01.12.2020 - 15:35 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Zusätzliche Räume für Chemikalien im Waldbad Grafenwöhr

Durch zwei Anbauten soll der aufwendige und gefährliche Transport von Chemikalien zwischen Keller und Erdgeschoss in Zukunft wegfallen. Die Mehrkosten betragen 40 000 Euro.

Der Umriss des neuen Chemiegebäudes ist bereits ausgehoben und wird vom ersten Schnee bedeckt. Der Bauausschuss beschloss eine Erweiterung.
von Stefan NeidlProfil

Die Sanierung des Waldbades schreitet voran. Die Grube für den Bau des neuen Betriebsgebäudes hinter dem Kiosk ist bereits ausgehoben. Aufgrund technischer Bestimmungen ist nun ein größerer Chlorgasraum notwendig, in dem die notwendigen Chemikalien dann auch gelagert werden.

Zu den bestehenden Plänen sollen zwei Anbauten kommen. Ein Raum mit 4,28 Metern auf 2,80 Metern ergänzt das neue Betriebsgebäude. An das bestehende Betriebsgebäude wird durch einen fünf Quadratmeter Anbau erweitert. Beide dienen der Lagerung und Dosierung von Chemikalien. Die Waldbadmitarbeiter sparen sich damit in Zukunft den Transport der Chemikalienbehälter.

Die Behältnisse für Chlorgas, Natronlauge und Schwefelsäure wiegen um die 70 Kilo und wurden bisher von Hand oder über einen Flaschenzug vom Keller in das Erdgeschoss gehoben. Eine aufwendige und auch gefährliche Arbeit. Die Mehrkosten der Bauten betragen rund 40 000 Euro.

Gerald Morgenstern (CSU) fragte nach einem Aufzug oder eine Durchreiche zwischen den Stockwerken. Dies sei laut Stadtbaumeister Hans Rettinger nicht mehr notwendig, da die chemischen Prozesse nun auf der selben Ebene wie das Lager ablaufen.

Thomas Weiß (SPD) erkundigte sich nach einer Aufsicht für Gefahrenstoffe. Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) antwortete, durch den Neubau ändere sich zur bisherigen Handhabung nichts. Weiß erklärte sein Anliegen: Oft sei es so, dass eine gängige Praxis von den Behörden nicht hinterfragt wird. Bei einem Neubau aber werde alles von klein auf geprüft und er wolle, dass die Stadt auf der sicheren Seite ist: "Was neues ist immer aufwendiger." Knobloch sagte zu, das prüfen lassen.

Zum Thema Waldbad fragte Morgenstern nach einem Ortstermin im Frühjahr. Der Bauausschuss hatte in seiner September-Sitzung beschlossen, neue Attraktionen zu prüfen. Ideen und mögliche Standorte wolle er sich vor Ort mit dem Gremium anschauen. Der Bauausschuss beschloss einstimmig die Tektur zum bestehenden Plan für das Waldbad Grafenwöhr.

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