25.10.2020 - 17:11 Uhr
HirschbachOberpfalz

Hirschbach Vorreiter bei elektronischen Sirenen

Hirschbach ist die erste Gemeinde im Landkreis mit ausschließlich neuer Feuerwehr-Technik. Alle Sirenen werden umgestellt und es gibt moderne Atemschutzgeräte für die Feuerwehr Eschenfelden.

Die Atemschutzgeräte der Wehr in Eschenfelden nimmt die Firma Dräger in Zahlung
von Jürgen LeißnerProfil

In der jüngsten Sitzung des Hirschbacher Gemeinderats gab Bürgermeister Hermann Mertel einige Beschlüsse aus der vorherigen nichtöffentlichen Sitzung bekannt. Die Gemeinde Hirschbach investiert demnach weitere 54 694,89 Euro für den Bevölkerungsschutz. Die Firma Hörmann Warnsysteme aus Kirchseeon hat in dieser Höhe einen weiteren Auftrag zum Austausch alter Sirenen erhalten.

Mehr als 60 Jahre

Nachdem bereits im vergangenen Jahr einige Sirenen im Gemeindegebiet ausgetauscht worden sind, folgen mit diesem Auftrag nun die letzten verbliebenen. Damit sind in der Gemeinde nun endgültig alle alten motorbetriebenen E 57-Sirenen bald Geschichte. Diese wurde in den 60er- und 70er-Jahren errichtet und haben nun gut 60 Jahre auf dem Buckel. Sie werden ersetzt durch moderne elektronische Sirenen.

Eine Umstellung für die Bürger und ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte wird hier lediglich die neue Tonart dieser Sirenen sein. Eine Besonderheit der neuen Technik: Auch bei Stromausfällen können die Sirenen weiterbetrieben werden, da sie zusätzlich für derartige Fälle zur Stromversorgung auch über Batterien versorgt werden können.

Elektronische Sirenen

Die Gemeinde Hirschbach nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Zum einem ist sie vorerst die einzige Gemeinde im Landkreis Amberg-Sulzbach, die künftig ausschließlich über elektronische Sirenen verfügt. Zum anderen werden alle Sirenen auf Masten auf gemeindeeigenen Grundstücken errichtet. Privatanwesen werden zum Wohle der Bürger damit nicht mehr beansprucht. Die alten Sirenen werden von deren Dächern demontiert. Für die anstehende Umstellung auf die digitale Alarmierung, bei der die Integrierte Leitstelle Amberg eine der ersten werden soll, ist die Kommune in Hirschbach damit bestens gerüstet.

Als weiterer Tagesordnungspunkt stand die Vergabe der Beschaffung neuer Atemschutzgeräte für die Wehr in Eschenfelden auf dem Programm. Die acht Geräte der Gemeinde kamen zur jährlichen Überprüfung in die Amberger Feuerwache. Wegen des erreichten Alters müssten die Geräte für etwa 8000 Euro generalüberholt werden, zudem läuft die Ersatzteilversorgung für diesen Typ in nächster Zeit aus. Der Gemeinderat beschloss deshalb einstimmig wegen Unwirtschaftlichkeit der Reparatur den Kauf neuer Geräte für die Wehr in Höhe von 12 320 Euro. Die Firma Dräger nimmt im Gegenzug die Altgeräte für 4480 Euro in Zahlung. Die Beschaffung wird über die Feuerwehr Amberg in Form einer Sammelbestellung abgewickelt.

Dritter Bürgermeister und Kommandant Richard Leißner bedankte sich im Namen der Wehr und der Bevölkerung für den Umstieg auf diese zeitgemäße Technik. „Die Anschaffung erhöht den Schutz unserer Atemschutzgeräteträger und der Bevölkerung“, so Leißner.

Weiter gab Bürgermeister Mertel bekannt, dass die Estricharbeiten für die laufende Generalsanierung des Hirschbacher Gerätehauses in Höhe von 15 914,28 Euro an die Firma G+B Bodensysteme UG vergeben wurden.

Mehr zur Feuerwehr Hirschbach

Hirschbach
Die alte E 57-Sirene auf dem Dach des ehemaligen Gasthauses Pillhofer hat bald ausgedient.
Im Ortsteil Pruppach steht bereits eine der modernen elektronischen Sirenen.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.