Jagdgenossenschaft Heinersreuth blickt zurück auf das Jahr 2020

Eine der zahlreichen Jagdeinrichtungen im Heinersreuth Revier
von Redaktion ONETZProfil

Die Jagdgenossenschaft Heinersreuth hat die turnusmäßige Jahresversammlung wegen der aktuellen Situation auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die Vorkommnisse aus dem Jagdrevier sowie der Vorstands- und Kassenbericht liegen aber bereits vor. Im Gemeinschaftsjagdrevier Heinersreuth scheint ein akuter Wildschweinmangel zu herrschen scheint. Maximilian Wien, Pächter des Heinersreuther Jagdreviers, teilte mit, dass das Schwarzwild wenig bis gar nicht vorhanden gewesen sei. Sobald Spuren desselben ersichtlich war, habe man sich gezielt angesetzt, speziell in der Nacht. Dies habe ergeben, dass keine nennenswerten Wildschäden auf Feld- und Wiesenflächen zu verzeichnen waren. Der Wildschaden solle weiterhin durch eine strenge Bejagung in Grenzen gehalten werden.

Bei Rehwildes habe man auf die Bejagung in den Monaten Mai und September gezielt auf die Staatsstraßen gelegt. Trotz eines Rückganges seien trotzdem noch fünf Unfallrehe zu verzeichnen. Inklusive des Unfallwildes stehen auf der Streckenliste 2020/21 neunzehn Stück Rehwild, aber lediglich fünf Stück Schwarzwild. Auch zehn Füchse seien auf der Liste und eine geringe Stückzahl anderen Getiers. Bezüglich der Absprache mit den Landwirten wegen Meldung von beabsichtigten Mäharbeiten hatten sich bis auf wenige Ausnahmen alle daran gehalten. Anerkennende Worte gab es für die gute Zusammenarbeit mit der Jagdgenossenschaft und den Jagdgenossen, unter deren Mithilfe im abgelaufenen Jagdjahr vier neue Reviereinrichtungen aufgestellt worden waren. Bei auftretenden Problemen könne man sich an die bekannten Jäger wenden.

Monika Besold, zuständig für die Finanzen, konnte die beabsichtigte Erhöhung der Rücklage bestätigen. Man hatte im Vorjahr beschlossen, den Jagdpachtschilling nicht auszuzahlen. Bis auf wenige Ausnahmen habe der Großteil der Jagdgenossen auf ihren Anteil verzichtet. Seitens des Jagdvorstandes Gerhard Weiß und des Bürgermeisters Jürgen Kürzinger würden im Laufe des Jahres bis zum Sommer versucht, die momentan nicht mögliche Versammlung nachzuholen. Hier müsse unter anderem die Verwendung des Jagdschillings neu beschlossen werden. Auch der seit 2011 bestehende Jagdkataster müsse erneuert werden. Die alljährlich stattfindenden Wegebaumaßnahmen und Säubern der Gräben müsse wieder fortgesetzt werden. Dies sei im abgelaufenen Jahr nicht möglich gewesen. Zudem wurde an Monika Besold zu ihrem runden Geburtstag ein Geschenk überreicht. Der Jagdvorstand teilte noch mit, dass die bayerische Forstverwaltung ein forstliches Gutachten zur Verfügung stellen werde. Auf dieser Grundlage könnten für die Jagdjahre 2022 bis 2025 die Abschusspläne erstellt werden.

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