12.08.2020 - 13:41 Uhr
Hütten bei GrafenwöhrOberpfalz

Feuerwehr Hütten: Segnung des neuen Einsatzfahrzeugs und des neuen Gerätehauses

Zu einem neuen Einsatzfahrzeug gehört auch eine neue Fahrzeughalle, so stellte es sich Kommandant Mario Schneider zumindest vor. Und so kam es dann auch tatsächlich.

Die beiden Pfarrer bei der Segnung des neuen Mittleren Löschfahrzeugs der Feuerwehr Hütten.
von Jürgen MaschingProfil

Bei der Feuerwehr Hütten wurde am Wochenende doppelt gefeiert. Erst fand die alljährliche Kirwa hinter dem Feuerwehrhaus statt. Einen Tag später wurden im Beisein geladener Gäste das neue Feuerwehrfahrzeug und das neue Gerätehaus gesegnet. Die Weihehandlung vollzogen der evangelische Pfarrer Dr. André Fischer und Pfarrer Gilbert Mburu Kabiru als Vertretung von Stadtpfarrer Bernhard Müller.

Kommandant Mario Schneider war etwas traurig, als er „Fred“ – das Einsatzfahrzeug hatte der Feuerwehr Hütten 27 Jahre treue Dienst geleistet – außer Dienst stellte. „Bei der Jahreshauptversammlung 2014 wurde das erste Mal über die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges gesprochen“, blickte er zurück. Viele Stolpersteine mussten überwunden werden, ehe das neue Mittlere Löschfahrzeug (MLF) Ende April dieses Jahres in den Hof fuhr.

Unter anderem passte das neue Fahrzeug nicht in die Fahrzeughalle, erinnerte Schneider: „Nach intensiven Gesprächen mit der Stadt Grafenwöhr wurde der Entschluss gefasst, am gleichen Standort eine neue Fahrzeughalle zu bauen.“ Am 27. November 2017 war Spatenstich für die neue Halle, Fertigstellung - gerade noch rechtzeitig zur Ankunft des neuen Fahrzeugs - im Frühjahr 2020. „Wir sind sehr stolz auf unseren Neubau und unser neues Fahrzeug“, erklärte der Kommandant und bedankte sich bei Bürgermeister Edgar Knobloch sowie der Stadt Grafenwöhr.

„Ich habe das alles ein bisschen anders in Erinnerung, wie das Ganze entstanden ist“, begann Knobloch seine Rede schmunzelnd. „Bei der Taufe des neuen HLF 20 in Grafenwöhr kam der Kommandant auf mich zu und meinte: 'Bürgermeister, ich muss dir mal was sagen, wir brauchen auch ein neues Auto'.“ Danach sei alles perfekt gelaufen.

„Es gibt im Stadtrat Themen, die immer zu heißen Diskussionen führen. Geht es in einer Sitzung um Themen der Freiwilligen Feuerwehr, herrscht schnell Einigkeit, und jede Fraktion im Stadtrat erkennt die Notwendigkeit an“, machte der Bürgermeister deutlich. Die Einsätze der Feuerwehren hätten sich geändert und seien vielfältiger geworden: Nicht mehr nur Brände müssten gelöscht werden, auch Technische Hilfeleistungen bei Unfällen oder Unwetter seien vermehrt gefragt. „Und so kommen die Kosten von 236 000 Euro für das neue MLF zusammen“, sagte Knobloch. 51 000 Euro kommen als Zuschuss vom Freistaat Bayern.

Zum Neubau der neuen Feuerwehrhalle merkte der Bürgermeister an den Kommandanten gewandt an: „Geschickt eingefädelt“. „Denn nachdem das neue Fahrzeug zugesagt war, kam der Mario Schneider wieder zu mir und meinte: 'Bürgermeister, ich muss dir was sagen. Das neue Feuerwehrauto passt nicht in das alte Gerätehaus'.“ 300 000 Euro kostete der Bau der neuen Halle, gefördert mit 57 000 Euro.

Auch stellvertretender Landrat Albert Nickl sprach von einem besonderen Tag für Hütten: Es sei mit dem neuen Fahrzeug "ein Quantensprung von einem TSF zu einem neuen MLF". "Das kann man vergleichen mit dem Aufstieg einer Fußballmannschaft von der zweiten in die erste Bundesliga.“ Das Feuerwehrhaus gehöre dann natürlich zu einem neuen Fahrzeug dazu. Auch Kreisbrandrat Marco Saller würdigte diesen "guten Tag für die Feuerwehr Hütten", betonte aber, dass nun mehr Aufgaben auf die Kameraden zukämen.

Natürlich bekam das neue Einsatzfahrzeug auch einen Namen. Fahrzeugpate ist kein Geringerer als der neue Altbürgermeister von Grafenwöhr, Helmuth Wächter, der auch die Sektdusche vollzog. Nach dem offiziellen Teil wurde unter den hygienischen Vorgaben weitergefeiert.

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Hütten bei Grafenwöhr
Hintergrund:

600-Liter-Tank

Das neue "Hütten 47/1" ist ein MAN-Fahrzeug mit einem Aufbau von Ziegler. Es hat 180 PS und bietet Platz für 6 Mann Besatzung. An Einsatzmitteln besitzt es unter anderem einen Türöffnungssatz, Absauger und Lüfter. Dazu hat es eine Wasserkapazität von 600 Liter.

Übergabe des Fahrzeugschlüssels von Bürgermeister Edgar Knobloch (rechts) an Kommandant Mario Schneider.
Altbürgermeister Helmuth Wächter bei der Fahrzeugtaufe.
Stellvertretender. Landrat Albert Nickl (von links), Fahrzeugpate Helmuth Wächter, Kommandant Mario Schneider und Bürgermeister Edgar Knobloch freuen sich über das neue Einsatzfahrzeug der Hüttener Brandschützer.

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