12.06.2020 - 10:57 Uhr
Griesbach bei MähringOberpfalz

Wasser-Verbindungsleitung kommt noch heuer

Die umfassende Sanierung der Wasserversorgung in Mähring kostet sehr viel Geld: Insgesamt 3,7 Millionen Euro. Weil die Maßnahmen jedoch dringen nötig sind, stimmte der Marktrat einstimmig für die Pläne.

Der Hochbehälter in Griesbach (unser Bild) wird abgerissen und neu gebaut.
von Konrad RosnerProfil

Mächtig ins Geld geht die Sanierung der Wasserversorgung im Gemeindegebiet Mähring. Wie Christine Nikol und Michael Eigner vom Ingenieurbüro Münchmeier-Eigner in der vergangenen Marktratsitzung erklärten, belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 3,7 Millionen Euro. Es gebe 1,5 Millionen Euro an staatlicher Förderung, so dass ein Eigenanteil von 2,2 Millionen Euro bei der Marktgemeinde bleibt. Christine Nikol und Michael Eigner stellten die geplanten Verbesserungsmaßnahmen für die Wasserversorgung im Gemeindebereich noch einmal sehr detailliert vor, da es durch die Kommunalwahlen einen großen Wechsel bei den Marktgemeinderäten gab. Die Sitzung fand wegen der Corona-Pandemie im großräumigen Griesbacher Jugendheim statt, bei allerdings sehr schlechter Akustik.

Umsetzung binnen drei Jahre

Christine Nikol verwies darauf, dass 2019 mit dem Bau des Hochbehälters in Mähring und dem Bau der Verbindungsleitung von Laub nach Asch, das insgesamt rund 765 000 Euro kostete, die Maßnahme gestartet wurde. In diesem Jahr sollen die Quellsammel-Schächte in Mähring erneuert werden, zudem ist eine Verbindungsleitung von Poppenreuth nach Mähring, inklusive zweier Pump-Schächte und einem Druckminderer in Planung. Diese Leitung soll noch im Herbst diesen Jahres gebaut werden.

Rückblick auf den Maßnahmenbeginn

Großkonreuth bei Mähring

2021 stehe die Sanierung der Entsäuerungsanlage in Poppenreuth auf dem Plan, zudem sollen die Wasserleitung zu den Hochbehältern in Poppenreuth und Lauterbach erneuert werden. Ersatzneubauten stehen für die Entsäuerung in Asch und dem Hochbehälter in Griesbach an. All diese Maßnahmen seien unbedingt nötig, um die Wasserversorgung zu verbessern.

Gerorg Rubenbauer (CSU) fand die Kosten enorm hoch: "Es muss doch eine günstigere Lösung geben, etwa wenn wir das in Eigenregie machen." Michael Eigner betonte, dass dann eine Gewährleistung nicht möglich sei. "Wir versuchen, die wirtschaftlichste Lösung zu finden", stellte Christine Nikol klar. Bürgermeister Franz Schöner berichtete, dass jahrelang wenig im Bereich der Wasserversorgung getan worden sei. "Gott sei Dank gibt es aktuell eine Förderung." Auch er sei über die hohen Kosten nicht erfreut.

Der Wasserpreis werde wohl erheblich ansteigen - in welcher Höhe könne Schöner erst sagen, wenn die genauen Zahlen vorlägen. Nach einer sehr intensiven Diskussion stimmte der gesamte Marktgemeinderat geschlossen für das Konzept zur Verbesserung der Wasserversorgung. Zudem wurde über jede einzelne Maßnahme separat abgestimmt, jeweils einstimmig.

Der Marktgemeinderat besichtigte den neuen Mähringer Hochbehälter

Mähring
Weitere Themen der Marktratsitzung im Juni:

Einstimmig votierte der Marktrat Mähring in seiner vergangenen Sitzung für die Anbringung eines Spiegels am Ortseingang von Mähring im Bereich des Mühlenhofs. Dort sei die Kreuzung schlecht einsehbar. Zudem werde dort ein Hinweisschild aufgestellt.

Das Gremium gehnehmigte zudem auch drei Bauanträge, unter anderem für eine Unterstellhalle. Bürgermeister Franz Schöner informierte ferner die Markträte, dass für den Bau einer Vereinsscheune am Anger in Großkonreuth ein Antrag für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn gestellt wurde.

Weiterhin vakant ist der Posten des Beauftragten für Jugend und junge Familien. Zwar seien schon mehrere Personen angesprochen worden, bisher gab es jedoch noch keine Zusage, hieß es in der Marktratsitzung. Eine junge Dame sei im Gespräch, man warte aber noch auf deren Antwort.

Michael Eigner und Christine Nikol stellten dem umfangreichen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Wasserversorgung in Mähring sehr detailliert vor.
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