23.10.2020 - 13:42 Uhr
GuteneckOberpfalz

Erich von Däniken in Guteneck: Außerirdisches Leben nicht völlig anders

Es ist eine der wenigen hochkarätigen Veranstaltungen und einer der wenigen, wenn nicht gar der einzige, Live-Auftritt von Erich von Däniken. Im Stadel auf Schloss Guteneck legt er dar: "Wir sind Ableger von anderen Systemen."

Erich von Däniken zufolge waren und sind die Außerirdischen schon da. Im Gutsstadel von Guteneck stellte er seine mit Bildern und Belegen untermauerte Betrachtungsweise dar.
von Irma Held Kontakt Profil

Der Stadel ist unter Einhaltung gültiger Vorschriften am Donnerstagabend voll besetzt mit Besuchern aus ganz Bayern. Einige sind auch aus Köln angereist, um Erich von Dänikens Thesen zu hören. Burkhard Graf Beissel von Gymnich hat den in Wissenschaftskreisen umstrittenen Schweizer im Zuge der Veranstaltungsreihe "Zukunft Erde" eingeladen. Für ihn, den Schlossherrn, sei es eine große Ehre, dass eine Koryphäe wie Däniken in die Oberpfalz komme. Die Menschen würden immer offener und warum solle man nicht darüber reden, was Däniken vertrete. Er untermauere seine Thesen mit viel Arbeit, zollt Graf Beissel Respekt.

Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk beginnt der 85-Jährige um 19.30 Uhr zu reden, darüber, dass die Außerirdischen längst da waren und noch unter uns sind. Als Belege dafür führt er unter anderem das Alte Testament, genauer die Beschreibungen Ezechiels oder dessen Maßangaben über ein Bauwerk, oder Darstellungen der Mayas an. Und laut Erkenntnissen der Nasa gebe es 4,5 Milliarden erdähnlicher Planeten.

Mit seiner sonoren Stimme mit Schweizer Akzent räumt er mit der durchaus gängigen Vorstellung auf, dass Außerirdische immer fremd aussehen müssen und immer nach einem völlig anderen außerirdischen Leben gesucht werde. Er zeigt Aufnahmen von dreifingerigen Mumien aus Nasca in Peru. Erich von Däniken zitiert in Guteneck Wissenschaftler, die zu der Erkenntnis gekommen sind, dass der Ursprung dieser Kreaturen nicht auf diesem Planeten liege. Aber: "Niemand will sich daran die Finger verbrennen", sagt er. Er kommt zu der Schlussfolgerung: "Wir suchen nach Außerirdischen, und in Wahrheit liegen sie vor uns."

Erich von Däniken wirkt als feiner zurückhaltender Mann, kein sektiererischer Eiferer, der seine Thesen in den Zuhörerraum, in dem auch viele Jüngere sitzen, schreit. Er ist ein Mann der leisen Töne, bezeichnet sich als einen der wenigen, der jeden Abend bete. Es habe auch nichts zu tun mit einer anderen Religion, was er hier mache. Für die Religion aber auch für die Wissenschaft seien wir die Größten, die Krone der Schöpfung. Darin herrsche Gleichklang. Er habe gute Gründe, führt er an, dass man seine Betrachtungsweise zur Kenntnis nehme. Es gehe ihm dabei nicht um Rechthaberei. Noch kurz streift Erich von Däniken, der vor 50 Jahren mit seinem Buch "Erinnerungen an die Zukunft" mit einem Schlag berühmt wurde, sein neuestes Werk "Evolution". Es greift die Frage auf: "Sind wir gesteuert?" Seine Abschlussworte klingen aktuell, betreffen die Coronakrise: "Wir müssen das durchhalten."

Philosoph und Wissenschaftler Dr. Wolfgang Berger auf Schloss Guteneck

Die Pläne des Schlossherrn

Guteneck
Zitate :

Aussagen Erich von Dänikens

  • Was haben die Mayas imitiert? Wir wissen es nicht.
  • Es ist nicht so, als wären die Rätsel gelöst.
  • Vor rund 14 000 Jahren sollen die Götter unter den Menschen gewesen sein, sagt Herodot. Und er ist nicht der einzige.
  • Ich bin nie ein gottloser Mensch geworden.
  • Die Außerirdischen landeten nicht mit einer Rakete.
  • Das Mutterraumschiff bleibt im Orbit.
  • Wir meinen immer, Außerirdische müssen anders aussehen.
  • Es gibt Ufo-Sichtungen, die man ernst nehmen muss.
  • Wir blocken Realitäten ab.
  • Glauben müssen Sie kein Wort.
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