05.08.2021 - 12:21 Uhr
KemnathOberpfalz

Bilanzsumme der Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest wächst um zehn Prozent

Über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtete Vorstandssprecher Joachim Geyer in der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Oberpfalz Nordwest eG. Dabei verzeichnete er nicht nur bei der Mitgliederzahl eine Zunahme.

Vorstandssprecher Joachim Geyer legte Zahlen vor.
von Roman MelznerProfil

Zum Jahreswechsel betrug laut Joachim Geyer die Mitgliederzahl der Raiffeisenbank Oberpfalz Nordwest eG 10 130 Personen (+271). Die Bilanzsumme habe ebenfalls sich um knapp zehn Prozent auf 548,3 Millionen Euro erhöht. Die Erwartungen seien hier mehr als übertroffen worden, freute sich der Vorstandssprecher. Das Durchschnittswachstum der bayerischen Genossenschaftsbanken lag bei 8,5 Prozent. Stolz zeigte sich der Vorstandssprecher auch über die Entwicklung beim betreuten Kundengesamtvolumen. Hier sei erstmals die Milliarden-Grenze durchbrochen worden.

129 Zahlungsaufschübe

Die Höhe der ausgereichten Kredite stieg um 6,7 Prozent an (knapp 239 Millionen Euro). Dabei wuchs die Kreditvergabe an Privatpersonen um 5 Prozent (135 Millionen Euro). Ungebrochen stark blieb das Kreditgeschäft mit Firmenkunden (+8,3 Prozent). Aber das vergangene Jahr war auch durch Corona geprägt. So gewährte man 129 Zahlungsaufschübe sowie viele LfA- und KfW-Förderkredite und weitere Firmendarlehen, um die Liquidität der Kunden aufrecht zu erhalten.

Das eigene Anlageportfolio der Bank beläuft sich auf über 237 Millionen Euro (+24 Millionen Euro). Bei den Kundengeldern verzeichnete die Bank einen Anstieg um 6,8 Prozent auf 449 Millionen Euro. Die Bank erfüllt laut Geyer alle derzeitigen und mittelfristigen Eigenkapitalforderungen problemlos. Die Kernkapitalquote beläuft sich derzeit auf 16,85 Prozent und liegt damit über den Mindestanforderungen. Das erwirtschaftete und versteuerte Eigenkapital legte innerhalb von fünf Jahren um rund 8 Millionen Euro auf 40 Millionen Euro zu.

Getrieben durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld musste man im Berichtsjahr ein weiteres Abschmelzen des Zinsüberschusses hinnehmen. Bei der Provisionsspanne liegt man erfreulicherweise deutlich über dem Niveau des Durchschnitts der bayerischen Genossenschaftsbanken. Die Steuerlast aus der Einkommens- und Ertragssteuer sowie den sonstigen Steuern betrug insgesamt 724 000 Euro.

1 Prozent Grund-Dividende

Aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 521 562 Euro schlug Geyer erneut vor, eine Grund-Dividende von 1 Prozent auf die eingezahlten Geschäftsguthaben zu zahlen. Über die Dividendenzahlung hinaus erhalten die Mitglieder der Genossenschaft erneut eine gestaffelte Bonuszahlung. Die durchschnittliche Gesamtrendite für alle Mitglieder betrug deswegen 3,34 Prozent pro Geschäftsanteil.

Geyer sah die Bank in der Fläche mit sechs Geschäftsstellen und neun Geldautomaten gut vertreten. Eine Kooperation mit der Sparkasse Oberpfalz Nord geb es an vier Standorten. Er zeigte sich stolz, in Immenreuth gemeinsam mit der Sparkasse ein bayernweit einmaliges Projekt - den Finanzpunkt - anbieten zu können. Die Verwurzelung mit der Region zeigt sich mit den 26 000 Kunden. Davon nutzen über 10 000 die Mitgliedschaft. Zudem bietet die Bank 124 Mitarbeitern, davon fünf Auszubildenden, einen sicheren und abwechslungsreichen Arbeitsplatz.

Das Coronajahr habe viele Vereine und Institutionen vor großen Herausforderungen gestellt, blickte Geyer zurück. Mit Spenden über insgesamt 60 000 Euro seien Vereine, Kindergärten, Schulen und öffentlichen Einrichtungen unterstützt worden. Der Sprecher dankte allen Mitarbeitern, die einen entscheidenden Anteil an dem Erfolg der Bank haben, sowie den Mitgliedern, Vertretern und dem Aufsichtsrat.

In der Versammlung standen auch Personalentscheidungen an

Kemnath
Volles Plenum bei der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank

 

 

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