14.03.2021 - 12:10 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Ruine in Günzlas lebensgefährlich für Kinder

Als gefährlichen Abenteuerspielplatz für Kinder wertete Adrian Scheitler in der Sitzung des Immenreuther Gemeinderates das verfallene Anwesen in Günzlas. Es zu betreten sei fast vergleichbar mit dem Gang durch ein Minenfeld.

Gleich vor dem Haus, dort wo einst der Misthaufen war, dürfte überwachsen und nicht sichtbar die Odelgrube sein.
von Bernhard KreuzerProfil

Das verfallende bäuerliche Anwesen in Günzlas ist zu einem interessanten Magneten für Kinder geworden. Mit Bezug auf den Bericht von Oberpfalz-Medien vom 23. Februar über „Wertvolle Briefe in der Milchkanne“ verwies Gemeinderat Adrian Scheitler von der IWG bei der jüngsten Gemeinderatssitzung auf die vielen, hier lauernden Gefahrenquellen.

Lockeres Mauerwerk

Explizit sprach er eine nicht erkennbare, morscher Grubenabdeckung vor dem Haus, herunterhängende Teile des eingestürzten Daches, lockeres und einfallendes Mauerwerk sowie verfaulte Balken und Bretter an. Maßnahmen im Umweltschutz dürften ebenfalls geboten sein. Verschiedene Behältnisse lassen die Vermutung aufkommen, Öl verschiedener Art oder Kraftstoff zu beinhalten. Die Frage bleibe hier, bis wann sie durchgerostet seien, meinte Scheitler. "Mir ist angst und bange, dass einmal etwas passiert."

Vom Betreten des Hauses und der Holzgebäude sei dringendst abzuraten. Jeder Windstoß kann Ziegel vom Dach lösen oder Gebäudeteile herunterbrechen lassen. Eine Absicherung des verfallenden Anwesens, wie sie gefordert wurde, ist notwendig. Besser wäre ein Abbruch. Daher fragte Scheitler, was die Gemeinde zum Schutz der Kinder unternehmen könne. Zweiter Bürgermeister Josef Hecht versprach, die Möglichkeiten der Absicherung seitens der Gemeinde zu prüfen und - wenn nötig - weitergehende Schritte einzuleiten.

"Mir ist angst und bange, dass einmal etwas passiert."

Adrian Scheitler (IWG)

Tempokontrollen in Plößberg

Erneute Geschwindigkeitsmessungen des Durchgangsverkehrs in Plößberg sicherte der Versammlungsleiter im Sommer zu. Diese regte Adrian Scheitler nach dem Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße an. Auch sollte das Fahrverhalten der motorisierten Verkehrsteilnehmer nicht im Winter bei Schnee, sondern bei besserer Witterung im Sommer vorgenommen werden, trug er vor.

Zweiter Bürgermeister Hecht informierte vor dem letzten Tagesordnungspunkt noch über Bekanntgaben aus nichtöffentlichen Sitzungen. So erhielt das Architekturbüro Wolfgang Schultes aus Grafenwöhr den Auftrag für den Umbau der Sparkasse zum Rathaus zum Preis von 52 429 Euro einschließlich Umbauzuschlag und Nebenkosten.

Photovoltaik war ein weiteres Thema in der Sitzung

Immenreuth

Zur Neubeschaffung von Ausrüstungsgegenständen wurde dem HvO Immenreuth auf Antrag ein Zuschuss von 900 Euro gewährt. Die Auftragsvergabe für die Leistungsphasen 1 und 2 zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Immenreuth ging an das Architekturbüro Atelier 13 in Hersbruck zum Angebotspreis von 11.000 Euro.

Eingestürztes und lockeres Mauerwerk weisen auf eine instabile Bausubstanz hin.
Teile des eingestürzten Daches hängen herunter. Scharfkantige Schieferplatten der Dacheindeckung liegen am Boden.
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