03.12.2020 - 14:30 Uhr
HohenburgOberpfalz

Brückenfreigabe rechtzeitig zu Weihnachten

Viel Diskussion um Förderungen für Vereine, aber die Vergaberichtlinien der Stabilisierungshilfen für Empfängergemeinden sprechen eine andere Sprache.

Wenn das Wetter mitspielt, kann die Brücke in Hohenburg noch einen Tag vor Weihnachten für den Verkehr freigegeben werden. Derzeit werden die Widerlager eingebaut.
von Paul BöhmProfil

Darüber freuen sich nicht nur die Hohenburger. "Wenn alles nach Plan läuft und keine große Schlechtwetterlage in den nächsten Wochen aufkommt, dann wird die Obere Lauterachbrücke voraussichtlich einen Tag vor Weihnachten für die Verkehrsnutzung freigegeben werden können", berichtete Bürgermeister Florian Junkes.

Das war allerdings nicht das einzige Thema in der Marktratssitzung. Es sei in der Coronazeit schwierig, Vereinen eine freiwillige Leistung zu gewähren, erklärte Junkes. Der Markt bekommt in diesem Jahr Stabilisierungshilfen vom Freistaat in Höhe von 550 000 Euro. Dazu musste sich Hohenburg auf der Gegenseite aber verpflichten, die freiwilligen Leistungen einzustellen und sparsam zu wirtschaften. Unter anderem haben die Hohenburger auch die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer erhöhen und andere Einsparungen machen müssen, um mit den Förderrichtlinien konform zu bleiben.

Ein Verstoß gegen die Förderrichtlinien würde unter Umständen einen Verlust der Unterstützungsleistung und eine Rückzahlung bereits gewährter Beihilfen des Freistaates Bayern nach sich ziehen, sagte Bürgermeister Junkes. "Das können wir uns aber bei allem ,Wenn und Aber' nicht leisten."

Jetzt sorgte ein Zuwendungsantrag des Schützenvereins D´Lautrachtaler aus Ransbach viel Diskussion im Rat. "Es ist sicherlich eine schwierige Situation für alle Vereine, um in diesen Zeiten über die Runde zu kommen", sagten Bürgermeister Florian Junkes und sein Stellvertreter Manfred Braun. Den Vereinen brächen überall die Einnahmen weg, während fixe Kosten nach wie vor anfallen.

Marktgemeinderat Hohenburg genehmigt Trauungen an der Uferpromenade

Hohenburg

Ein Prinzip der Gleichheit für die Förderung aller Vereine zu finden ist schwierig, war der Tenor im Marktgemeinderat. Eine direkte Förderung in Form eines Zuschusses für den Unterhalt des gepachteten Schützenheims in Ransbach könne man aber wohl nicht leisten.

Marktgemeinderat Manfred Meier und Josef Weigert regten an, noch weitere Detailinformationen der Ransbacher Schützen zu erbitten, um sich einen Überblick über die Gesamtsituation des Vereins machen zu können. Vonseiten des Marktrates hörte man auch Stimmen, dass der Schützenverein das Gespräch mit dem Vermieter suchen soll.

Seit dem Beginn der Pandemie im März 2020 sind den Ransbacher Schützen sämtliche Einnahmequellen weggebrochen und da nutze es auch nichts, wie die von Bürgermeister Florian Junkes angebotene Möglichkeit zum Schießen nach Hohenburg zu kommen. Diese Meinung teilte auch der Vorsitzende der Allersburger Dorfgemeinschaft und Marktgemeinderat Alois Siegert, der sich in Allersburg in einer ähnlichen Situation sehe.

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