27.07.2021 - 10:30 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Verwaltungsgebäude zusammenlegen: Plan im Stadtrat Grafenwöhr

Die Verwaltungsgebäude der Stadt Grafenwöhr am Marktplatz 24, 25 und 26 sollen zusammengelegt und saniert werden. Im Stadtrat stellen die Architekten ihre Pläne dafür vor.

Die Verwaltungsgebäude am Marktplatz sollen saniert werden.
von Stefan NeidlProfil

Schon lange ist die Sanierung der Verwaltungsgebäude am Marktplatz vorgesehen – nun haben die Architekten Gabor Freivogel und Nadja Letzel vom Büro KKLF aus Nürnberg in der Sitzung des Stadtrats einen ersten Plan dafür vorgestellt.

Danach sollen die Gebäude zusammengelegt werden, indem die Zwischenwand teilweise abgerissen wird. Durch zwei separate Eingänge soll die Verwaltung von Seiten des Marktplatz her betretbar sein. Das bereits vorhandene große Tor führt in einen großen Empfangs- und Ausstellungsraum, der zweite ins Treppenhaus.

Im bisherigen Bereich des Einwohnermeldeamts im Erdgeschoss wird den Plänen zufolge zukünftig das Bauamt untergebracht, im westlichen Bereich das Bürgerbüro. Im ersten Stock werden Finanzverwaltung und Archiv eine Heimat finden. Im zweiten Stock wird es einen Sozialraum plus EDV geben.

Anbau auf der Südseite

Auf der Südseite soll ein Anbau das Gebäude erweitern. Dort soll unter anderem im ersten Stock ein hohes Trauungszimmer mit Galerie Platz finden. Von dort soll ein Ausgang östlich direkt auf den Vorplatz der Kirche Mariä Himmelfahrt führen.

Das Untergeschoss der Verwaltungsgebäude soll von der vom Marktplatz abgewandten Seite her betreten werden. Dort sollen Polizei, weitere Archive, die Zentralregistratur und ein Technikraum Platz finden.

Weitere Bereiche des Kellers sollen belassen, aber nicht mehr genutzt werden: Sie seien feucht, und der Aufwand für eine Sanierung wäre zu groß, hieß es in der Sitzung des Stadtrats.

Das ganze Gebäude soll, abgesehen vom zweiten Stock, barrierefrei werden. Ein Aufzug wird die Etagen miteinander verbinden. Die Hauptfassade zum Marktplatz hin soll unverändert bleiben.

Ausschuss soll Projekt begleiten

Auf Nachfrage von Gerald Morgenstern (CSU) erklärten Freivogel und Letzel, dass der Anbau teilweise unterkellert werde. Das Gebäude solle entkernt werden, die Balken aber bestehen bleiben. Thomas Schopf (FW) erinnerte daran, dass die Polizei eventuell andere Öffnungszeiten als die Verwaltung habe und fragte nach dem Polizeiraum im Keller. Dieser sei im Vergleich zum Boden höhenversetzt und werde Fenster haben, wurde deutlich gemacht.

Johannes Stauber (CSU) fragte nach den bestehenden Garagen inklusive Stellplatz für das Polizeiauto. „Wir sind froh, dass wir einen Kontaktbeamten in Grafenwöhr haben, und wollen alles tun, dass das auch so bleibt“, sagte Bürgermeister Edgar Knobloch dazu. Deshalb wolle die Stadt ihm auch wieder ein Büro zur Verfügung stellen. Dazu sei sie zwar nicht verpflichtet: „Wir tun das aber gerne freiwillig.“

Die Garage für das Polizeiauto auf der Südseite der Verwaltungsgebäude könne allerdings wegen des geplanten Anbaus „leider nicht erhalten“ werden: „Vielleicht lässt sich an anderer Stelle eine Lösung finden.“ Aus den Reihen der Stadträte kam der Vorschlag, bei den Grundstückseigentümern in der Nachbarschaft diesbezüglich nachzufragen.

Timo Schön (SPD) und Jürgen Wegmann (CSU) ließen sich die Barrierrefreiheit genauer erklären, da die zusammengelegten Gebäude unterschiedliche Höhen haben.

Der Stadtrat beschloss schließlich einstimmig, die Planungen voranzutreiben. Dazu soll das Gremium einen Ausschuss organisieren, der das Projekt begleiten soll.

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Grafenwöhr
Die Garagen kommen weg, und auf der Südseite des Gebäudes soll ein Anbau entstehen. Von dort soll ein Ausgang direkt auf den Vorplatz der Kirche führen.
Die Architekten Nadja Letzel und Garbor Freivogel hatten extra aus Pappe ein Modell der Gebäudekomplexe rund um den Marktplatz gebastelt.

„Wir sind froh, dass wir einen Kontaktbeamten in Grafenwöhr haben, und wollen alles tun, dass das auch so bleibt.“

Bürgermeister Edgar Knobloch zur Suche nach einer Lösung im Hinblick auf die Garage für das Polizeiauto

 

 

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