11.12.2020 - 09:59 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Basteln zum dritten Advent: Ein Stern steht am Himmel

Winterszeit mit dunklen Straßen schon am frühen Abend - was passt da besser, als ein wenig mit den Kindern zu basteln? Erzieherin Christine Rupprecht aus Kastl gibt Tipps und Anleitungen.

von C. & W. RupprechtProfil

Die Bastelarbeiten ins Fenster gehängt, grüßen auch die Passanten auf der Straße: Unsere Bastelvorschläge für den dritten Advent: Diese Mal entstehen verschiedene Faltsterne, die mit den Himmelskörpern um die Wette funkeln.

Welches Material ist das richtige? Für die heutigen Bastelvorschläge brauchen Sie Goldpapier, am besten zweifarbig, Transparentpapier, Schere und Klebstift. Wer mag: Glitzer oder Hologrammfolie.

Der einfache Faltschnittstern für Kinder ab drei Jahren:

Das Goldpapier wird in Quadrate geschnitten. Dabei gibt es einen einfachen Trick: Schneiden Sie ein Stück von der Rolle in der gewünschten Breite. Falten Sie das Papier diagonal zur Seite. Schneiden Sie es an der Kante ab. Schon haben Sie ein Dreieck, das aufgefaltet das Quadrat ergibt.

  • Falten Sie das Quadrat zum Dreieck. Die Spitze, die zum Bauch zeigt, wird nach oben gelegt.
  • Links und rechts sind schmale Ecken entstanden. Falten Sie die rechte zur linken Ecke oder umgekehrt. Das ist egal. Den Falz gut andrücken.
  • Ein kleineres Format der Faltform entsteht. Wiederum werden die schmalen Ecken aufeinander gelegt und der Falz fest angedrückt.
  • Nun suchen Sie die Seite, die die offenen „Tüten“ hat. Sie sehen dort die zweite Farbe des Papiers. Stellen Sie sich entlang der Kante ein Dreieck vor. Von den Ecken aus werden die Schnitte ausgeführt und treffen sich an der Dreiecksspitze. Für die Kinder kann man das vorzeichnen oder mit der Schere ins Papier ritzen. Das Papierdreieck fällt heraus. So hat der Stern seine späteren äußeren Zacken bekommen.
  • Nun geht es an die Verzierung: Entlang der beiden gefalzten Seiten schneiden wir kleine Ecken heraus. Wechseln sie ruhig mit den Größen oder schneiden Sie die Ecke auch mal länglich heraus - es entsteht ein toller Effekt. Aber Achtung: Nie bis zur gegenüberliegenden Seite schneiden, sonst ist der Stern kaputt!
  • Auffalten und glatt streichen.

Drei- und Vierjährige brauchen noch mehr Unterstützung, da das dicke Papier nach der Faltung ungewohnt zu schneiden ist. Tipp: Man kann besser schneiden, wenn man die Schere ganz öffnet und das Papier weit hinten in der Schere ansetzt. Aber Achtung: die Schere dann beim Schneiden nicht komplett schließen, sondern nur bis zum Zielpunkt schneiden!

Weiter geht es mit dem Faltschnittstern für Fingerkünstler:

  • Das Papier ist ebenfalls ein Quadrat und wird gefaltet wie beim Stern für die einfache Version.
  • Das Dreieck wird wieder bei der offenen Papierseite herausgeschnitten.
  • Das Muster wird anders vorbereitet: Es werden nur steile Schnitte nah und parallel nebeneinander in das Papier geschnitten. Diese sollten nicht zu lange sein, damit man in die zweite, gefalzte Seite ebensolche Schnitte arbeiten kann. Die Schnitte zeigen nach unten zur künftigen Sternmitte. Das ist wichtig, da dies Ecken ergibt, die später umgefaltet werden. Schneidet man im rechten Winkel in das Papier, kann man es nicht mehr falten. Wer unsicher ist, orientiert sich an dem Kantenverlauf der gegenüberliegenden Papierseite.
  • Papier vorsichtig auffalten. Durch den vielen Druck bei den Schnitten verhakt es sich manchmal. Glatt streichen.
  • Nun die Ecken nach oben falten. Jetzt zeigt das zweifarbige Goldpapier seine Wirkung. Dabei die Spitze auf die gefaltete Linie legen, sonst schaut das Muster schief aus. Nicht zu weit nach oben ziehen, sonst reißt das Papier ein. Entweder alle Ecken auf einer Seite umfalten oder abwechselnd auf der Vorder- und Rückseite umbiegen. Die zweite Farbe schimmert jeweils auf die andere Seite durch.

Jetzt geht es ans Falten und Kleben. Hierzu verwendet Christine Rupprecht gerne Goldsternchenpapier, das ist etwas griffiger.

  • Das Papierquadrat zum Dreieck falten wie oben. Öffnen. Eine Zacke weiterschieben, also das Papier drehen. Das zweite Spitzenpaar aufeinander falten, öffnen.
  • Nun einen Schrank falten. Also jeweils zwei Ecken aufeinanderlegen. Öffnen, drehen und die anderen beiden Eckenpaare aufeinanderlegen. Öffnen.
  • Erst wurde also ein Kreuz von Ecke zu Ecke gefaltet und dann ein Kreuz, das waagerecht zu den Seitenlinien verläuft und zur Mitte der Seiten zeigt. Alle Linien treffen sich am Mittelpunkt.
  • Nun diese waagrechten Linien einschneiden, doch nur bis etwas mehr als die Hälfte bis zum Mittelpunkt.
  • Die Seitenkante ist jetzt geteilt. Diese Halbkanten werden nun zur diagonalen Faltlinie gefaltet. So entstehen vier Sternenzacken.
  • Falze nochmal andrücken. Nun kann man zwei dieser Sterne zusammenfügen und in der Mitte festkleben. Der Stern hat nun acht Zacken.

Die dreidimensionale Version ist für Vorschulkinder geeignet:

  • Anstelle von Schritt sechs: Falze nochmal gut andrücken. Mit Hilfe eines Stiftes oder einer spitzen Schere hebt man die zur Diagonale gefalteten Zackenflügel an und klebt sie aufeinander. Klebestelle einen Moment festhalten.
  • Hat man vorher exakt gefaltet, dann hebt sich die Diagonale. Der Stern wird dreidimensional.
  • Das macht man mit allen vier Zacken. Auch hier braucht man ein zweites Exemplar als Gegenüber. Entlang des Papiers in der Mitte gibt man Flüssigkleber oder Klebestift darauf. Kleber kurz antrocknen lassen und erst dann die beiden Teile aneinander drücken.

Drei Sterne, am besten in verschiedener Größe in die Ecke des Zimmers, der Treppe oder mehrere Sterne in die Mitte des Zimmers aufgehängt, ziehen alle Blicke auf sich. Sie schmücken aber auch das Tannengrün in der Vase oder auf dem Teller. Wir wünschen viel Freude am selbstgemachten Sternenhimmel!

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