkskurve in der Hammergrabenstraße hatte der junge Fahrzeuglenker offensichtlich die Kontrolle über den älteren Audi verloren und war nach rechts von der Straße abgekommen. Nach einer Fahrt durch die angrenzende Wiese sowie über den dort verlaufenden Mühlbach kam das Auto nach einem heftigen Aufprall inmitten der dortigen Baumgruppe an der Böschung zum Stillstand.

Der Mann konnte das Fahrzeug selbstständig verlassen. Die Polizisten forderten den Rettungsdienst und die Feuerwehr an. Gegen 1.25 Uhr wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Kemnath sowie die BRK Rettungswache Kemnath alarmiert. In den Polizeieinsatz waren zudem die Polizeiinspektionen Tirschenreuth und Kemnath mit mehreren Streifen involviert.

Nach einer Versorgung und Kontrolle durch die Rettungskräfte sowie den herbeigeeilten Notarzt kam der 19-Jährige, der alleine im Audi saß, mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Laut dem Polizeipräsidium in Regensburg wurde eine Blutprobe bezüglich Alkoholkonsums angeordnet und vollzogen. Das Ergebnis fiel positiv aus.

Auto droht abzurutschen

Die Feuerwehr Kemnath sicherte den Bereich der Unfallstelle ab und leuchteten diese großflächig aus. Da das Fahrzeug weit abseits der Straße zum Liegen gekommen war, erfolgten die weiterführenden Einsatzmaßnahmen vom Vorplatz des städtischen Bauhofes. Da das Fahrzeug abzurutschen drohte, sicherten es die Brandschützer bis zur Bergung durch ein Abschleppunternehmen, das mit einem Kranfahrzeug angerückt war, ab.

Für eine abschließende Erkundung der Unfallstelle und eine reibungslose Bergung des Wracks musste die Feuerwehr neben den bereits durch den Unfall beschädigten Bäumen kleinere Äste, Sträucher und Bäume mit einer Kettensäge beseitigen. Da auslaufende Betriebsstoffe das Erdreich verschmutzten, wurde zum Schutz der Umwelt das kontaminierte Erdreich abgetragen und gesondert gelagert.

Am älteren Audi entstand Totalschaden in Höhe von 3000 Euro. Den Schaden an einem Verkehrsschild gibt die Polizei mit 500 Euro an. Nach den aufwendigen Einsatz- und Bergungsmaßnahmen konnten die Einsatzkräfte nach rund zwei Stunden wieder abrücken.

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