07.05.2021 - 13:47 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Neue Ideen für Immenreuther Familienferienstätte

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Die Familienferienstätte in Immenreuth steht vor dem Beginn einer neuen Ära. Der Kaufvertrag ist so gut wie unter Dach und Fach. Die dann neuen Eigentümer kommen aus Mittelfranken.

Julien Straninger (links) und Bruno Wissenz (rechts) haben mit der Familienferienstätte, die künftig Begegnungscampus Immenreuth heißen wird, viel vor.
von Bernhard KreuzerProfil

Der Kaufvertrag mit den bisherigen Gesellschaftern Alfred Schuster und Peter Merkl für die Familienferienstätte liegt zurzeit bei einem Notar in Forchheim. Ihm ist auch aufgetragen, die Gemeinnützigkeit der neuen Gesellschaft herbeizuführen. Sie wird den Namen "Begegnungscampus Immenreuth" führen.

Konzept auf zwei Säulen

Julien Straninger und Bruno Wissenz vom dreiköpfigen Gesellschafterteam aus Mittelfranken stellten am Donnerstag ihr Konzept für das Haus vor. Auf zwei Säulen soll es stehen. Die eine ist die GmbH zur Weiterführung des Gebäudes im bisherigen Sinn, die andere ein Verein, der sich der Jugendarbeit verschrieben hat.

Für die Nutzung der Familienferienstätte gab es schon mehrere Vorschläge

Immenreuth

Ziel ist es, den Betrieb des Hauses weiter zu führen und die Familientagesstätte wieder zu beleben. Viele Ideen haben die neuen Gesellschafter im Gepäck. So auch den Gedanken eines Internats für Jugendliche mit Schulabschluss, die Erneuerung bestehender Gebäude oder sich für die Bürger der Gemeinde und Umgebung zu öffnen. Ein großer Spielplatz steht auf dem Erneuerungsprogramm. Er soll dazu beitragen, dass das Haus kein isolierter Teil von Immenreuth ist. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde soll forciert werden. Ein erster Kontakt mit dem SOS-Kinderdorf Oberpfalz wurde bereits aufgenommen. Künftig sind die Bürger wieder zu Cappuccino und Kaffee eingeladen.

Schwerpunkt Jugendarbeit

Der Verein als zweiter Pfeiler legt den Fokus auf die Jugendarbeit. Schwerpunkt ist die Welt des fantastischen Mittelalters. Ein wichtiger Teil dabei ist, die Natur und ihre Schönheit kennenzulernen. Der Umgang mit ihr und die Bedeutung des Naturschutzes rücken ins Zentrum. Für das fantastische Mittelalter stehen bereits Termine für drei Zeltlager fest (Kasten). Ein ausgereiftes und mit dem Gesundheitsamt abgestimmtes Hygienekonzept wurde dafür ausgearbeitet. Julien Straninger, Wissenschaftler für Politik und Philosophie in Erlangen, ist seit 2009 in der Jugendarbeit tätig und bringt seine Kompetenzen in den Campus ein. "Es steckt sehr viel Potenzial in dem Haus", sagt er. "Wir freuen uns, es übernehmen zu dürfen". Vielleicht darf man auch von seiner Kompetenz als ausgebildeter Tanzlehrer profitieren.

Hintergrund:

Drei Zeltlager

  • „Felder der Ehre“ heißt es im neuen Begegnungscampus jeweils vom 17. bis 25. Juli, 7. bis 15. sowie 21. bis 29. August. Die drei eigenständigen Events stehen unter den Überschriften Nebelquell, Sturmherz und Rosenfeuer.
  • Mitmachen dürfen Jugendliche und Erwachsene von 11 bis 27 Jahren. Geleitet werden die Zeltlager von geschulten Betreuern.
  • Neun Tage heißt es leben wie zum Beispiel bei „Der Herr der Ringe“ oder „Game of Throns“. Zur Unterbringung in mittelalterlichen Zelten wird die gesamte Ausstattung zur Verfügung gestellt.
  • Anmeldung und nähere Informationen im Internet unter www.ECW-Event.de.

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