27.05.2021 - 15:05 Uhr
HirschbachOberpfalz

Fünf Euro für eine Nacht: Parkgebühren am Freibad Hirschbach

Die Nöte der Besucher des Terrassenfreibades in Hirschbach bei der Parkplatzsuche sind seit Jahren bekannt. Jetzt glaubt der Gemeinderat, ihnen das Leben etwas erleichtern zu können.

Künftig kosten das nächtliche Parken am Freibadparkplatz in Hirschbach
von Jürgen LeißnerProfil

Bereits im April beschäftigte sich der Hirschbacher Gemeinderat mit einer möglichen Nachtparkgebühr am Freibad Hirschbach und auf dem unterhalb davon gelegenen Wanderparkplatz. Wegen ihrer Lage am Berg sind vor allem Parkplätze am Freibad ebenso rar wie begehrt. In der Mai-Sitzung stimmten die Räte nun der von der Verwaltung ausgearbeiteten Parkgebührenverordnung zu.

Die Nachtparkgebühr am Freibad und auf dem Wanderparkplatz fällt in der Zeit von 20 bis 9 Uhr an und beträgt 5 Euro für eine Nacht. Tickets soll der Kassenautomat am Freibad ausgeben, der dafür noch entsprechend programmiert werden muss. Der Parkplatz im Hirschbacher Reichental ist von dieser Maßnahme nicht betroffen.

Die Kontrolle, ob die Nachtparker auch ihren Obolus bezahlen, übernimmt die kommunale Verkehrsüberwachung. Sobald dann die Telekom in Unterhirschbach ihre Pläne, einen Mobilfunkmast oberhalb des Freibads zu errichten, verwirklicht hat, will sich der Gemeinderat mit einer SMS- und App-Lösung für das Parkticket beschäftigen. Er sieht ein dichtes Handynetz als Grundvoraussetzung, um hier weiter arbeiten zu können.

Der Diskussionsstand nach der April-Sitzung

Hirschbach

Diskussion über Spielplatzpflege kommt in Gang

Seit 2006, also gut und gerne 15 Jahre, kümmerte sich Norbert Knorren ehrenamtlich und unentgeltlich um die Pflege des Spielplatzes in Hirschbach vor dem Haus des Gastes. Wegen einer neuen beruflichen Herausforderung sei ihm das künftig nicht mehr möglich, teilte er der Gemeinde in einem Schreiben an Bürgermeister Hermann Mertel mit. Dieser stellte die Frage nach einer zukünftigen Lösung im Gemeinderat zur Diskussion.

Als Gemeinderat und Gemeindearbeiter in Personalunion brachte Armin Linhard ein, dass grundsätzlich die Möglichkeit bestünde, die Spielplätze in der Gemeinde durch deren Mitarbeiter zu pflegen. „Dann brauchen wir hierfür aber entsprechendes Gerät, das gekauft werden müsste“, fügte er hinzu. In Achtel erledigten das Privatleute mit eigenem Werkzeug, ließ Gemeinderätin Rita Hafner die Runde wissen.

Zu Zeiten mit lediglich zwei Gemeindearbeitern sei der freiwillige Einsatz von Bürgern für die Spielplatzpflege sehr willkommen gewesen, erinnerte Zweiter Bürgermeister Stefan Steger. "Nun haben wir drei Kräfte, da könnte ich mir schon vorstellen, diese Tätigkeiten wieder als Gemeinde zu übernehmen", schloss er an. So soll es nun auch vorübergehend auf dem Spielplatz in Hirschbach geschehen.

Bürgermeister Hermann Mertel ist für die Zukunft auf der Suche nach Spielplatzpaten. Genauso wünscht er sich Meldungen von Freiwilligen, die interessiert daran wären, den ein oder anderen Wanderweg innerhalb der Gemeinde in Schuss zu halten. Neu ausgeschildert wurde durch die Gemeindearbeiter der Abschnitt des Simultankirchenradweges.

Kein Zuschuss für Stoffwindeln

Eine Bürgerin hat angeregt, einen Stoffwindelzuschuss in der Gemeinde Hirschbach einzuführen. Sie verwies dabei auf die Müllreduzierung. Gemeinderat Joachim Iwanek hatte recherchiert und herausgefunden, dass in der Oberpfalz nur der Landkreis Regensburg einen solchen Zuschuss gewähre. Der Landkreis Schwandorf biete als Alternative Müllsäcke an, während der Landkreis Amberg-Sulzbach zur Auffassung gelangt sei, dass das Waschen der Stoffwindeln einen schlechteren ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Bürgermeister Hermann Mertel verwies dieses Anliegen an den Landkreis als Verantwortlichen für die Abfallwirtschaft. Einstimmig lehnte der Gemeinderat die Anfrage ab.

Arbeiten im Schulhaus vergeben

Bürgermeister Hermann Mertel informierte über Beschlüsse in der nichtöffentlichen Sitzung im April, die allesamt die Vorbereitung des Schulhauses in Eschenfelden als Übergangsquartier für den Kindergarten betrafen. Die Sanitär- und Heizungsarbeiten erledigt die Firma Luber, die Malerarbeiten die Firma Dillinger & Sielaff, beide aus Sulzbach-Rosenberg. Um den Trockenbau kümmert sich die Firma Winkler aus Eschenbach. Der Auftrag für Tischlerarbeiten, Heizkörperverkleidungen und Türenelemente bleibt in der Gemeinde bei der Schreinerei Gössl aus Hirschbach.

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Hirschbach
Hintergrund:

Hirschbacher Sonderweg auf den Spielplätzen

In der Gemeinde Hirschbach gibt es aktuell drei Spielplätze. Während sich in anderen Kommunen in der Regel die Mitarbeiter des Bauhofs um diese Einrichtungen kümmern, gibt es hier andere Lösungen.

Der Spielplatz in Eschenfelden wurde beim Bau des Heizkraftwerkes vorläufig - auch wegen Überalterung der Geräte - zurückgebaut. Jetzt sollen dort wieder Spielgeräte installiert werden. Um die Pflege kümmerte sich bis dato die Reservistenkameradschaft, die Eschenfelden. Sie hat bei der Frankenpfalz einen Zuschuss aus dem Regionalbudget für den Spielplatz beantragt und zugesagt bekommen.

Der Spielplatz in Achtel steht auf Privatgrund, den die Gemeinde langfristig gepachtet hat. In Schuss hält ihn das Spielplatzteam in Achtel. Die Ehrenamtlichen treffen ihre Absprachen ohne Mitwirkung der Gemeinde. Für den Spielplatz in Hirschbach muss nach dem Rückzug von Norbert Knorren, der sich darum kümmerte, nun eine neue Lösung gefunden werden.

 

 

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