09.05.2021 - 11:51 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Stillstand bei Arbeiten am Tannenberglift moniert

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In der Gemeinderatssitzung rückte der Skilift Tannenberg in den Mittelpunkt der Diskussionen. Auslöser waren zwei von Bürgermeister Thomas Kaufmann bekanntgegebene Eilentscheidungen, die vorab mit den Fraktionen per E-Mail geklärt wurden.

Bei den notwendigen Arbeit am Tannenberglift drängt Eberhard Besold (Freie Wähler) zur Eile und auf ein Gesamtkonzept.
von Bernhard KreuzerProfil

Zur Kenntnis nahmen die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung den Auftrag zur Erneuerung der Straßenbeleuchtung im Innerortsbereich im Zuge des Ausbaus der Gemeindeverbindungsstraße Plößberg–Günzlas. Den Auftrag erhielt das Bayernwerk für eine Summe von 33 344 Euro. In diesem Zusammenhang informierte Bürgermeister Thomas Kaufmann auch über die voraussichtliche Fertigstellung der Tragschicht des ersten Bauabschnittes.

"Wenn wir nicht in die Puschen kommen, ist Oktober."

Eberhard Besold (Freie Wähler) zu den Arbeiten am Tannenberglift

Straßensperren in Sommerferien

Ende Mai kann dann mit dem innerörtlichen Abschnitt begonnen werden. Mit Rücksicht auf den Schulbusverkehr werden die Straßensperren in die Sommerferien verlegt. Über die Ausbaumaßnahmen werden mit den betroffenen Bürgern noch Einzelgespräche geführt, gab Kaufmann bekannt.

Zu einer Diskussion führte der Eilbeschluss zur Verlegung des Stromanschlusses vom Nachbargebäude des Skilifts in das Liftgebäude im Zuge der Erneuerung der Gemeindeverbindungsstraße an. Den Auftrag mit Installation eines Wandlerschrankes erhielt für 11 707 Euro ebenfalls das Bayernwerk.

Eberhard Besold (FW) erinnerte sich, der Verlegung des Stromkabels nicht zugestimmt zu haben. Er räumte zunächst ein, dass dies aber die einzige vernünftige Entscheidung gewesen wäre, weil nach dem Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße die Maßnahme teurer kommen würde. Gleichzeitig bemängelte er die bisherige Untätigkeit. "Bisher ist nichts geschehen", sagte er mit Blick auf den Gemeinderatsbeschluss vom Oktober vergangenen Jahres. Die auszutauschenden Führungsrollen für das Seil lägen noch im Raum und das kaputte Getriebe schlummere vor sich hin. "Wenn wir nicht in die Puschen kommen, ist Oktober", mahnte er.

Raupe in Konzept einbeziehen

Besold stellte fest, dass sich seine Forderung nach einem Gesamtkonzept für den Lift immer mehr bestätige. Hier einbezogen werden müsse auch die Pistenraupe. Sie passe nicht mehr in die Garage, wenn die Geräte angebaut seien, fügte er an. Unterstützung erhielt Besold von Gerhard Tretter (SPD). Er forderte zudem, dass bis September alles erledigt sein müsse.

Der rechtzeitige Austausch des Getriebes des Antriebs sei zugesagt, die Führungsrollen könnten erst im Anschluss ausgewechselt werden, erwiderte Ludwig Melzner (IWG). Nach seinen Worten sei der Stromanschluss im Zuge der Straßenbaumaßnahmen auch für eine künftige Nutzung des Liftes sinnvoll.

Im Herbst 2020 war der Gemeinderat mehrheitlich für eine Reparatur des Liftes

Immenreuth
Ein Eilbeschluss zur Verlegung des Stromanschlusses vom Nachbargebäude des Skilifts (Bild) in das Liftgebäude war der Anstoß für eine längere Diskussion.

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