30.07.2020 - 13:21 Uhr
KemnathOberpfalz

Abendgebet in Kemnath: Aus Fäden im Leben wird "Teppich"

Teppiche auf dem Teppichweg beim ökumenischen Gottesdienst.
von Josef ZaglmannProfil

"Viele Wochen mussten wir zurückgezogen ausharren und auf so vieles verzichten, unter anderem auch auf unser ökumenisches Abendgebet zur Wochenmitte", bedauerte eine Sprecherin bei der Begrüßung im Pfarrheim. Sie und die Teilnehmer freuten sich daher, "dass wir heute wieder gemeinsam innehalten, singen, beten und unsere Gemeinschaft untereinander und mit Gott feiern können".

Bei diesem Abendgebet solle bewusst darüber nachgedacht werden, welche Fäden im Leben sich wie in einem Teppich verknüpfen und kreuzen. Tag für Tag entstehe so ein einzigartiges Kunstwerk. Wie die Kettfäden halte Gott unser Leben zusammen.

"Vielleicht ist uns das gerade in den vergangenen Monaten bewusst geworden. So vieles ist weggefallen, ausgefallen, konnte nicht stattfinden. Gott aber war immer da" und werde es stets sein. "Der Gedanke, dass wir eines Tages unser Leben als gelungenes Ganzes erkennen werden, findet sich auch in der Bibel", erklärte eine andere Sprecherin. "Jetzt kennen wir Gott nur unvollkommen; dann aber werden wir Gott völlig kennen, so wie er uns jetzt schon kennt", hieß es in der entsprechenden Textstelle.

Nach einem Vater-unser-Gebet bildeten alle im Altarraum einen Segenskreis. "Ein unsichtbarer Faden webt sich von dir zu mir", hieß es beim Friedensgruß, der wegen der Schutzmaßnahmen in der Coronazeit ohne Händeanfassen bleiben musste. Stadtpfarrer Thomas Kraus erteilte allen seinen Segen.

Dann waren alle eingeladen, über einen Teppichweg zu gehen. "Vielleicht spürt ihr dabei die verschiedenen Strukturen, so manchen Knotenpunkt und manche Verdichtungen, die Ausdruck für unser aller Leben sein können", lautete dazu der Impuls. Die Kettfäden spüre man höchstwahrscheinlich nicht. Man müsse darauf vertrauen, dass sie da sind. So wie Gott immer und überall da sei.

Teppiche auf dem Teppichweg beim ökumenischen Gottesdienst.
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