07.07.2021 - 13:21 Uhr
Harlachberg bei PullenreuthOberpfalz

Jugend-Aktionstag bei "Steinwaldia": Neue Geister und Fallgruben für Wanderweg

Der Geisterwald bei Harlachberg heißt jetzt "Geister- und Augenwald". Die Gesellschaft "Steinwaldia" krempelte mit der Unterstützung von Kindern die Ärmel hoch, um den beliebten Wanderweg neu zu gestalten. Dort gib es vieles zu entdecken.

von Werner RoblProfil

Bei Harlachberg gehen die Geister um. Den Spukgestalten soll man im Wald sogar tagsüber begegnen, was eigentlich ungewöhnlich ist. Doch keine Angst: Die unheimlichen Gesellen sind völlig harmlos. Die Rede ist vom rund einen Kilometer langen Geisterwald im Naturpark Steinwald. Wanderer können die Wegstrecke nur zu Fuß erleben. Für Autofahrer stehen am Wasserreservoir Parkplätze bereit. Von dort aus sind es noch wenige Schritte zum stacheligen Drachen, der den Eingang bewacht.

Spuk-Gestalten sind verblasst

Aber viele der Spuk-Gestalten wurden vom Zahn der Zeit schwer in die Mangel genommen. Manches ist verblasst. "Viele der Stücke wurden unansehnlich", sagte Norbert Reger, Vorsitzender der Gesellschaft "Steinwaldia". Andere Dinge verschwanden sogar ganz von der Bildfläche. Deshalb wird der Geisterwald in regelmäßigen Abständen ergänzt. Auch weil in den Köpfen der Verantwortlichen neue Ideen reifen. "Alle zwei Jahre wird der Weg, unter Verwendung von naturnahem Material, sogar ganz aufgefrischt", erklärte Reger. Kunststoffe seien dabei verpönt.

Genau das geschah auch bei einem Jugend-Aktionstag, der von Benedikt Lippert und Katrin Mayer geleitet wurde. Dabei erhielt der Geisterwald durch den "Steinwaldia"-Nachwuchs ein frisches Gesicht. Die Kinder bemalten unter Anleitung Gegenstände, die im Anschluss im Wald versteckt wurden. Der Waldrand wurde zur Künstlerwerkstätte. Seither hat der Wanderweg auch einen neuen Namen. Der beliebte Weg nennt sich künftig "Geister- und Augenwald". Die neuen Schilder, die den Weg begleiten, stammen aus der Werkstatt von Stefan Pinzer.

Gespenster und Spinnennetze

Die Aktion wurde von Norbert Reger und weiteren Ehrenamtlichen aus den Reihen der Gesellschaft "Steinwaldia" unterstützt. "Wir möchten den Wanderern und Radfahrern zeigen, dass sich bei uns wieder etwas tut", erklärte der Vorsitzende. Und so schmücken nun neue Gespenster, Fallgruben und Spinnennetze den Wanderweg. "Man sollte, um den Geisterwald ganz erleben zu können, mehr als zwei Stunden einplanen und den Weg mehrmals vor- und zurück gehen", riet Reger. Immer wieder entdecke man Neues und Interessantes.

Der Erlebniswanderweg wurde 2004 von Petra und Gerhard Kellner sowie 50 Helfern initiiert. Das Besondere: Auf dem Weg begegnet man sonderbaren Unholden. Entdecken kann man auch eine lautlose Windharfe, Hexen, verwunschene Pflanzen, Kräuter und Bäume. "Man muss nur die Augen offenhalten", sagte Reger, der sich als ehemaliger Revierförster in der Gegend auskennt. Der geheimnisvolle Wanderweg habe sich zu einem Geheimtipp entwickelt. "Das Interesse ist sehr groß", erklärte der Vorsitzende. So sind am Wanderparkplatz oft unterschiedliche Autokennzeichen zu sehen.

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Pullenreuth

"Alle zwei Jahre wird der Weg, unter Verwendung von naturnahem Material, sogar ganz aufgefrischt."

Norbert Reger, Vorsitzender der Gesellschaft „Steinwaldia“

 

 

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