28.10.2020 - 10:43 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Stadtrat Grafenwöhr: Erscheinungsbild von Betrieben aufwerten

Viel vor hat Grafenwöhr über das Städtebauförderprogramm "Sozialer Zusammenhalt": Die Stadt meldet umfangreichen Bedarf für die nächsten vier Jahre. Zugleich führen die Räte auch eine Fördermöglichkeit für die Wirtschaft ein.

"Auf der Wusten" ist eine der Straßen, die vom Bund-Länder-Städtebauförderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" profitieren soll.
von Stefan NeidlProfil

Für das Bund-Länder-Städtebauförderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" musste die Stadt ihre Bedarfsmitteilung für die Jahre 2021 bis 2024 für die Sanierungsgebiete "Altstadt" und "Eichendorffstraße" melden. Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) erklärte dazu in der Sitzung des Stadtrats, dass der letztere Begriff täuschen könne. Er bevorzuge die Formulierung "Südstadt", da weit mehr Gebiet als nur die Eichendorffstraße betroffen sei.

Dazu gehörten ein Konzept zur Wiederbelebung und Umgestaltung der Altstadt, eine Modernisierung des Marktplatzes, ein Förderprogramm für Private, die Neugestaltung der Pflegeamtsgasse sowie der Oberen und Unteren Torstraße, die Sanierung des Umfelds der evangelischen Kirche, eine Umgestaltung "Auf der Wusten" und viele weitere Projekte, zählte der Bürgermeister auf. Der voraussichtlich förderfähige Betrag summiert sich auf 7,946 Millionen Euro, wovon 1,3 Millionen Euro bereits bewilligt wurden. „Damit erhält Grafenwöhr oberpfalzweit die zweitmeisten Städtebaufördermittel nach Regensburg“, verkündete Knobloch stolz.

Neu hinzu kommt der Vorschlag eines „Geschäftsflächenprogrammes“, teilte er mit. Damit bekämen Kommunen ein Instrumentarium an die Hand, um Gewebetreibende bei der Aufwertung des Erscheinungsbildes ihres Betriebes und Privatleute bei der Behebung baulicher Missstände zu unterstützen. Exemplarisch dafür wird für Grafenwöhr der Bereich der Alten Amberger Straße genannt.

Durch das Geschäftsflächenprogramm "könnte bei Investitionen in den Standort ein einmaliger finanzieller Zuschuss gewährt werden", heißt es, um damit die Wirtschaft zu stärken. Auch zielt es auf die Beseitigung von Leerständen ab. Antragsberechtigt sollen Eigentümer wie auch Betreiber oder Pächter sein. In ihrem Entwurf sieht die Stadt einen Bedarf von 40 000 Euro jährlich dafür vor. Der entsprechende Beschlussvorschlag wurde vom Stadtrat einstimmig angenommen.

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Die US-Streitkräfte beabsichtigen die Sanierung des Gebäudes 541 im Truppenübungsplatz. Dieses steht derzeit leer und wurde bereits 1911 als Unterkunftsgebäude errichtet. Zuletzt wurden die 1793 Quadratmeter als Bataillon-Hauptquartier genutzt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 9 614 714 Euro. Der Stadtrat erhob dagegen keine Einwände.

Knobloch informierte zudem über die Vergabe der Straßensanierung der Hopfenoher Straße an die Firma Richard Schulz aus Pfreimd für 386 722,97 Euro. Die Tiefbauarbeiten bei der Neugestaltung der Eichendorffstraße wurden der Firma Hans Braun aus Weiden für 1 876 935,24 Euro übertragen. Beide Projekte sollen noch im November beginnen.

Des Weiteren unterrichtete der Bürgermeister die Räte über die Wahl von Josef Kneidl zum neuen Obmann der Feldgeschworenen.

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