06.10.2020 - 11:46 Uhr
HohenburgOberpfalz

Urnenwaldfriedhof bei Hohenburg wird erweitert

Der Urnenwaldfriedhof im Hohenburger Gewerbepark wird auf eine Größe von gut 8000 Quadratmetern erweitert. Der Marktgemeinderat beschließt darüber hinaus für 2021 den Ausbau zweier Gemeindeverbindungsstraßen.

Der Urnenwaldfriedhof im Gewerbepark auf dem Aichaer Berg bei Hohenburg wird von 5000 auf 8000 Quadratmeter erweitert. Der Marktgemeinderat bringt diese Maßnahme einstimmig auf den Weg.
von Paul BöhmProfil

Der Urnenwaldfriedhof auf dem Aichaer Berg, der derzeit 5000 Quadratmeter umfasst, wird um gut 3000 Quadratmeter erweitert. Der Marktgemeinderat sprach sich einstimmig für die Widmung der Erweiterungsfläche in der Gemarkung Adertshausen als Friedhof aus. Geändert wurde in diesem Zusammenhang auch der Dienstleistungsvertrag zwischen dem Markt Hohenburg und der Urnenwald Nordbayern GbR, der nun auch die Erweiterungsfläche einbezieht.

Das Gremium war damit einverstanden, dass die Gemeinde das Defizit des Kindergartens St. Konrad in Mendorferbuch in Höhe von 19 236 Euro für 2019, das durch zusätzliche Personalausbildung entstanden ist, teilweise übernimmt. 15 389 Euro steuert der Markt bei, 3847 Euro verbleiben beim Kindergartenträger, der katholischen Kirchenstiftung Adertshausen.

Jetzt kann der Ausbau weiterer Gemeindeverbindungsstraßen angegangen werden. Wie Bürgermeister Florian Junkes informierte, liegt das Ausschreibungsergebnis für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Adertshausen bis nach Allertshofen bei knapp 2,4 Millionen Euro. 64,8 Prozent der förderfähigen Kosten können als Zuschüsse erwartet werden. Baubeginn ist voraussichtlich im März 2021.

Ausgebaut werden soll auch die Gemeindeverbindungsstraße von Hohenburg bis zur Gemeindegrenze bei Thonhausen. Das kostengünstigste Angebot umfasst knapp 3,3 Millionen Euro. Voraussichtlicher Baubeginn ist im Mai 2021. Die Gemeinde kann für diesen Ausbauabschnitt mit einem Zuschuss von 75 Prozent der förderfähigen Kosten rechnen. Laut Bürgermeister blieb man mit beiden Ausschreibungsergebnissen innerhalb der Haushaltsansätze.

Im Gremium entspann sich eine Diskussion über das Thema Vereinsförderung. Wie soll die Unterstützung der Vereinen im Gemeindebereich angesichts der wegbrechenden Einnahmemöglichkeiten aussehen, lautete die Frage. Einige Anträge dazu liegen im Rathaus bereits auf dem Tisch. Einige Redner wiesen darauf hin, dass die Vereine wegen des Ausfalls von Veranstaltungen in eine schwierige Situation geraten seien und sie Probleme hätten, ihr kulturelles Engagement und ihre Aktivitäten am Laufen zu halten. Grund für die finanziellen Engpässe seien mit Masse die weiterlaufende Betriebskosten, aber auch andere Ausgaben.

„Auf der Einnahmeseite sind heuer auf Grund der Coronakrise so gut wie alle Einnahmequellen weggebrochen“, sagten Alois Siegert und Markus Mitschke. Man einigte sich darauf, dass sich mit diesem Thema der Kulturausschuss des Marktes Hohenburg bei seiner Sitzung am Donnerstag, 15. Oktober, befassen soll. Dabei soll eine einheitliche Lösung gefunden werden.

Robert Jung erkundigte sich in der Sitzung hinsichtlich der Pläne eines Hohenburger Heimatmuseums. „Jetzt geht es darum, Lagermöglichkeiten für bereits gesammelte Exponate zu finden“, sagte er. Regina Armbruster merkte an, dass man auch auf die Eigentümer von leer stehenden Häusern zugehen sollte, um Unterstellmöglichkeiten zu finden.

Robert Jung regte an, im Hohenburger Friedhof eine Möglichkeit für Urnenbestattungen zu schaffen. „Ob Urnenwand, Urnengräber oder Urnestelen – die Machbarkeit muss der Friedhofsbetreiber prüfen“, sagte er. Markus Mitschke regte an, das eine oder andere nicht mehr benötigte Transformatorenhäuschen im Gemeindebereich einer heimatkundlichen Nutzung zuzuführen.

Dem Antrag der Filialkirchenstiftung Ransbach auf eine Turm- und Altarsanierung stimmte der Marktgemeinderat zu.

Straßensanierung ganz ober auf der Agenda in Hohenburg

Hohenburg
Die Gemeindeverbindungsstraße von Hohenburg in Richtung Thonhausen wird ausgebaut. Die Kosten belaufen sich auf 3,3 Millionen Euro, wobei 75 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst werden.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.