27.10.2020 - 10:03 Uhr
HahnbachOberpfalz

Frauenbund sammelt ausrangierte Handys

Rund 200 Millionen ausgediente Handys liegen in deutschen Schubladen herum. Sie enthalten seltene und wertvolle Rohstoffe. Für den Frauenbundbezirk Sulzbach-Rosenberg ein guter Grund, eine Handy-Sammelaktion zu veranstalten.

Die beiden Bezirksvorsitzenden des Katholischen Frauenbunds, Margarete Hirsch (rechts) und Kerstin Aufschneider (links), fordern die Bevölkerung auf, insbesondere die Mitglieder der neun Zweigvereine, die Handy-Sammelaktion des Hahnbacher Frauenbunds zu unterstützen. Mit dem Erlös wird der Aufbau einer Schule in Afrika unterstützt.
von Werner SchulzProfil

Gestartet wurde die Aktion vom Zweigverein Hahnbach des Katholischen Deutschen Frauenbunde (KDFB) im Rahmen der bundesweiten Kampagne „bewegen“ und der Aktionswoche „für mich. für dich. fürs Klima.“ Mit dem Handy-Sammelprjekt macht der Verbraucher-Service Bayern des KDFB auf die ausrangierten Altgeräte aufmerksam und führt diese einer weiteren Nutzung oder der Wiederverwertung zu. Mit dem Erlös wird der Aufbau einer Schule in Afrika unterstützt.

Auch wenn die Mobiltelefone relativ klein sind, beinhalten sie doch zahlreiche wertvolle Rohstoffe. So sind in einem Handy rund 60 verschiedene Materialien enthalten. Darunter befinden sich unter anderem Kupfer, Eisen, Aluminium, kleine Mengen Gold und Silber sowie kritische Rohstoffe wie Kobalt und Seltene Erden, die nur begrenzt haltbar sind oder aus Konfliktregionen stammen. Zudem geht deren Abbau oft mit beträchtlichen Belastungen für Mensch und Umwelt einher. Das Recyceln der Handys ist daher wichtig, um die wertvollen Inhaltsstoffe zumindest zum Teil wieder zu gewinnen, aber auch um Schadstoffe umweltgerecht zu entsorgen.

In Hahnbach können die ausgedienten Handys noch bis zum 1. Advent (Sonntag, 29. November) bei Elektro Winkler (Poststelle) abgegeben werden. Dort steht eine Sammelbox während der Geschäftszeiten bereit. Gut 20 Kilogramm wurden bereits abgeliefert. Die gesammelten Geräte werden dann dem Verbraucher-Service des KDFB zugeführt. Sie werden erfasst, überprüft und anschließend fachgerecht recycelt oder zur Wiederverwendung aufbereitet. Gespeicherte Daten werden, wo nötig, in einem zertifizierten Prozess gelöscht. Die beiden KDFB-Bezirksvorsitzenden Margarete Hirsch und Kerstin Aufschneider appellieren an die Bevölkerung, insbesondere an die Mitglieder der neun Zweigvereine, die Aktion zu unterstützen.

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