10.05.2021 - 15:52 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Waldbad Grafenwöhr bereit für Öffnung

Der Bauausschuss sieht sich an einem Ortstermin das Waldbad Grafenwöhr an. Mit dabei war das Personal, das klarstellt: "Wir sind für eine Öffnung bereit." Nun muss nur die Politik noch eine Öffnung zulassen.

Mittlerweile ist das Wasser eingelassen. Das Waldbad steht für seine 43. Saison bereit.
von Stefan NeidlProfil

Ein weiterer Ortstermin für den Bauausschuss: Diesmal sahen sich die zugehörigen Stadträte die laufenden Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Waldbad an. Dabei geht es um die Instandhaltung des Beckens, die Minigolfanlage und das neue Technikgebäude.

Das Becken wird mit Wasser gefüllt, aber gemächlich. Einen zu hohen Druck würde man im Stadtgebiet merken. "In das Becken passen zwei Millionen Liter. Es dauert vier bis fünf Tage bis es gefüllt ist", informiert Waldbad-Betriebsleiter Stephan Potröck. Zuvor war das Becken in Stand gesetzt worden. "In 500 Arbeitsstunden sind gebrochene und lockere Fließen ersetzt worden", informiert Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU). "Es war mehr Arbeit als sonst. Man merkt dem Becken das Alter von 42 Jahren an, erklärt Potröck dazu. Ziel sei es irgendwann ein neues Edelstahlbecken einzubauen, sagt Knobloch: "Der Aufwand mit dem alten Becken wird jedes Jahr mehr."

Knobloch berichtet von der neuen bestellten Lichtschranke zur Erfassung der Besucherzahlen. Diese soll mit Infrarot funktionieren und damit unanfällig für das Sonnenlicht sein. Die eigene Konstruktion aus dem Vorjahr hatte damit Probleme gehabt. Dazu soll sie mobil sein und könnte auch für Veranstaltungen in der Stadthalle oder der Schönbergbühne genutzt werden. Die aktuellen Besucherzahlen werden direkt ins Internet gesetzt und nicht umständlich über eine Webcam übertragen.

Schutz- und Hygienekonzept: Waldbad ist bereit

Grafenwöhr

Auf Bitten von Anita Stauber und Gerald Morgenstern (beide CSU) besichtigt der Bauausschuss auch die Minigolf-Bahnen. In einer früheren Sitzung war über einen Rückbau der ebenfalls 42 Jahre alten Bahnen diskutiert worden – die Idee wurde abgelehnt. "Eine Minigolf-Anlage gehört einfach zum Freibad dazu", hieß es. Die Bahnen werden jedes Jahr aufwendig in Stand gesetzt, unter dem Jahr muss das Badepersonal sie täglich reinigen: Laub und Schmutz von den Bäumen verunreinigen die Bahnen. "Die Nachfrage lässt jedes Jahr nach", erklärt Potröck dazu. Vielleicht liege es aber am Zustand der Bahnen, vermutet das Gremium. Man wollte den Erfolg der neuen Adventure-Minigolfanlage in Eschenbach beobachten und eventuell als Vorbild nehmen.

Verbesserungswünsche nur intern

Einige Stellen der Gebäude sind frisch blau gestrichen. "Überall dort ist auch das Dach neu gemacht", informiert Knobloch. Gemeinsam schaut man sich den Platz für das neue Technikgebäude an. Vier Filter mit je 31 Tonnen Gewicht werden dort bald für sauberes Wasser sorgen. Anfang bis Mitte Juni soll der Bau fertig sein, am Ende der Saison will Stadtbaumeister Hans Rettinger die Technik zusammenschließen. "Nächstes Jahr läuft das Wasser dann schon über die neue Filteranlage ein."

Johannes Stauber (CSU) fragt das Personal, was diese denn für Verbesserungswünsche an die Politik hätte. Diese Frage zog der Bürgermeister an sich: "Sowas klären wir intern."

Waldbad-Betriebsleiter Stephan Potröck informiert über die Instandhaltungs- und Vorbereitungsarbeiten im Waldbad.
Das Fundament des neuen Technikgebäudes steht. Ab nächster Saison soll das Wasser dort gefiltert werden.

 

 

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