SPD Kirchenthumbach schlägt rauere Töne an

Trotz des Wetters finden sich viele Bürger in der "Mauth“ in Oberlenkenreuth ein, um den Worten von Bürgermeister Jürgen Kürzinger zu lauschen. Dass der Ton zum Ende der Wahlveranstaltungen rauer werden würde, wird gleich zu Beginn klar.

Bürgermeister Jürgen Kürzinger stellt beim Ortsgespräch in der "Mauth" die Pläne der SPD vor.
von Jürgen MaschingProfil

„Ich werde heute keine thematische Einleitung machen, wie sonst“, stellte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jan Wiltsch zu Beginn der SPD-Wahlveranstaltung klar. „Ich werde heute direkten Bezug auf den Wahlkampf nehmen.“ „Der Wahlkampf zeichnet sich ja dadurch aus, dass jede Partei unterschiedliche Meinungen zu den verschiedenen Themen hat“, sprach Wiltsch weiter. „Nur man sollte bei der Wahrheit bleiben und zu seinen Entscheidungen stehen.“ Auch sollte man klar ausdrücken, wo man in Zukunft hin will, meinte er. Zudem betonte er, dass niemand besser werde, wenn er andere schlechter mache. „Wenn man jemanden permanent schlecht macht, lenkt dies von der eigenen Planlosigkeit ab“, sagte Wiltsch außerdem. Visionen und Ziele seien schön, seien aber auch „Nebelkerzen“, eigentlich nur „Worthülsen“. „Ein Bürgermeisterkandidat versteckt sich hinter seinen Kandidaten und bezieht nicht öffentlich Stellung zu seinen Themen“, hieß es in Richtung CWG gemünzt. Wiltsch ärgerte sich auch über falsche Aussagen. Falsch sei beispielsweise der Vorwurf, dass durch die Kostensteigerung beim Überlaufbecken Mittel für Schule und Abwasserversorgung fehlen würden. „Dies sind im Haushalt komplett andere Positionen“, erklärte er. Auch die vorgeworfene "Hinterzimmerpolitik" wies er zurück.

Dann ging es um die Umgehungsstraße. Die Aussage von Marktgemeinderat Richard Götz („Plößner kann Umgehungsstraße“) sieht Wiltsch als völlig falsch an. „Der Bürgermeister kann nicht Umgehungsstraße. Träger ist das Staatliche Bauamt und der Freistaat Bayern und nicht die Kommune. Das war 2015, 2016 so und ist auch heute noch so. Da kann auch ein Herr Plößner nichts machen.“

Die CWG gehe im Wahlkampf mit den Bürgern nicht immer aufrecht um, sagte Wiltsch. Es würden Themen vermischt, und die Wahrheit sei immer etwas komplexer. „Wenn man jetzt die Medien verfolgt, könnte man meinen, es ist alles schlecht gewesen in den letzten Jahren. Dies ist aber nicht so. Wir haben 87 Prozent der Abstimmungen einstimmig getätigt“, stellte Wiltsch am Ende seiner Rede klar.

Nach der Vorstellung der Marktgemeinderatskandidaten sprach Bürgermeister Jürgen Kürzinger über die bekannten Wahlkampfthemen der SPD. Zudem stellte er die anstehenden Aufgaben in Heinersreuth und Lenkenreuth in den Mittelpunkt. Diese hatten Manfred Schaller, Rudi Stopfer und Gerd Kaufmann in die Wege geleitet. „Vor zwei Jahren kamen sie auf mich zu und meinten, wir wollen schon etwas aus unserem Dorfplatz machen“, sagte Kürzinger. Und es konnte etwas gemacht werden. „Verdammt gut ist es geworden, das Konzept“, so der Bürgermeister. Beim Amt für ländliche Entwicklung wurde vorgesprochen und dort stießen die Pläne auf offene Ohren. „Wir haben die Zusage, Lenkenreuth und Heinersreuth bekommen eine Dorferneuerung“, freute sich Kürzinger. „Manfred Schaller, Rudi Stopfer und Gerd Kaufmann haben hier etwas für ihre Ortschaften gemacht, ich habe nur die Kontakte geknüpft. Ihnen zollt der größte Respekt.“

Zum Ende der Veranstaltung kamen noch ein paar kurze Anregungen und Fragen auf. Wie es bei der Internetanbindung in Oberlenkenreuth aussehe, die ja bekanntlich im Telefonnetz Creußen angeschlossen ist, wollte jemand wissen. Ein anderer Wunsch galt Heinersreuth. Hier wäre an der Ortseinfahrt eine Geschwindigkeitsmaßnahme gut. Bürgermeister Kürzinger sagte, er wolle sich alles ansehen und die Bürger informieren, was gemacht werden könne.

 

 

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