Eigener Brunnen in Kaltenbrunn sprudelt ergiebig

Die Entscheidung, 1978 nach einem dritten Trinkwasserbrunnen zu bohren, erweist sich jetzt als Vorteil. Vom aktuellen Wasserabkochgebot in Mantel sind die Gemeinden Kaltenbrunn und Dürnast nicht betroffen.

In diesem Gebäude befindet sich die Technik der Trinkwasserversorgung, etwa 300 Meter südlich der Tiefbrunnen III. Die Brunnen I und II wurden zwischenzeitlich stillgelegt und das alte Wasserhaus abgebrochen.
von Siegfried BockProfil

Im Gemeindebereich Mantel und Weiherhammer mit Trippach muss seit Mittwoch das Trinkwasser abgekocht werden, weil Verunreinigungen aufgetaucht sind. Das teilte der Zweckverband Wasserversorgung Mantel/Weiherhammer mit. Besorgte Neubürger von Kaltenbrunn und Dürnast können beruhigt sein: Diese Gemeindeteile sind nicht betroffen, denn sie profitieren von der eigenen Wasserversorgung.

Josef Lobenhofer hatte hier bereits 1975 einen wegweisenden Vorstoß gewagt. Er hatte sich im Gemeinderat mit Unterstützung von Sigmund Schieder gegen den vom Landesamt für Gewässerschutz vorgeschlagenen Anschluss an Grafenwöhr ausgesprochen und für eine eigene Tiefbrunnenbohrung in der Gemarkung Lohe eingesetzt. Weil auch in einer Bürgerversammlung deutlich Widerstand zum Ausdruck kam, nahm der Gemeinderat den Mehrheitsbeschluss für eine Versorgung aus Grafenwöhr zurück.

Das Ergebnis gab Lobenhofer recht. Die Bohrung eines dritten Tiefbrunnens im Sommer 1978 war erfolgreich. Beim Richtfest am 15.Oktober 1982 sprach der damalige Landrat Christian Kreuzer von einem großartigen Fund, als aus 101 Metern Tiefe pro Sekunde 33 Liter Wasser bester Güte sprudelten. Lobenhofers Richtspruch: „Möge dieser Brunnen für die nächsten Generationen so ergiebig bleiben und Kaltenbrunn-Dürnast mit frischem und einwandfreiem Wasser versorgen!“

Die regelmäßigen Prüfungen der übergeordneten Behörde bestätigen seither die Trinkwasserqualität. Und der ehemalige langjährige Wasserwart Willi Sifft bekräftigte bei jeder Gelegenheit: „Unser Trinkwasser hat mehr Gehalt an Mineralien als so manches aus der Getränkeindustrie.“

Zur Erinnerung: Schon der Herzog von Sulzbach war davon, als er mit seinem Waidgefolge gen Parkstein ritt, so entzückt, dass er sich oftmals Wasser von dem deshalb vielfach auch als Herzogbrunnen bezeichneten „Kalten Brunn“ in Tonkrügen holen ließ.

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Mantel
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