27.10.2020 - 11:59 Uhr
HirschbachOberpfalz

Gemeinde Hirschbach nimmt 2020 keine neuen Schulden auf

Für ihren Haushalt hat sich die Gemeinde Hirschbach heuer mehr Zeit als andere genommen. Einige Zahlen daraus lassen aufhorchen, zum Beispiel bei der Gewerbesteuer.

Aktuell laufen die Bauarbeiten mit Hochdruck, um die Gemeindeverbindungsstraße in Achtel bald wieder freigeben zu können.
von Jürgen LeißnerProfil

Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat Hirschbach in seiner Oktober-Sitzung den Haushalt für das laufende Jahr. Der Verwaltungsetat schließt in Einnahmen und Ausgaben mit jeweils 2,616 Millionen Euro ab, der Investitionsteil mit 1,261 Millionen Euro. Als Gesamtvolumen stehen somit 3,877 Millionen Euro unter dem Strich.

Gegenüber dem Vorjahr unverändert, betragen die Hebesätze für die Grundsteuer A und B 360 von Hundert und für die Gewerbesteuer 380 von Hundert. Zu kämpfen hat die Gemeinde Hirschbach mit sinkenden Einwohnerzahlen: Zwischen 30. Juni 2018 (1 202) und 30. Juni 2020 (1 169) verlor sie 33 Bürger.

Trotz Corona werden mehr Einnahmen aus der Gewerbesteuer erwartet. Nach den 2019 angesetzten 260 000 Euro sollen heuer 340 000 Euro in die Kasse fließen. Deutlich wachsen auch die Schlüsselzuweisungen vom Land, nämlich von 296 504 Euro auf nun 555 060 Euro. Leicht sinkende Tendenz zeigen die Anteile aus Einkommensteuer (585 000 Euro) und Umsatzsteuer (25 000 Euro).

2020 kommt der von Kämmerer Thomas Pirner vorgestellte Haushalt ohne neue Schulden aus. Zum Jahresende werde die Gemeinde voraussichtlich mit 643 000 Euro in der Kreide stehen. Den Ausgleich des Haushalts ermöglichen 679 000 Euro aus der allgemeinen Rücklage, die auf 179 000 Euro abschmilzt. 2021 werde es wohl nicht ohne eine Kreditaufnahme in Höhe von 600 000 Euro gehen, stimmte Pirner den Gemeinderat ein.

Markante Posten im Verwaltungshaushalt sind die Personalausgaben für die Angestellten am gemeindlichen Bauhof, die Reinigungskräfte sowie die Aufwandsentschädigung für den Bürgermeister in Höhe von 45 000 Euro. Bis zum Ehrensold zahlt die Gemeinde dem abgewählten Bürgermeister Hans Durst bis April 2021 eine Überbrückungshilfe von 15 500 Euro.

Niedriger fällt die Kreisumlage aus. Hier sinkt der Ansatz von 610 000 auf 437 800 Euro. Die allgemeine Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Königstein erhöht sich von 197 200 im Vorjahr auf 238 900 Euro. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beträgt 146 000 Euro und soll bis zum Jahr 2023 auf 238 000 Euro ansteigen.

An Investitionen sind weitere 100 000 Euro für den laufenden Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Hirschbach veranschlagt. Das bereits bestellte neue Tragkraftspritzenfahrzeug - ebenfalls für die Feuerwehr Hirschbach - schlägt erst im Haushalt 2021 mit 130 000 Euro zu Buche. Für die Dorferneuerung in Achtel stehen heuer Architektenhonorare von 20 000 Euro auf der Liste. Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße im Ortsbereich Achtel belastet den Etat mit 270 000 Euro.

Vergaben von Badeaufsicht und Winterdienst

Die Badeaufsicht für das Freibad Hirschbach für die Saison 2021 vergab der Gemeinderat erneut an die Firma C+C Sicherheit aus Unterklausen zu geänderten Konditionen. Verlängert um sechs weitere Jahre wurde der Vertrag mit der MR Land Power GmbH aus Amberg für die Unterstützung des Räum- und Streudienstes in der Gemeinde.

Durchfahrtsbreite wird nicht beschränkt

Als letzter Punkt stand ein Antrag auf der Tagesordnung, die maximale Durchfahrtsbreite auf der Ortsverbindungsstraße von Ratzenhof nach Ziegelhütte bei Achtel mit 2,5 Meter auszuschildern. Land- und Forstwirten würde dadurch die Möglichkeit genommen, mit Maschinen zu ihren Flächen zu gelangen, war die Begründung für das einstimmige Nein.

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