30.09.2021 - 10:51 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Kaum Interesse an Jugendrat in Kastl

Die Meinung der Jugend der Gemeinde Kastl war gefragt. Doch eine Fragenbogenaktion der Kommune ergab ein ernüchterndes Ergebnis.

Lagerfeuer-Geschichten und -Sagen steuerte Bürgermeister Hans Walter auch heuer wieder im Schlosshof Wolframshof zum Ferienprogramm bei. Die Jugendlichen, die ihre Fragebögen abgegeben haben, sprachen sich mehrheitlich für eine Fortsetzung der Angebote in den Sommerferien aus.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Bürgermeister Hans Walter erinnerte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates daran, dass vor wenigen Wochen 155 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren angeschrieben worden seien, um deren Sicht zur Abhaltung einer Jugendbürgerversammlung, zur Schaffung eines Jugendrates, zur Schaffung eines Jugendtreffs und zum Ferienprogramm abzufragen. "Insgesamt gaben leider nur 18 Kinder und Jugendliche den beigefügten Fragebogen ab", bedauerte Walter.

Nur sieben für Versammlung

Die Ergebnisse stellte er dennoch vor: Von diesen Rückmeldungen sprächen sich nur sieben für eine Jugendversammlung aus, zehn interessiere es nicht beziehungsweise sei es egal. Für einen möglichen Jugendrat waren sechs Jugendliche, zehn Rückmeldungen waren negativ, hatten dazu keine Meinung. Für die Schaffung eines Jugendtreffs tendierten zwölf Rückmeldungen, fünf dagegen beziehungsweise machten keine Angaben. "Eindeutiger war das Meinungsbild beim Ferienprogramm, hier waren 15 dafür", berichtete der Bürgermeister.

Die Rückmeldungen seien den kommunalen Kinder-, Familien und Jugendbeauftragten Sarah Meyer, Dominik Kugler und Patrik Meyer vorgestellt und mit ihnen ausführlich erläutert worden. "Unbeantwortet bleiben muss die Frage, warum nur so wenige Rückmeldungen im Rathaus ankamen. Über mögliche Gründe kann man nur spekulieren", meinte Walter. Einstimmiges Fazit war, dass bei der wenigen Resonanz alle weiteren Überlegungen für die Schaffung eines Jugendrates und zur Schaffung eines Jugendtreffs bis auf weiteres vertagt werden sollten, bis mehr Interesse seitens der Kinder und Jugendlichen erkennbar ist. Weiter verständigte sich das Gremium darauf, in den kommenden Wochen alle Vereine, Organisationen und Einrichtungen, die Jugendarbeit machen, zu einer Sitzung einzuladen, um zu besprechen, wie diese in der Gemeinde gestärkt oder verbessert werden kann.

Für Schule digitale Tafeln

Der Bürgermeister informierte weiter, dass während der Sommerpause in vier Klassenzimmern der Grundschule jeweils eine "Digitale Tafel" montiert und mit den nötigen Anschlüssen versehen worden sei. Zu Beginn des Kindergartenjahres habe man sich mit einer SEJ-Praktikantin, einer Berufspraktikantin und einer neuen Zweitkraft für die Schulkindbetreuung personell verstärkt. "Somit sind in der Krippe vier Personen, bei der Schulkindbetreuung zwei Personen, bei den Schmetterlingen zwei Personen, bei den Marienkäfern drei Personen und bei den Igeln zwei Personen sowie eine Individualkraft tätig", sagte der Bürgermeister.

Gute Nachrichten überbrachte Walter beim Thema Dorfgemeinschaftsplatz in Reuth: Dieser konnte fertiggestellt werden, im Zuge der Maßnahme wurden ein barrierefreier Zugang, eine Sitzecke mit Bänken und einem Tisch, ein Spielplatz sowie ein Feuerwehrübungsplatz, Bolzplatz und Festplatz geschaffen. Ebenso wurde eine Halterung für das Aufstellen eines Maibaums montiert. Der gesamte Ort wurde mit einem Holzlattenzaun versehen. Auch die vorgesehene Bepflanzung ist bereits umgesetzt worden. "Die Geräte des bisherigen Spielplatzes werden nun zurückgebaut, damit der Platz an den Verpächter zurückgegeben werden kann", erläuterte Walter. Er dankte allen, die bei der Umsetzung des Projektes geholfen haben - der Dorfgemeinschaft für ihre zahlreichen Arbeitseinsätze, den fleißigen Mitarbeitern des Bauhofes, den beteiligten Firmen und vor allem dem Grundstücksbesitzer, der die Fläche der Gemeinde Kastl zur Verfügung gestellt hat.

"Unbeantwortet bleiben muss die Frage, warum nur so wenige Rückmeldungen im Rathaus ankamen. Über mögliche Gründe kann man nur spekulieren."

Bürgermeister Hans Walter

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.