11.12.2019 - 11:33 Uhr
Griesbach bei MähringOberpfalz

Rock-Musical bringt Familie wieder zusammen

Eine große Show gab es in Griesbach zu sehen: Beim Musical "W.I.R" begeisterten die Großkonreuther Blasmusik und befreundete Musiker das Publikum. Bei beiden Vorstellungen war der Saal voll besetzt.

Das Förderprogramm "Kultur macht stark" unterstützte den Verein finanziell bei der Umsetzung des Projekts.
von Redaktion ONETZProfil

Ein großes Orchester, ein bunt gemischter Chor und selbstgebastelte Kulissen: Was die Großkonreuther Blasmusik auf die Bühne zauberte, gibt es nicht oft in der Region. Beim Musical "W.I.R" waren ungefähr 150 Personen aller Altersklassen beteiligt. Das Orchester, dirigiert von Markus Werner, bestand aus Mitgliedern der Großkonreuther Blasmusik sowie befreundeter Kapellen aus dem Landkreis und darüber hinaus. Auch drei Schüler der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg unterstützen das Orchester. Die verschiedensten Holz- und Blechblasinstrumente erhielten zudem Verstärkung von zwei E-Gitarren, die dem Musical seinen Rock-Sound gaben – denn der spielte im Stück eine ganz wichtige Rolle: Sie unterstrichen den Auftritt des rebellierenden und gewaltbereiten Teenagers, stark und überzeugend gespielt von Christian Urbanek.

Wenn eher leise Töne erklangen, ergriff seine verzweifelte Mutter (ebenfalls stark gespielt von Anja Sporer) das Wort. Die beiden singen von einer zerbrochenen Familie, der Überforderung der allein erziehenden Mutter und den Ängsten und Bedürfnissen des Sohnes. Währenddessen zählt der Chor auf, was die Jugendlichen heutzutage so alles wollen: Ballerspiele, superschnelles Internet, soziale Medien und Fernsehen. Und schließlich erkennt der Sohn: "Das alles wollte ich. Aber was ich brauchte, war eine Familie – mit allem, was dazugehört". Das bekräftigte auch der Chor: "Family und Zeit für sie, Förderung und Zuwendung, das brauchen die Kids." Mit dem Musical gelang es den Beteiligten, die schwierige Thematik einer zerbrochenen Familie aufzugreifen und dem Publikum mit viel Liebe, eingängigen Melodien und starkem Schauspiel eine wichtige Botschaft zu übermitteln: Wenn die Familie zusammenhält, ist alles so viel leichter und schöner.

Zum großen Erfolg trug auch die Lichttechnik bei, die das Geschehen perfekt in Szene setzte. Zudem saß mit Jürgen Dendorfer ein erfahrener Mann am Mischpult, der die bestehende Anlage auf Musical-Niveau erweiterte. Hinter den Kulissen koordinierten Helfer der Großkonreuther Blasmusik den reibungslosen Ablauf. Außerdem unterstützten Werner Fritsch (Einstudierung Chor) und Anneliese Kühn (Einstudierung Choreografie) den Dirigenten Markus Werner, der auch die Gesamtleitung des Projektmusicals übernahm. Dafür dankten ihm die Musiker und auch Pfarrer Charles Ifemeje nach der Aufführung.

Auch die Nachwuchsmusiker des Vereins durften auf der Bühne ihr Können zeigen: Die Kinder der musikalischen Früherziehung spielten auf dem Tombalino, der Blockflöte, der Plastiktrompete, der Ukulele und der Blockflöte bekannte Melodien. Im Anschluss brachten die Bläserklassen mit Stücken wie "Fröhliche Weihnacht überall" und "Kling Glöckchen" weihnachtliche Stimmung in den Saal. Die jungen Musiker hatten außerdem gemeinsam mit Eltern, Geschwistern und Helfern des Vereins Plätzchen gebacken, die nach den Aufführungen verkauft wurden. Der Erlös kommt der Jugendarbeit der Großkonreuther Blasmusik zugute.

Christian Urbanek spielte den jungen Rowdy.
Anja Sporer als verzweifelte Mutter
Auf einer Autofahrt erinnern sich Mutter und Sohn, wie glücklich sie vor ein paar Jahren noch zusammen waren.
Die Bläserklassen unter Leitung von Markus Werner (vorne links)
Die Jüngsten des Vereins beherrschen bereits einige Instrumente
Der Projektchor, bestehend aus Musikern, Familienmitgliedern und Freunden
Das vollbesetzte Orchester samt Sonderinstrumente wie Oboe, Bassposaune und Kontrabass
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