22.10.2020 - 11:58 Uhr
HirschbachOberpfalz

"Licht für Kinder" will Solaranlagen in entlegene Bergdörfer in Nepal bringen

Während ihrer Tour auf einen nepalesischen Sechstausender lernen drei Bergsteiger Menschen kennen, die in einfachsten Verhältnissen leben. Diesen Dorfbewohnern wollen sie helfen.

Noch gibt es in der Schule in Nalidanda in Nepal kein Licht. Der Verein „Licht für Kinder“ möchte dies mit einer Solaranlage ändern.
von Externer BeitragProfil

Der erst 2019 gegründete Verein "Licht für Kinder" stellte bei seinem ersten Stammtisch-Abend in den Räumen des Berg- und Skiteams Jura Alpin in Hirschbach sein Projekt vor, das Bergdorf Nalidanda in Nepal mit Solarstromanlagen ausstatten. Vor allem den Kindern dort soll eine Chance auf eine adäquate Schulbildung ermöglicht werden.

Manfred Salcher, der Vorsitzende des noch jungen Vereins, begrüßte die Gäste per Videoschalte aus der Reha. Am Stammtisch vertraten ihn die Vorstandsmitglieder Alexander Förster und Peter Meckler. Sie nahmen die Gäste mit einer imposanten Bilderschau auf ihre Expedition 2018 nach Nepal mit, wo sie zusammen mit Manfred Salcher den Mera Peak (6476 Meter) bestiegen.

"Lukla ist der letzte Ort, den man mit dem Flugzeug erreichen kann. Von dort geht es nur noch zu Fuß weiter", erklärte Förster dem Publikum. Die Gruppe kam in manches Bergdorf, wo die Menschen in einfachsten Verhältnissen leben. Vor allem eines fiel den Referenten auf: Nach Sonnenuntergang herrscht in den Dörfern absolute Dunkelheit. Strom gibt es nicht, was nicht zuletzt für die Kinder dort Lesen und Lernen in den Abendstunden unmöglich macht.

Noch in Nepal fassten die Expeditionsteilnehmer den Entschluss, einen Verein zu gründen, der in entlegenen Dörfern Solaranlagen aufbaut, denn Sonnenlicht gibt es dort reichlich. Davon sollen vor allem die Schulkinder profitieren, die dadurch auch Zugang zu weltweiten Informationen erhalten. An die Solaranlagen lassen sich nämlich auch Bildschirme anschließen.

Als erstes Bergdorf will Licht für Kinder Nalidanda mit den Solar-Home-Systemen der Firma Fosera ausstatten. "Wir bestellen die Systeme vor Ort in Nepal", erklärte Meckler. "Aber wir werden die Anlagen nicht einfach vor Ort abliefern, sondern auch die Leute dort mit ins Boot holen", ergänzte Förster. So sollen die Dorfbewohner nicht nur beim Transport und Aufbau unterstützen, sondern auch einen kleinen Obolus für Wartungsarbeiten entrichten. Eines dieser Solar-Home-Systeme gab es beim Stammtisch zu sehen. Die Gäste waren angetan und tauschten sich beim Essen über das anstehende Projekt aus. "Sobald eine gesicherte Reise nach Nepal möglich ist, geht es los", sagte Förster. Weitere Informationen gibt es unter www.licht-fuer-kinder.de

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Alexander Förster erklärt den Stammtisch-Teilnehmern, wie das Solar-Home-System funktioniert.
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