09.05.2021 - 12:03 Uhr
HirschauOberpfalz

„Lobby für Kinder“ macht sich in Hirschau für Präsenzunterricht stark

Einen inzidenzunabhängigen Präsenzunterricht mit Hygienekonzept ist der Herzenswunsch zum Muttertag der Initiative „Lobby für Kinder“, die am Wochenende in Hirschau mit einem Kunstprojekt auf sich aufmerksam machte.

Barbara Lauerer (rechts) von der Initiative "Lobby für Kinder" beteiligte sich wie viele Gruppierungen in Ostbayern an einer Bilderausstellung von Schülern am Hirschauer Marktplatz. Bürgermeister Hermann Falk (links) begrüßte die Aktion für mehr Präsenzunterricht.
von Adele SchützProfil

Auch in Hirschau haben sich einige Mütter und Väter auf Initiative von Barbara Lauerer aus Hirschau zusammengeschlossen, um sich für die „Lobby für Kinder“ stark zu machen. Mit einer kleinen Ausstellung von Bildern, auf denen die Schüler aus Hirschau ihre Herzenswünsche vor dem Hintergrund der Corona-bedingten Einschränkungen zum Ausdruck brachten, beteiligte sich die Gruppe um Barbara Lauerer an der Muttertagsaktion der Initiative "Lobby für Kinder". Die Bilder der Kinder waren auf Schulstühlen platziert, die mit ausreichend Abstand auf dem Marktplatz aufgestellt waren. Lauerer freute sich über das rege Interesse der Hirschauer an der Aktion, insbesondere darüber, dass einige Passanten eine Postkarte mit dem Muttertagswunsch nach mehr Präsenzunterricht der Initiative „Lobby für Kinder“ an Kultusminister Piazolo ausgefüllt haben.

Lauerer machte bei der Aktion bewusst, dass sie von dem monatelangen Homeschooling als Mutter von vier schulpflichtigen Kindern selbst betroffen sei und ihr deshalb klar sei, wie sehr die Kinder darunter leiden würden, dass sie nicht zur Schule gehen könnten. Lauerer verwies auf Studien, die belegen würden, dass sich bei Kindern seit Beginn der Pandemie immer mehr unterschiedliche psychische Probleme bemerkbar machen würden. „Kinder brauchen Kinder – Kindergärten und Schulen sind nicht nur Orte, an denen Bildung vermittelt wird, sondern vor allem Orte der Begegnung und der sozialen Interaktion“, so die Meinung von Lauerer. Aus diesem Grund habe sie sich der Initiative „Lobby für Kinder“ angeschlossen, die von der Kinderärztin Regina Schwindler und dem Allgemeinmediziner Alexander Ried aus dem Landkreis Schwandorf gegründet wurde. Die beiden Mediziner seien der Meinung, es gäbe keine Daten, die einen Zusammenhang zwischen Infektionen bei Kindern/Jugendlichen, Belastung der Intensivstationen und schweren oder sogar tödliche Verläufen bei älteren Erwachsenen belegen würden. Ihrer Meinung nach sei die Konsequenz daraus, dass Schulen und Kindergärten mit Hygienekonzept inzidenzunabhängig öffnen können, hieß es.

Lauerer: „Die Perspektivlosigkeit für die Familien muss ein Ende haben. Die Politiker müssen weg von der Fokussierung allein auf den Inzidenzwert, von dem derzeit die Regelung der Schul- und Kindergartenöffnung abhängt." Bürgermeister Hermann Falk, der bei der Aktion ebenfalls Präsenz zeigte, meinte, dass durch die Aktion die „Lobby für Kinder“ auf die enorme Leistung der Kinder und Erwachsenen aufmerksam mache, die monatelang beim Homeschooling erbracht wurde. „Die Schließung der Schulen im Zuge des Lockdowns führte bei Eltern und Schülern zu einer gesteigerten Wertschätzung von Schulen als Orte der Bildung, aber auch als Orte, wo Gemeinschaft gelebt wird“, betonte Bürgermeister Falk.

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Für die Muttertagsaktion der Initiative "Lobby für Kinder" haben Schüler Bilder angefertigt, um darauf aufmerksam zu machen, was ihnen ohne Präsenzunterricht fehlt und was sie sich in Zeiten von Homeschooling am meisten wünschen.

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