17.08.2020 - 11:19 Uhr
KemnathOberpfalz

Adeliges Landleben auf Schloss Wolframshof in Bildern

Das Kemnather Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum wartet mit einer neuen Ausstellung auf: Zu sehen sind frühe Fotografien des Schlosslebens im Gut Wolframshof.

Hans Rösch (von links), Robert Schön, Felicia von Grundherr, Max von Grundherr, Dr. Elvira Freifrau von Lindenfels, Dr. Bertold Freiherr von Lindenfels, Christiane von Sobbe, Museumsmitarbeiterin Sandra Doß und Bürgermeister Hans Walter (nicht auf dem Bild Rainer Sollfrank) bei der Eröffnung der Fotoausstellung zum Schloss Wolframshof.
von Hans RöschProfil

Zur stillen Eröffnung der Fotoausstellung über das erstmals 1054 in einer Urkunde von Kaiser Heinrich III. als „villa Wolframmesdorf“ erwähnte heutige Schloss Wolframshof im Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum Kemnath hatten sich die neuen Besitzer Max von Grundherr mit Gattin Felicia sowie deren Eltern Bertold Freiherr von Lindenfels und Elvira Freifrau von Lindenfels angemeldet.

Christiane von Sobbe, eine Verwandte der Familie, führte mit profundem Wissen über das ehemalige Wasserschloss durch die Ausstellung "Schlossleben - Herrschaft und Gut Wolframshof in frühen Fotografien". Die Schau blickt in die Familienalben der Freiherren von Lindenfels und die bewegte Geschichte ihres Schlosses Wolframshof bei Kastl im 19. und 20. Jahrhundert. Historische Fotografien und Dokumente geben Impressionen vom Alltag des adeligen Landlebens im Kemnather Land.

In den weiteren Museumsabteilungen, Vor- und Frühgeschichte, historische Zellen und die Abteilung historische Waffen aus der ersten bayerischen Waffenmanufaktur 1698 bis 1801, erklärte Hans Rösch, Ehrenvorsitzender des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises (HAK), den Teilnehmern die weiteren „Schätze“ des Museums. Mit einem kurzen Beitrag aus einem Klavierorchestrion im „Musikeum“, der Sammlung historischer Musikautomaten, endete die Sonderführung. Die Gäste versprachen, einen weiteren Termin für die Familie und Freunde zu vereinbaren.

Sandra Doß beerbt Anton Heindl

Kemnath

In Vertretung von Museumsleiter Anton Heindl hatte Rösch in der ehemaligen Fronfeste der Landrichter auf Burg Waldeck auch die weiteren Akteure begrüßt. Er dankte den Anwesenden Christiane von Sobbe, Robert Schön, Kreisheimatpfleger und Vorsitzender des HAK, Bürgermeister Hans Walter aus Kastl, Rainer Sollfrank, Museumsmitarbeiterin Sandra Doß und dem verhinderten Museumsleiter Anton Heindl sowie allen, die zum Gelingen der Sonderausstellung beigetragen hatten.

Wegen Corona könnten keine allgemeinen Öffnungszeiten angeboten werden, sagte Rösch. Nur kleine Gruppen, sechs bis acht Personen, werden nach telefonischer Anmeldung (09642/8396) unter Einhaltung der Hygiene-Richtlinien durch das Museum und das "Musikeum" bis auf weiteres geführt.

Info:

Hintergrund

Die Ausstellung, die das HAK-Museumsteam mit Tatjana Guth, der Tochter des letzten Wolframshofer Barons Max Wolf von Lindenfels, und Christiane von Sobbe, einer Großcousine seiner Gattin Christa von Lindenfels (geb. von der Schulenburg), gestaltet hat, gliedert sich in folgende Themenfelder:

Schloss – Inneneinrichtung des Schlosses – Familie – Gutshof. Vor allem das verheerende Schlossfeuer vom 22. November 1920 – das zweite innerhalb von 62 Jahren – und der anschließende durchgreifende Umbau des Gebäudes sowie das edle Mobiliar, zu dem für etliche Jahre der erste bei Steingraeber in Bayreuth gefertigte Flügel zählte, werden ausführlich dokumentiert.

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