05.07.2021 - 11:07 Uhr
HirschbachOberpfalz

Gebühren erhöht: Hirschbacher zahlen mehr fürs Wasser

Auf die Bürger in Hirschbach kommt eine höhere Grund- und Wassergebühr zu. Kämmerer Thomas Pirner stellte dem Gemeinderat dafür drei Varianten vor.

Am Fuße des Ossingers auf Höhe der Ortschaft Pruppach liegt einer der Wasserhochbehälter der Gemeinde Hirschbach.
von Jürgen LeißnerProfil

Der Gemeinderat Hirschbach hat sich bei seiner Sitzung mit der Neukalkulation der Wassergebühren für die Wasserversorgung innerhalb der Gemeinde befasst. Konkret ging es um die Kalkulation der Gebühren für die folgenden drei Jahre (bis 30. Juni 2023). Kämmerer Thomas Pirner von der Verwaltungsgemeinschaft in Königstein hatte dafür den Gebührenbedarf ermittelt und stellte diesen den Räten vor.

Im letzten Kalkulationszeitraum sei erfreulicherweise in der Wasserversorgung eine Überdeckung erwirtschaftet worden, erfuhr das Gremium. Laut Kommunalabgabengesetz ist eine solche Überdeckung im folgenden Bemessungszeitraum auszugleichen. Die Kostenüberdeckung beläuft sich laut Pirner immerhin auf 22.476 Euro. Trotz dieser Überdeckung sei aufgrund des geplanten Gebührenbedarfs eine Erhöhung der Wassergebühr notwendig. Der Bedarf ergebe sich aus einer Kalkulation der Planzahlen von Einnahmen und Ausgaben der Wasserversorgung für den Berechnungszeitraum. Der Gebührenbedarf liegt in Hirschbach bei 126.110 Euro jährlich.

Drei Varianten zur Auswahl

Bisher lag die Wassergebühr in der Gemeinde Hirschbach bei zwei Euro netto je Kubikmeter bei 60 Euro Grundgebühr, die von jedem Anschließer zu entrichten ist. Kämmerer Thomas Pirner arbeitete dem Gremium drei Varianten aus. Allen drei Szenarien sahen eine Erhöhung der Wassergebühr vor. Bei Variante eins wurde eine Reduzierung der Grundgebühr mit gleichzeitiger Erhöhung der Wassergebühr auf 2,64 Euro vorgeschlagen. Die Verwaltung favorisierte eine gleichbleibende Grundgebühr mit Erhöhung der Wassergebühr auf 2,46 Euro.

Nach kurzer Debatte und Abwägen von Pro und Kontra einigte sich der Gemeinderat letztendlich auf die vorgeschlagene dritte Variante. Dabei beträgt die Grundgebühr für die Hirschbacher künftig 100 Euro. Die Wassergebühr hingegen wird lediglich moderat auf 2,10 Euro netto angehoben. Hinzu komme noch die gesetzliche Mehrwertsteuer von sieben Prozent. Für die 355 Anwesen in der Gemeinde sei eine Wasserverkaufsmenge von 39 400 Kubikmeter jährlich zu erwarten. Die Räte beschlossen die Änderung der Wassersatzung.

Höherer Wasserpreis für Gemeinde

Aber in Hirschbach steigt nicht nur für die Bürger der Preis, sondern auch für die Gemeinde selbst. Hirschbach bezieht sein Wasser bei der Nachbargemeinde in Königstein. Gemäß dem Wasserlieferungsvertrag zwischen den beiden Kommunen mussten die Gebühren für den Wassereinkauf ebenfalls bis Ende des Jahres 2023 kalkuliert werden. Bisher zahlten die Hirschbacher an ihre Nachbarn 0,72 Euro pro eingekauften Kubikmeter Wasser. Die Hirschbacher Räte nahm die Einkaufsgebühren in Höhe von 0,91 Euro netto pro Kubikmeter zur Kenntnis.

Hintergrund:

Die neuen Wasserpreise

  • Grundgebühr künftig 100 Euro (bisher 60 Euro).
  • Wasserpreis künftig 2,10 Euro netto pro Kubikmeter (bisher 2 Euro netto).

Auch Freihung hat 2021 den Wasserpreis erhöht

Freihung

 

 

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