17.11.2020 - 12:33 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Zwiegespalten wegen "Wahnsinnssumme" für Immenreuth

Neben der lebhaften Diskussion über die bevorstehende Skiliftsaison prägten viele Informationen und Beiträge die Sitzung des Immenreuther Gemeinderates. Die erfreulichste Nachricht betraf die Stabilisierungshilfe.

Die Kosten für die Erschließung des Baugebiets "Steinäcker 2" möchte Gemeinderat Gerhard Tretter möglichst bald vorliegen haben.
von Bernhard KreuzerProfil

"Ich freu' mich wahnsinnig darüber", sagte Bürgermeister Thomas Kaufmann über die gewährten 1 605 000 Euro. Für was die Stabilisierungshilfe vorgesehen ist, konnte er wegen des noch fehlenden Bewilligungsbescheides nicht sagen. CSU-Fraktionssprecher Bernhard Söllner dankte Kaufmann für die Erstellung des Antrags und sprach von einer "Wahnsinnssumme". Gerhard Tretter (SPD) entdeckte dagegen in der Stabilisierungshilfe die Bedürftigkeit der Gemeinde. Er verwies dabei auf deren Schattenhaushalt bei der Erschließung des Baugebiets "Steinäcker 2".

Die KFB-Gruppe aus Reuth bei Erbendorf führt sie im Auftrag der Gemeinde durch und stellt nach Abschluss der Kommune die Leistungen in Rechnung. Tretter forderte eine schnelle Offenlegung der Kosten. "Die 1,6 Millionen Euro werden uns nicht über Wasser halten."

Gemeindeverbindungsstraße nach Günzlas: Tretter befürchtete aufgrund der Ausschreibungsmodalität, dass die Kosten um eine Million Euro steigen können. Ursache sei die Beseitigung von 15 000 Kubikmeter Erdaushub. Die Ausschreibung wurde mit einem Preis von 10 bis 100 Euro wurde pro Kubikmeter unterlegt. Eine Kostenexplosion befürchtete er, wenn Aushub als Sondermüll klassifiziert werde und speziell entsorgt werden müsse.

Bürgerversammlungen: Die Termine entfallen. Bürgermeister Kaufmann wird seinen Bericht im Gemeinderundbrief im Dezember veröffentlichen. Bis 15. Dezember können Bürger Anregungen und Wünsche im Rathaus einbringen. Sie werden in den folgenden Gemeinderatssitzungen behandelt.

Felsenkeller: Das Amt für Ländliche Entwicklung begutachtete die Arbeiten des Bauhofs und war begeistert, teilte Kaufmann mit. Dank sprach er Leiter Michael Wagner und seinem Team aus.

Ortstafel: Die Bemühungen, die Ortstafel von Immenreuth an der Staatsstraße 2177 bis über die Abzweigung nach Haidenaab/Göppmannsbühl hinauszuschieben sieht der Rathauschef nach dem Bescheid des Landratsamtes als erschöpft an.

Kläranlage Kemnath: Einen Betrag, mit dem die Gemeinde bei der Sanierung der Kläranlage belastet werden wird, konnte der Rathauschef nicht nennen. Grund ist die auf heute, Mittwoch, verschobene Besprechung.

Der Tannenberglift nahm in der Sitzung breiten Raum ein

Immenreuth

Naturerlebnisbad: Ludwig Melzner (IWG) fragte an, ob bei der Sanierung der Dächer die fünf kommunalen Bauhöfe der Naturerlebnisbad GmbH beteiligt waren. Laut Kaufmann wurde der Beschluss für die Sanierung 2018 gefasst. Eigenleistungen waren nicht möglich, weil es sich um eine Asbest-Eindeckung handelte.

Friedhof: Die Arbeiten für 2020 sind abgeschlossen. Dem Bauhof und der Firma Hautmann aus Kötzersdorf galt für die Ausführungen Dank.

Christbaumverkauf: Der Verkauf vor dem Platz des alten Rathauses ist genehmigt.

Bauantrag: Gebilligt wurde die Nutzungsänderung eines Gebäudes in ein Wohn- und Geschäftshaus in der Windäcker Straße.

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