03.11.2020 - 13:20 Uhr
HohenburgOberpfalz

Seniorenshuttle Hohenburg gibt Richtung vor für Bürgerbus Königstein-Hirschbach

Wenn sowohl die Geschäfte vor Ort als auch die Angebote des öffentlichen Nahverkehrs schwinden, sind neue Konzepte der Mobilität gefragt.

Königsteiner und Hirschbacher Kommunalpolitiker holen sich in Hohenburg Informationen zum Seniorenshuttle. Von links Karin Hiltel, Zweite Bürgermeisterin Doris Lehnerer, Andreas Brunner, Hans Rüppel, Michaela Ertl-Linhard, Stilla Gradl, Regina Armbruster, Horst Pirner, Bürgermeister Florian Junkes und Bürgermeister Hermann Mertel.
von Paul BöhmProfil

Zu Gast in Hohenburg war in den vergangenen Tagen eine Abordnung des Marktes Königstein und der Gemeinde Hirschbach, um sich über den Einsatz des Seniorenshuttles in Hohenburg zu informieren. Wie die Koordinatorin und Seniorenbeauftragte Stilla Gradl berichtete, ist bereits 2011 der Beförderungsdienst für die Bürgerinnen und Bürger des Marktes Hohenburg aufgenommen worden.

Von der derzeitigen Terminkoordinatorin Regina Armbruster hörten die Königsteiner und Hirschbacher, dass Termine zwei Tage vorher angemeldet werden müssen, um die notwendigen Fahrer einzuplanen. Die häufigsten Ziele sind Schmidmühlen, Kastl, Amberg und Rieden. „Doch jetzt in Corona-Zeiten sind die Transporte etwas zurück gegangen“, sagte sie. „In den vergangenen Jahren sind es immer zwischen 70 bis 100 Fahrten gewesen, die wir mit unserem Fahrerteam durchgeführt haben.“ Das Teuerste an diesem Service sei, wie Bürgermeister Florian Junkes feststellte, die Versicherung des Kraftfahrzeuges, das schon seit ein paar Jahren in Hohenburg erfolgreich genutzt werde.

Karin Hiltel stellte das Projekt Bürgerbus der Verwaltungsgemeinschaft Königstein dar. Königsteiner schulkinder haben bei einem Wettbewerb dafür den Namen „Einer für alle“, kurz „EfA“, geprägt. Der Hintergrund: Ähnlich wie in Hohenburg sind vor allem in Hirschbach viele Geschäfte verschwunden. Die öffentliche Infrastruktur habe erheblich gelitten. Lediglich eine Buslinie von Königstein nach Hersbruck und Hohenstadt bleibe Hirschbach noch als Verbindung nach außen. „In Königstein ist man noch sehr gut mit einer funktionierenden Nahversorgung bestückt, aber in den Dörfern draußen hapert es.“

Die Verwaltungsgemeinschaft Königstein besitzt seit gut fünf Jahren einen Neun-Sitzer Bus, der mit der Hilfe von Sponsoren angeschafft wurde. Bisher kam er lediglich für Vereine und auch für Privatpersonen zum Einsatz. Zweite Bürgermeisterin Doris Lehnerer aus Königstein und Bürgermeister Herrmann Mertel aus Hirschbach sprachen im Erfahrungsaustausch über das Ziel, mit ehrenamtlichen Kräften einen Shuttle-Dienst aufzubauen, ähnlich dem Modell in Hohenburg.

Bürgerbus "EfA" soll Fahrt aufnehmen

Königstein

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