25.10.2020 - 12:45 Uhr
HohenburgOberpfalz

Finanzminister Füracker im Fledermaushaus: "Artenschutz ist besondere Heimatpflege"

„Hier sind Mensch und Natur im Einklang“, schreibt Bayerns Finanzminister Albert Füracker ins Hohenburger Goldene Buch. Gemeint ist das Fledermaushaus, das er am Samstag besucht hat.

Bei einem Monitoring entdeckt man auch im Herbst noch Fledermäuse: Zu sehen ist eine Fledermausmutter (links) mit ihrer fast schon erwachsenen Tochter auf Insektenjagd im Lauterachtal.
von Paul BöhmProfil

Das Fledermaushaus in Hohenburg ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz geworden. Der Bayerische Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker (CSU), besuchte daher am Samstagnachmittag die Einrichtung in Hohenburg. Es sei ein "Heimat-Termin", wie er sagte. Wohne er doch im Markt Lupburg. Ein kleiner Sprung nur entfernt vom Stammquartier der Großen Hufeisennasen. "Der Einsatz für den Artenschutz des Landesbundes für Vogelschutz wird durch den Freistaat Bayern gefördert und zahlt sich aus", betonte der Minister.

In Hohenburg lebt Deutschlands letzte Kolonie der Großen Hufeisennasen. Der Bestand dieser stark gefährdeten speziellen Fledermausart ist dort wieder stark angestiegen. "Das Fledermaushaus hat hierfür einen wertvollen und wichtigen Beitrag geleistet. Das freut mich sehr", sagte der CSU-Minister.

Das Projekt wird seit 2007 über den Bayerischen Naturschutzfonds mit rund 670 000 Euro gefördert. Der Fonds sei eine der ältesten und größten Naturschutzstiftungen Deutschlands. "Die Hohenburger haben mit dem Fledermaushaus ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Darauf können sie stolz sein", sagte Albert Füracker.

Wie der Vorsitzende des Landesbundes für Vogelschutz, Norbert Schäffer, erklärte, sei das Projekt der Großen Hufeisennase bisher sehr erfolgreich: "800 Fledermäuse sind unsere Zielmarke." Vonseiten der Regierung der Oberpfalz informierte die Leiterin des Sachgebietes für Naturschutz, Eva Fischer, über die Entstehungsgeschichte des Projektes. "Seit der Entdeckung der letzten Fledermauskolonie der Großen Hufeisennase im Jahr 1992 war es uns immer wichtig, ihre Zukunft zu sichern. Die zuletzt auch aus dem Konjunkturpaket II finanzierte aufwendige Sanierung des Quartiergebäudes haben die Hufeisennasen mit einem erheblichen Zuwachs ihrer Population belohnt."

Wie Rudolf Leitl bei einem Rundgang durch die Gebäude des ehemaligen Hohenburger Ackerbürgerhauses sagte, sei man stolz auf die Rekord-Population von knapp 280 Exemplaren. "Etwa 100 Jungtiere haben ihr Sommerquartier in Hohenburg in Richtung Winterquartier in verschiedene Karsthöhlen in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Neumarkt (Truppenübungsplatz Hohenfels) schon verlassen." Nur ein paar Jungspunde konnte Minister Füracker beim Monitoring noch beobachten. Sie hatten wohl noch einmal die milden Herbsttage zu Jagdausflügen im Lauterachtal genutzt.

"Hier sind Mensch und Natur im Einklang", schrieb Albert Füracker zum Abschluss seines Besuchs ins Goldene Buch des Markts. "Das Fledermaushaus in Hohenburg ist ein wunderschönes Beispiel dafür. Gratulation und alles Gute für die Zukunft."

Für den Bayerischen Finanzminister Albert Füracker gehört der Eintrag ins Goldene Buch des Marktes dazu. Bürgermeister Florian Junkes (links) und LBV-Vorsitzender Norbert Schäffer freuen sich über das Lob darin zum Fledermaushaus.
Der Bayerische Finanzminister für Finanzen und Heimat war am Samstagnachmittag im Fledermaushaus in Hohenburg zu Gast. Vor Ort informierte er sich über die vom Aussterben bedrohte Population der Großen Hufeisennase. Bürgermeister Florian Junkes, (li) der Vorsitzende des Landesbundes für Vogelschutz Dr. Norbert Schäffer (re), Eva Fischer (hi. rechts) von der Regierung der Oberpfalz und Rudolf Leitl (4.v.re) informierten Staatsminister Albert Füracker (2.v.re)

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