09.04.2021 - 16:17 Uhr
Herzogöd bei FuchsmühlOberpfalz

Neu gestaltete Anlage in Herzogöd: Wo Granit auf Basalt trifft

Eine neu gestaltete Anlage weist auf das Aufeinandertreffen von Granit und Basalt bei Herzogöd hin. Das geförderte Projekt wurde kürzlich offiziell vorgestellt.

Die Anlage, die im Zuge des geförderten Projekts „Granit trifft auf Basalt“ entstand, wurde kürzlich von Bürgermeister Wolfgang Braun und Geschäftsleiter Florian Heinl (von rechts) offiziell vorgestellt. Die kleinen Sitzgelegenheiten entstanden nach einer Idee des Bürgermeisters, die Installation nahm der Bauhof vor.
von Werner RoblProfil

Das Aufeinandertreffen von Granit und Basalt bei Herzogöd gilt als geologische Besonderheit. Darauf weist am Ortseingang nun eine kleine Anlage mit Infotafel, Gesteinsbrocken und Sitzgelegenheiten hin, die im Zuge des geförderten Projekts "Granit trifft Basalt" gestaltet wurde. Bürgermeister Wolfgang Braun und Geschäftsleiter Florian Heinl stellten das Ganze in diesen Tagen offiziell vor.

Wer glaubt, der Steinwald bestünde nur aus uraltem Granit, der irrt. Der höchstgelegene Punkt der Marktgemeinde Fuchsmühl sitzt bereits auf einem Basaltbuckel. Unweit davon befindet sich - noch im Steinwald - die Basaltanhöhe "Plößberg". Nur wenige Gehminuten von der Herzogöder Dorfgrenze entfernt beginnt bereits der Teichelberg. Dort prägt das Vulkangestein Basalt den Untergrund. Zeichen davon sind Basaltfindlinge, kugelige Steine (auch "Kulmitzer" genannt) oder markante Basaltnadeln und -stelen im Teichelberg-Steinbruch.

Zahlreiche Formationen

Geht man von Herzogöd aus in die andere Richtung, trifft man auf den Hackelstein und den Augsburger Felsen sowie auf viele andere Formationen aus Granitgestein. Zudem erwarten die Wanderer das ehemalige Kohlebergwerk in der Waldabteilung "Sattlerin" und das einstige Eisenbergwerk in der "Schottenbrunn". Bis 1881 wurde dort Eisenerz gefördert.

Mit dem Projekt "Granit trifft auf Basalt" soll über die geologischen Verhältnisse, Bodenschätze und Besonderheiten in und um Herzogöd informiert werden. Wie Bürgermeister Wolfgang Braun sagte, habe man den Zuwendungsbescheid im April 2019 erhalten. Mit den Arbeiten zur Errichtung der Anlage startete die Pullenreuther Tiefbaufirma Alois König dann im Herbst 2019.

Stelen und Obstbäume

Wie Wolfgang Braun beim Ortstermin weiter ausführte, beinhaltete der Gestaltungsauftrag den Ausbau des vorhandenen Platzes mit Granitpflastersteinen und Basaltschotter sowie die Gestaltung von Stelen. Zudem wurden eine Infotafel sowie Sitzgelegenheiten installiert. "Die Standorte an den in der Nähe zusätzlich aufgestellten Stelen - entlang des Rad- und Wanderweges - gewähren Ausblicke ins Stiftland, ins Fichtelgebirge und zur nahen Waldabteilung Sattlerin", informierte der Fuchsmühler Bürgermeister. Weiter wies das Gemeindeoberhaupt auf das Anpflanzen heimischer Büsche und Obstbäume hin. Diese sollen einen naturnahen Beitrag zur weiteren Verschönerung des Areals leisten.

Beratend unterstützt wurde das Projekt "Granit trifft Basalt" von der für den Altlandkreis Tirschenreuth zuständigen Kreisheimatpflegerin Maria Magdalena Stöckert aus Herzogöd. Die Gesamtkosten bezifferte Bürgermeister Braun auf rund 21 700 Euro. Finanziell unterstützt wurde "Granit trifft Basalt" mit 13 000 Euro aus den Leader-Fördertöpfen. Den Rest steuerte die Marktgemeinde Fuchsmühl in Form von Eigenmitteln bei.

Teil des Projekts „Granit trifft auf Basalt“ ist auch eine Infotafel.

Das Programm 2021 des Naturparks Steinwald

Friedenfels

 

 

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