24.11.2020 - 13:02 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Enge Verbundenheit mit Ferienstätte Immenreuth: Erinnerungen an Bezirkspräses Heribert Schmitt

Sie waren 1999 beim Festakt zum 25-jährigen Bestehen der Ferienstätte Immenreuth Zuhörer bei der Festansprache des damaligen Staatssekretärs Joachim Herrmann: vorne in der Mitte der damalige Bezirkspräses Heribert Schmitt, rechts Heinrich Festing, damals Generalpräses des Internationalen Kolpingwerks Köln, links der damalige Bundespräses Alois Schröder und rechts hinter ihm Alfons Wurm, Pfarrer und Präses der Kolpingsfamilie Immenreuth.
von Georg PaulusProfil

"Pro Mundi Vita" - für das Leben der Welt. So lautete das Thema des Eucharistischen Weltkongresses, der 1960 in München stattfand. Heribert Schmitt, im gleichen Jahr von Bischof Michael Buchberger in Regensburg zum Priester geweiht, wählte diesen Satz zum Motto seiner priesterlichen Arbeit. In Pressath im Pflegeheim St. Josef im Alter von 85 Jahren gestorben, wurde Oberstudienrat a. D. Heribert Schmitt am 11. November im Priestergrab der Pfarrei St. Georg beigesetzt.

Seinen Kaplansjahren waren 27 Jahre als Religionslehrer an Gymnasien in Eschenbach und Weiden gefolgt, 1998 ging Heribert Schmitt in Pension. Außer der hauptberuflichen Tätigkeit am Gymnasium war Schmitt Vorstandsmitglied im Kreisjugendring Eschenbach und Mitorganisator einer Gedenkveranstaltung zur 10. Wiederkehr des Volksaufstands in der DDR auf dem Rathausplatz Eschenbach. Seit der Zeit als Kaplan in Pressath war Heribert Schmitt Kolpingsohn und Bezirkspräses der Kolpingsfamilien im Landkreis Neustadt/WN und für die Stadt Weiden.

Stets zur Aushilfe bereit

Seine Freundschaft mit der Heimleitung des Kolpingfamilienferienstätte Immenreuth führte für den Bezirkspräses zu einer regelmäßigen Aushilfstätigkeit. War es weder dem Immenreuther Pfarrer noch einem Speinsharter oder Fockenfelder Pater möglich, eine Sonntagsmesse im Ferienheim zu feiern, so erklärte sich Heribert Schmitt bereit, dies zu übernehmen. Auch wenn er samstags und sonntags bereits Gottesdienste in Weiden und Friedersreuth zelebriert hatte, feierte er in der Hauskapelle des Kolpingheims mit allen Familien noch einen Festgottesdienst. Besonders freute sich Schmitt stets über Kinder, die als Ministranten wirkten.

Immer wenn nach den Ferien das Kolpinghaus Seniorengruppen als Urlaubsort diente, feierte Schmitt mit ihnen auch werktags Festmessen. Die "Georgsstube" diente dem Präses dann zu Plaudereien. Als Reiseleiter bei Ausflügen, etwa nach Altötting, Regensburg und Bamberg, wusste Schmitt die Gäste mit interessanten Einzelheiten über diese Städte zu unterhalten. Der einzige Lohn für Heribert Schmitt war stets die Weihnachtsfeier mit dem Personal, Kölner Kolpingspitzen und dem Landrat, bei der der Präses wie jeder Angestellte für seine Mitarbeit ein Geschenk erhielt.

"Ein heißer Tag"

Im Juli 1999 feierte man das 25-jährige Bestehen der Ferienstätte Immenreuth. Beim Pontifikalgottesdienst mit Weihbischof Wilhelm Schraml war Heribert Schmitt einer der Konzelebranten, neben dem Kolping-Generalpräses Heinrich Festing, Bundespräses Alois Schröder und Pfarrer Alfons Wurm. Die Rede von Joachim Herrmann, damals Staatssekretär im Familienministerium von Monika Hohlmeier, dem jetzigen bayerischen Innenminister, hat damals das offizielle Festprogramm beendet. Für Heribert Schmitt war die Teilnahme an der Weihnachtsfeier 1999 ebenso wie für die damalige Heimleitung der letzte Auftritt in diesem Haus. Erinnern konnte sich Schmitt noch beim letzten Besuch im Pflegeheim Pressath an dieses Jubiläum. "Es war ein schönes Fest, aber es war ein heißer Tag. Drum hab' ich g'hofft, dass der Staatssekretär net so lang redet, wie der Willi (Schraml) predigt hat", bemerkte er schmunzelnd.

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