03.01.2021 - 13:32 Uhr
HahnbachOberpfalz

Festspiel zum 900. Geburtstag wird verschoben

Es hätte das großes Jubiläumsjahr werden sollen: 2021 feiert der Markt Hahnbach seinen 900. Geburtstag. 1121 taucht der Name „Hanenbach“ nachweislich zum ersten Mal in einer Urkunde auf. Das Coronavirus speckt das das Programm zunächst ab.

Adrian, Silvia und Mia Wainio freuen sich schon auf die historischen Aufführungen auf dem Frohnberg in ihren Kostümen. Natürlich ist auch ihr Auftritt abhängig von der pandemischen Lage.
von Autor MMAProfil

Es ist eine traurige Nachricht, die Hahnbachs Bürgermeister Bernhard Lindner verkündet: Die Hauptattraktion im Jubiläumsjahr seiner Gemeinde, das Festspiel, muss abgesagt werden. Wie so oft in den vergangenen Monaten lautet der Gund dafür: das Coronavirus.

In einem Brief ans Festkomitee vermerkt er, dass „im Austausch und im Einvernehmen mit dem Festspielleiter Jürgen Huber, dem Co-Regisseur Thomas Fenk und dem musikalischen Leiter Sam Kraus festgelegt wurde, dass unter den derzeitigen Rahmenbedingungen das Festspiel im Mai/Juni 2021 nicht umsetzbar“ sei. Denn unter realistischer Betrachtung hätte der Probenbetrieb mit gut 75 Mitwirkenden im Januar 2021 starten sollen. "Das ist derzeit nicht realisierbar." Schon habe man sich der Unterstützung aller Mitwirkenden versichert und die Aufführungen an der Freilichtbühne auf dem Frohnberg auf das Jahr 2022 verlegt. Auch Bühne, Lichtshow, Technik und manches mehr konnten noch rechtzeitig umgebucht werden.

Das ist geplant für das Festspiel

Hahnbach

Ein Fortführen im Jahr 2022 sei zudem durchaus zu rechtfertigen, erklärt auch Heimatpflegerin Marianne Moosburger, da jene Urkunde mit dem Ministerialen Erkinbertus de Hanenbach am 2. November 1121 ausgestellt worden sei und man dieses Datum auch als „Auftakt“ nehmen und einige Festivitäten ins kommende Jahr transferieren könne. Eine gute Nachricht gibt es dennoch: Viele weitere Angebote für 2021 können aber doch höchstwahrscheinlich geplant werden. "Wenngleich natürlich unter ,Corona-Bedingungen', also mit Maske und Abstand", sagt Lindner.

Kleine Veranstaltungen möglich

Beginnen sollen diese mit „Kirche und Wirtshaus mit Pfiff“ am Sonntag, 18. April, um 17 Uhr: Heimatpflegerin Moosburger führt durch die Pfarrkirche St. Jakobus, wo Organist Wolfgang Rau die jeweiligen Bauschritte mit einer passenden Orgelmusik aus jener Zeit und kurzen Erklärungen ergänzt. Ausklingen soll der Abend im Gasthof Ritter. AOVE, KEB, EBW, die Kulturwerkstatt Amberg, Auerbach, Landkreis sowie der Naturpark Hirschwald laden dazu ein. Eine weitere Kirchenführung mit Moosburger, allerdings in der Wallfahrtskirche auf dem Frohnberg, mit der AOVE, ist für Sonntag, 8. August, um 14 Uhr geplant.

Gespannt darf man auch auf die „Frohnbergszenen“ sein, die ein achtköpfiges Team in historischen Kostümen am Sonntag, 2. Mai, und Sonntag, 12. September, um 15 Uhr anbieten will. Marianne und Josef Moosburger, Gretl Mildner, Silvia, Mia und Adrian Wainio, Lars Romfeld und Renate Winter, unterstützt von Elisa Romfeld möchten auf dem Bergplateau in einem gut 90-minütigen Rundgang in „Sieben-Meilen-Schritten“ die Geschichte dieses „heiligen Bergs der Hahnbacher“ miterleben lassen. Als Veranstalter fungiert auch hier die AOVE, die bereits limitierte Anmeldungen entgegen nimmt.

Coronaunabhängig ist der „Weltteppich“ des Obst- und Gartenbauvereins am Samstag, 24. Juli, am Patrozinium von St. Jakobus zu bestaunen. Weltweit sollen an diesem Jakobifestsonntag vor den Stationskirchen jene aus Spanien koordinierten bunten Jakobussymbole die Menschen verbinden.

Vorträge, Konzerte, Feste unsicher

Ob Feste, Konzerte und Vorträge wie etwa der „Mej Lädda: Täterä Hahnbach“ – Mundarttag am Sonntag, 9. Juni, oder das Jubiläumssommernachtsfest des MGV Ursulapoppenricht unter dem Motto „Summa, bleib no a weng!“ am Samstag, 19. Juni, um 18 Uhr am Feuerwehrhaus in Ursulapoppenricht stattfinden können, ist noch nicht klar. Gleiches gilt eben unter anderem auch für den Vortrag des Archivars David Austermann im Sitzungssaals des Rathauses am Freitag, 10. September, zum Thema „Tourismus im Dritten Reich".

In Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Schülern der Max-Prechtl-Grundschule soll darüber hinaus ein Geschichtsweg auf der Gockelwiese entstehen, den man zum Jahrtag der Ausstellung jener Urkunde, am Dienstag, 2. November, eröffnen will.

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