27.09.2020 - 13:08 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Stadtrat Grafenwöhr: Hütten soll 47 Bauplätze bekommen

An der Steinfelser Straße sollen 47 Parzellen für Bauwillige entstehen. Das Stadtplanungsbüro TB Markert stellte seien Vision vor. Der Stadtrat begrüßt das Vorhaben und will es vorantreiben.

An der Steinfelser Straße sollen 47 Parzellen ausgewiesen werden.
von Stefan NeidlProfil

Bereits im nichtöffentlichen Teil einer vergangenen Bauausschusssitzung hatte Matthias Fleischhauer vom Stadtplanungsbüro TB Markert Pläne für eine Aufstellung von neuen Bauplätzen auf insgesamt fünf Hektar an der Steinfelser Straße in Hütten vorgestellt. Das Gremium verlangte damals Anpassungen. Die neuen Ideen stellte er dem Stadtrat nun als Vorentwurf öffentlich vor.

Ganze 47 Parzellen mit einer Durchschnittsgröße von 683 Quadratmetern sollen dort nun in zwei Bauphasen entstehen. Die Spanne reicht dabei von 527 bis zu 1070 Quadratmetern. Ursprünglich waren sogar 61 Bauplätze geplant, dabei hatten manche Areale aber nur um die 400 Quadratmeter. Dies war dem Bauausschuss zu klein und er verlangte diese Nachjustierung.

Das betroffenen Gebiet grenzt nördlich an die bestehende Wohnbebauung in Hütten an und schließt südlich mit der Steinfelser Staße ab. Augenblicklich ist das Gebiet teilweise landwirtschaftlich und als Grünfläche genutzt. Es befindet sich zum Teil in städtischem und privatem Eigentum. Die Stadt ist bereits in Verhandlungen mit den privaten Eigentümern getreten und hat sowohl Zustimmung wie auch Mitwirkungsbereitschaft erfahren. Für die Baulandabwicklung soll ein Zwischenerwerb der Grundstücke durch die Stadt erfolgen. Der Flächennutzungsplan sieht ein Wohngebiet vor, ein Bebauungsplan existiert noch nicht.

Es soll zwei Zufahrten geben, die nördliche Zufahrt wurde auf Wunsch des Bauausschusses bereits näher an Hütten gelegt. Fleischhauer erklärte, dass es einige Biotope gäbe für die ein Ausgleich geschaffen werden muss. Die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung steht noch an. Eine Herausforderung ist der angrenzende Wald: Aus Haftungsgründen muss gewährleistet sein, dass kein Baum auf ein Wohnhaus fallen könne. Darum sei ein Abstand zwischen Bebauung und Wald erforderlich, was Planner wie Bauherrn fordert.

Thomas Schopf (FW) weiß, dass es wegen den Baumfallgrenzen in Gmünd Ausnahmen gegeben hatte und fragte nach Möglichkeiten für Hütten oder einem Umbau des Waldes mit. Fleischhauer sah hier haftungsrechtliche Probleme, die Interessen der Waldbesitzer müssen gewahrt bleiben. Gerhard Mark (CSU) brachte einen Haftungsausschluss ins Spiel. Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) konnte sich einen Miterwerb des Waldes durch Bauherrn vorstellen, so dass diese selbst verantwortlich für umfallende Bäume wären.

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Weiter hinterfragte Schopf die Aufteilung in zwei Bauabschnitte und bevorzugte alles auf einmal zu machen: "So gibt es freie Auswahl und jeder kann sich sein Wunschgrundstück aussuchen." Fleischhauer erklärte, dass die Stadt so flexibler auf Nachfragelücken reagieren könne und so gebe es kompakte Baugebiete. Die Stadt schiebe mögliche unnötige Erschließungskosten zudem in die Zukunft. Knobloch wandte ein, dass bauwillige Privatbesitzer ihren Grund vielleicht im anderen Bauabschnitt hätten und so ausgeschlossen würden. Mark hatte als Hüttener Ortskenntnis und wünscht sich einen Fußweg durch den Wald zu "Der Loh" um Dorf und Kindergarten besser zu erreichen.

Knobloch machte allen klar, dass dies nur ein reiner Vorentwurf war und Details noch nicht geklärt werden müssen. Gerald Morgenstern schloss die Diskussion: "Zumindest kann man schon mal Werbung machen, dass da etwas entstehen wird." Der Stadtrat beschloss die Aufstellung eines Bebauungsplans und ein Vorantreiben des Projekts.

An der Steinfelser Straße sollen 47 Parzellen ausgewiesen werden.

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