04.10.2020 - 11:47 Uhr
Iffelsdorf bei PfreimdOberpfalz

Archäologische Funde bei Iffelsdorf reißen nicht ab

Zum zehnten Mal hat in der Iffelsdorfer Flur eine archäologische Ausgrabung stattgefunden. Hans Losert, Leiter der Kampagne, zieht eine positive Bilanz. Die Funde geben Einblick in die Bestattungskultur früherer Jahrhunderte.

Zum mittlerweile zehnten Mal haben bei Iffelsdorf archäologische Ausgrabungen stattgefunden. Zum Vorschein kam beispielsweise auch ein Skelett aus der Slawenzeit
von Alfred HammerProfil

Der Ausgrabungsleiter und Privatdozent Dr. Hans Losert (Universität Bamberg) erläuterte die Ergebnisse der seit Anfang September laufenden archäologischen Untersuchung. Seinen Ausführungen folgten die Familie Reil (Grundstückseigentümer bzw. Pächter), Bürgermeister Richard Tischler, Vertreter der Lions Clubs Schwandorf und Oberpfälzer Wald, Vorsitzender Peter Egerer vom Heimatkundlichen und Historischen Arbeitskreis „Der Stadtturm“ sowie Kurt Engelhart, Kreisheimatpfleger für Archäologie.

Finanzielle Unterstützung für die Grabungen kommt vom Pfreimder "Stadtturm"

Pfreimd

Anknüpfend an die bisherigen Grabungen der zurückliegenden Jahre wurde von den Studierenden der Universitäten Wien und Bamberg ein weiterer Abschnitt des slawischen Gräberfeldes aus dem 8./9. Jahrhundert nach Christus freigelegt und erkundet. Zum Vorschein kamen neben 22 Gräbern auch entsprechende Beigaben sowie Spuren besonderer Bestattungsrituale, mit denen die Menschen einst ihre Verbundenheit zu den verstorbenen Angehörigen bekundeten.

Aktuelle Funde waren verschiedene Skelette sowie gut erhaltene Tongefäße. Mit der diesjährigen Untersuchung wurden im Iffelsdorfer Gräberfeld bislang insgesamt 110 Gräber freigelegt.

Dankesworte richtete Bürgermeister Richard Tischler an alle Beteiligten und Förderer für die Unterstützung dieses Projektes. Hans Losert sprach die Hoffnung aus, dass im kommenden Jahr eine Fortsetzung der Grabungen ins Auge gefasst werden könne.

Die Studierenden der Universitäten Wien und Bamberg legten in den vergangenen Wochen insgesamt 22 slawische Gräber frei. Zum Abschluss der Untersuchungen zogen die Beteiligten eine positive Bilanz.
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