06.05.2021 - 15:40 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Turbo-Internet für 700 Haushalte in der Gemeinde Immenreuth

In den Außenbereichen surfen die Immenreuther Gemeindebürger bereits mit Höchstgeschwindigkeit auf der Datenautobahn. Jetzt soll der Innenbereich nachziehen.

Hier „glasfasert`s“, aber nicht in Weiss- und Grünglas, wie die Aufschriften des Glascontainers im Hintergrund vermuten lassen.
von Bernhard KreuzerProfil

Die Gemeinde unterstützt den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes. Bei der Online-Infoveranstaltung am Mittwoch, die aus dem Feuerwehrgerätehaus in Ahornberg übertragen wurde, betonte Bürgermeister Thomas Kaufmann das Ziel, die Kommune weiter voranbringen zu wollen. Das Glasfasernetz ist dabei eine Komponente.

Seit Wochen machen Werbeplakate auf den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes durch die Amplus AG aufmerksam. In einigen Teilen ist Immenreuth schon gut aufgestellt. Es seien dies die 2017 erschlossenen Außenbereiche, erklärte Gemeindeoberhaupt Thomas Kaufmann. Ihr Anschluss an das schnelle Internet sei im Gegensatz zum jetzt anstehenden Innenbereich gefördert worden. Laut dem Rathauschef zeigt die aktuelle Lage, wie wichtig eine gute Internetversorgung ist. Thomas Kaufmann verwies auf Home Schooling, Home Office und auf die Folgen sowie Probleme, wenn drei bis fünf Personen gleichzeitig die bestehenden Kupferleitungen des Internets nutzen. Er zeigte sich deshalb über die Planung von Amplus froh, das schnelle Internet auch in die noch unerschlossenen Innenbereiche zu bringen. Seitens der Gemeinde werde die Planung des Unternehmens aus Teisnach unterstützt.

Hauptverteiler am Bahnhof

20 Kilometer Glasfaserkabel wolle die Firma verlegen, 700 Haushalte könnten mit einer Leistung von bis zu 500 Megabits pro Sekunde angeschlossen werden, betonten Patrick Schulz und Thomas Müller von Amplus. Voraussetzung allerdings sei, dass mindestens 400 Haushalte dies wünschten. Der Hauptverteiler werde beim Bahnhof gesetzt. Zug um Zug werde das Netz mit der gleichzeitigen Erstellung der Hausanschlüsse erweitert.

Ziel ist es, so die Unternehmensvertreter, die Hausanschlüsse so schnell wie möglich zu erstellen. Die Hauptkosten trage Amplus selbst. Über die Kosten für den Anschluss, die Tarife und Laufzeiten informierte ein eingespielter Filmstreifen.

Einen Wermutstropfen allerdings gibt es für die Kunden des Internetriesen Telekom. Sie müssen, wenn sie den Vorteil eines schnellen Glasfaseranschlusses nutzen wollen, den Anbieter wechseln. Auf eine entsprechende Presseanfrage im Jahr 2017 hatte damals Dr. Markus Jodl, Group Service der Deutschen Telekom AG, mitgeteilt: "Wir sprechen seit Anfang August mit dem Unternehmen über die Möglichkeit, Kapazitäten bei ihnen einzukaufen."

Seit Monaten verhandeln

Fehlendes Interesse dagegen stellte Marcus Adler, Leitung Marketing & Kommunikation der Amplus AG, auf Nachfrage über das Verhältnis zum Telekommunikationsriesen jetzt fest. Er teilte am 5. Mai mit: "Das Netz der Amplus war 2017 im Vergleich zu den Dimensionen, in denen eine DTAG denkt, einfach zu klein. Damit die DTAG unser Netz nutzen kann, bedarf es einer vertraglichen Regelung, bei dem u.a. die Nutzungsentgelte sowie Servicelevel geregelt sind. Tatsächlich haben wir uns aber in den letzten Jahren stetig vergrößert und weiterentwickelt, so dass das (monetäre) Interesse der DTAG geweckt wurde und diese Verhandlungen seit nun ein paar Monaten am Laufen sind. Allerdings wird es vermutlich noch eine gewisse Zeit dauern, bis hier eine Einigung erzielt ist."

Ab heute wird die Amplus AG freitags und samstagvormittags in den Räumen der Gemeindeverwaltung vertreten sein, um Fragen zu beantworten.

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