21.02.2021 - 10:17 Uhr
HirschbachOberpfalz

Hirschbacher Gemeinderat gegen gemeinsame Nutzung des Gemeindehauses

Bauangelegenheiten bestimmten die erste Sitzung des Hirschbacher Gemeinderats im Jahr 2021. Da das Gremium im Januar nicht tagte, kamen somit die Punkte Kindergarten und Nutzung des Gemeindehauses erst jetzt zur Sprache.

Eine Anfrage über eine mögliche künftige gemeinsame Nutzung des Gemeindehauses der evangelischen Kirchengemeinde lehnte das Gremium ab.
von Jürgen LeißnerProfil

Zur ersten Sitzung im neuen Jahr traf sich der Hirschbacher Gemeinderat. Im Januar wurde zu keiner Sitzung geladen. Eine Bauvoranfrage und vier Bauanträge standen auf der Tagesordnung des zwölfköpfigen Gremiums zu der Hermann Mertel geladenen hatte. Bei der Bauvoranfrage handelte es sich um die Bebaubarkeit eines Grundstücks in der Ortschaft Achtel mit einem Einfamilienhaus samt Doppelgarage. In der Ortschaft Oberklausen erreichte die Verwaltung ein Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit Carport. Der Bauherr beantragte Befreiungen vom Bebauungsplan beim Kniestock, dem Dachüberstand des Hauses und der Dachneigung beim Carport. In Hirschbach soll oberhalb des Freibades ein 40 Meter hoher Schleuderbetonmast inklusive Antennentechnik durch die Telekom errichtet werden. Für alle Anfragen erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen zu den jeweiligen Vorhaben.

Nächster Schritt für Sanierung

Weiter voran treibt die Gemeinde Hirschbach auch ihre eigenen Projekte. So wurde den eigenen Bauanträgen zur Generalsanierung des Kindergartens und dem weiteren eigenen Antrag zur temporären Umnutzung des Schulhauses als Übergangsquartier für den Kindergarten jeweils das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Als Träger öffentlicher Belange musste sich das Ratsgremium mit der Änderung des Bebauungsplans "Eichbühl" in Kürmreuth der Marktgemeinde Königstein befassen. Die Räte stellten fest, dass keine Einwände gegen das Vorhaben vorliegen. Im weiteren Verlauf der Sitzung lag als nächster Tagesordnungspunkt ein Schreiben des Landratsamtes Amberg-Sulzbach zur Änderung des Gemeindegebietes der Gemeinde Hirschbach und des Markt Neuhaus a.d. Pegnitz vor. Grund war, die Vermessungsbehörden haben eine Änderung der Gebiete und somit eine Änderung des Gebietes der Landkreise Amberg-Sulzbach und Nürnberger Land angeregt. Die Regierung der Oberpfalz wurde daher mit dem Verfahren beauftragt. Konkret handelt es sich um sechse Flurstücke der Gemarkung Achtel mit einer Fläche von 8233 Quadratmetern, die in die Gemarkung Rothenbruck eingegliedert werden sollen. Im Gegenzug soll ein Flurstück mit 32 Quadratmetern Fläche in die Gemarkung Achtel kommen. Auch hierzu erteilte das Gremium sein Einverständnis.

Im Zuge einer Zwangsversteigerung hat die Stadtbau Amberg GmbH drei Flurstücke im Landschaftsschutzgebiet der Gemarkung Achtel erworben. Es wird beabsichtigt, diese Flächen als Streuobst-und Magerwiese ökologisch aufzuwerten, dies geht aus dem Umweltbericht der Stadt Amberg geht hervor. Auf diese Anfrage hin wurde beschlossen, diese Flächen im künftigen Flächennutzungsplan als Ausgleichsflächen zu berücksichtigen.

Kooperation mit Kirchengemeinde

Nachdem die Gemeinde Hirschbach seit langen Jahren erfolgreich mit der evangelischen Kirchengemeinde im Bereich des Kindergartens zusammenarbeitet, stellte diese nun eine Anfrage an das Gremium, künftig das evangelische Gemeindehaus im Pfarrgarten neben der Corpus-Christi-Kirche einer gemeinsamen Nutzung zuzuführen. Das Gremium erteilte der Kirchengemeinde hier eine Absage. Die Gemeinde habe genügend eigenen Immobilien. Hintergrund für die Anfrage der Kirchengemeinde sind die Themen des Kirchenvorstandes für den künftigen Erhalt und Unterhalt des Pfarrgemeindehauses und des Pfarrhauses. Bürgermeister Mertel verwies darauf, dass auch im umgekehrten Wege mittel der Landeskirche zur Verfügung gestellt werden, wenn sich beispielsweise die Kirchengemeinde künftig mit der Gemeinde an einer gemeinsamen Nachnutzung des Schulgebäudes interessieren würde.

Bekanntgegeben wurden von Bürgermeister Mertel Beschlüsse aus der Dezembersitzung. Die Firma Rischan aus Hirschbach erhielt den Zuschlag für die Fassadenarbeiten am Feuerwehrhaus in Hirschbach und mit der Firma Stenz wurde ein Mietvertrag über eine Dixietoilette am Wanderparkplatz in Hirschbach geschlossen.

Obstbäume für neugeborene Gemeindebürger

Künftig werde die Gemeinde für jeden Neugeborenen einen Obstbaum pflanzen, teilte Bürgermeister Mertel der Runde mit. "Feuermelder, die es bisher gab, muss gesetzlich mittlerweile eh schon jeder haben", so Mertel. Neue Wege geht die Gemeinde auch mit Sozial-Media-Kanälen. Seit vergangener Woche ist man auf Facebook und Instagram präsent. Hier werde man künftig für kulturelle und touristische Sachen werben. Angeregt wurde dies durch die beiden Touristiker der Landratsamtes, Regina Wolfohr und Hubert Zaremba. Betreut werden die beiden Kanäle ehrenamtlich von einem Gemeindebürger.

An der Siziliengrotte in Hirschbach fallen Bürgern immer mehr Wildcamper auf, so Zweiter Bürgermeister Stefan Steger. Hier wird künftig ein Schild auf das Verbot von Feuer in Landschaftsschutzgebieten sowie Wildcampen hinweisen.

Dritter Bürgermeister Richard Leißner fragte zu Ende des öffentlichen Teiles noch, wann das gemeinsame Fahrzeugkonzept 2030 der drei gemeindlichen Feuerwehren im Gemeinderat behandelt werde. Bürgermeister Mertel wurde dies in einer Kommandantenbesprechung bereits im November vorgestellt. Mertel versicherte, dies auf die Tagesordnung für die Märzsitzung zu nehmen.

In Hirschbach gibt es ein außergewöhnliches Freibad

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