03.08.2021 - 10:21 Uhr
Holnstein bei NeukirchenOberpfalz

Neues Löschfahrzeug der Feuerwehr Holnstein-Mittelreinbach erhält Segen

Geplant war das einmal anders, aber nun wurde die Hauptversammlung der Feuerwehr Holnstein-Mittelreinbach gleich zusätzlich zu etwas Besonderem. Der wichtigste Punkt neben Ehrungen war die Segnung des neuen Einsatzfahrzeugs.

von Jürgen LeißnerProfil

„Eigentlich war alles ganz anders geplant“, mit diesen Worten begann der Vorsitzende Gerd Pürner die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Holnstein-Mittelreinbach. Denn eigentlich sollte das neue mittlere Löschfahrzeug der Wehr schon seit dem 25. April 2020 gesegnet sein. Das Rahmenprogramm stand, die Einladungen an die umliegenden Feuerwehren waren bereits geschrieben. Und dann kam Corona und die anhaltende Pandemie. Die Fahrzeugsegnung konnte damit erstmals nicht stattfinden. „Wir haben uns aber auch bewusst dagegen entschieden, eine Segnung zu halten, bei der die eigene Mannschaft nicht mit dabei sein kann“, so Pürner weiter.

Nach bereits 33 gefahrenen Einsätzen wurde die Segnung nun im Rahmen der Jahreshauptversammlung nachgeholt. Das neue Fahrzeug der Holnsteiner Wehr ersetzte das 34 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug LF 8, das die Wehr im Jahr 1995 von den Kameraden aus Neukirchen übernommen hatte. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,2 Tonnen und 180 PS ist das Fahrzeug zudem mit einem Lichtmast, Stromerzeuger, vier Atemschutzgeräte und einem 1000 Liter fassenden Löschwassertank ausgestattet. Den Aufbau auf das Iveco-Fahrgestell nahm die Firma Magirus aus Ulm vor. Die ökumenische Segnung des Fahrzeuges übernahmen die evangelische Pfarrerin Anja Matthalm und seitens der katholischen Kirche Gemeindeassistent Bauer „Was lange währt, führt nun endlich zu Gottes Segen", so Pfarrerin Matthalm.

Eine "weise Entscheidung"

Bürgermeister Peter Achatzi bedankte sich im Namen der Gemeinde für das geleistete Engagement der Truppe. Erst tags zuvor konnte er sich bei der Abnahme des Leistungsabzeichen ein Bild von der Schlagkraft der Holnsteiner Wehr machen. Die Neuanschaffung war notwendig und er bedankte sich beim vorherigen Ratsgremium und seinem Vorgänger Winfried Franz, dieser ebenfalls anwesend war, für diese "weise Entscheidung". Als Vertreter der Firma Magirus bedankte sich Ottmar Fassoldt für die stets freundschaftliche und kameradschaftliche Zusammenarbeit während des Auftrages. Kreisbrandinspektor Hans Sperber, der mit seinem Kollegen Kreisbrandmeister Christian Meyer gekommen war, gratulierte der Wehr zum neuen Fahrzeug und wünschte alle allzeit Gute Heimkehr von hoffentlich wenigen Einsätzen.

Bei den anschließenden Ehrungen wurden Reiner Holzwarth, Helmut Meiler, und der ehemalige Kommandant Karlheinz Pillhöfer für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt. Ihren Dank an die drei Kameraden drückten Vorsitzender Gerd Pürner und Kommandant Markus Guttenberger symbolisch mit einem Rettungsmesser aus.

70 Aktive bei der Wehr

Für die aktive Wehr in Holnstein legte Kommandant Markus Guttenberger Zahlen vor. 70 Aktive seien in der Wehr, darunter 15 Frauen und Jugendliche unter 18. Trotz der vielen Einschränkungen mussten die Floriansjünger aber auch so viele Einsätze wie noch nie in ihrer 144-jährigen Geschichte bewältigen. So rückten sie im vergangenen Jahr zu 16 Einsätzen aus. Davon waren sieben Brandeinsätze abzuarbeiten. Des Öfteren ging es um ausgelöste Brandmeldeanalgen, die meist aber aufgrund eines technischen Fehlers irrtümlich auslösten. Allerdings wurde die Wehr auch zu einigen Bränden alarmiert. Hervorzuheben ist an dieser Stelle der Heckenbrand in Edelsfeld am 23. April, der schnell auf einen Holzüberstand übergriff und abbrannte. Im weiteren Verlauf konnte das Feuer aber zügig gelöscht werden, so Guttenberger weiter.

Neun Einsätze waren im Bereich technische Hilfeleistung angesiedelt. Hier nannte Guttenberger das Ereignis am 21. November, bei dem eine Person unter einem Sektionaltor schwer eingeklemmt wurde. Abschließend bedankte sich Guttenberger bei seiner gesamten Mannschaft für die aufgeopferte Zeit für Einsätze und Übungen im vergangenen Jahr und das entgegengebrachte Vertrauen.

Deutlich kürzer wie in den Jahren zuvor konnte sich Vorsitzender Gerd Pürner mit seinem Bericht fassen, denn sämtliche Vereinsveranstaltungen im Jahr 2020 hatte man aus Vorsichtsgründen abgesagt. Veranstaltung für das laufende Jahr lies Pürner weiterhin offen. In den vergangenen drei Jahren habe der Verein immerhin im Wert von rund 8000 Euro Ausrüstung und Gerätschaften gekauft, vor allem für die neue Atemschutzgruppe, schloss Pürner.

Wärmebildkamera für die FFW Holnstein-Mittelreinbach

Holnstein bei Neukirchen

Führungsteam der FFW Holnstein-Mittelreinbach

Holnstein bei Neukirchen

 

 

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