29.03.2021 - 11:25 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Stadthallensanierung nimmt Fahrt auf

Zum Fortschritt der Stadthalle gibt Architekt Krausch dem Stadtrat einen Sachstandsbericht. Auch im Truppenübungsplatz wird weiter gebaut und saniert.

Rund um die Stadthalle ist ein Baugerüst angebracht. Der Dämmstoff lagert auf dem Dach.
von Stefan NeidlProfil

Reinhold Krausch war erneut als ausführender Architekt für die Sanierung der Stadthalle zu Gast im Stadtrat. Laut dem Architekten wurden kürzlich alle Schadstoffe am Altbau entfernt, die Dachabdichtung ist abgenommen worden und eine Notabdichtung angebracht worden. Momentan ist Krausch mit der Koordination von weiteren Abbrucharbeiten und der richtigen Abdichtung des Daches beschäftigt.

Seit Mitte März sind die Innenausbauer wieder vor Ort. Krausch warte nun auf die Vergabe weiterer Arbeiten. Bürgermeister Edgar Knobloch verriet, dass im nicht-öffentlichen Teil die Aufträge für die Holzbauarbeiten für Lagerräume und sanitäre Anlagen für Behindertensportler, die Leichtmetallbauarbeiten für die Fassade und Innenelemente, für die mobile Trennwand im Mehrgenerationenhaus, für Stahlbauarbeiten im Foyer sowie für das Lüftungsgerät am Dach und für die Tribüne vergeben werden.

Der Fertigstellungstermin stehe fest: Bis zum 31. Dezember 2022 muss das gesamte Projekt eingereicht und abgerechnet sein. Für den Architekten bedeutet das, dass bis zum April 2022 der Bau komplett fertig sein muss, denn die Prüfung aller Rechnungen werde um die acht Monate dauern. Gerald Morgenstern (CSU) wollte einen Zeitpunkt für die Nutzung für Sportler wissen. Krausch räumte Verzögerungen im Fortschritt wegen Corona ein: ausländische Arbeiter hätten Probleme bei der Einreise, bei Rohstoffen gäbe es Lieferschwierigkeiten. Zudem müsse Holz zu tagesaktuellen Preisen gekauft werden, da es keine Festpreisgarantien mehr gäbe, was die Organisation erschwere. Er fasst eine sportliche Nutzung ab Januar 2022 ins Auge, aber dies sei zum jetzigen Stand "Hellseherei". Thomas Schopf (FW) fragte nach einer Verzögerung wegen dem langen Liefertermin für das moderne selbstverdunkelnde "Sage-Glas". Die Fenster werden laut Krausch bis zur Lieferung durch OSB-Platten verkleidet, so dass sie keine Verzögerung bewirken. Knobloch wünschte sich eine erneute Ortsbegehung für eine der kommenden Sitzungen.

Grafenwöhr: Mehr aus dem Stadtrat

Grafenwöhr

US-Army investiert

Die US-Streitkräfte planen, die 1939 errichtete Fahrzeugwartungshalle 602 mit Verwaltungstrakt 604 zu renovieren. Dafür wollen sie für die Wartungshalle 5 343 492 Euro und für das Verwaltungsgebäude 430 810 Euro investieren. Das Projekt dient zur Unterstützung des 589. Brigade Support Bataillons. Baubeginn soll im April 2021 sein, Abschluss im Juni 2022. Weiter will die US-Army das bestehende Transformatorgebäude 294 abreißen und ein neues zehn Meter auf drei Meter großes Gebäude mit Kabelkeller und Satteldach errichten. Eine neue Zufahrt aus Rasengittersteinen soll entstehen. Der Stadtrat nahm von den Projekten im Truppenübungsplatz ohne Bedenken Kenntnis.

Grünes Licht für Neu- und Anbau

Ein Bauherr plant den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage Am Steigl in Gmünd. Dabei beantragte er eine Befreiung von den Vorgaben des Bebauungsplans für die Positionierung der Garage mit Zufahrt, eine Überschreitung der Baufenster von Haupt- und Nebengebäude, eine Überschreitung des Kniestocks um 76 Zentimeter, die Errichtung eines Pultdachs und eines Geräteraums mit Flachdach statt Satteldach, eine Überschreitung der maximalen Wandhöhe um 1,51 Meter und eine Überschreitung der Oberkante Fertigfußboden um 42, Zentimeter. Am Schönberg soll an ein bestehendes Wohnhaus ein Anbau gesetzt werden. Dabei will die Bauherrin von der Dachform des Bestandsgebäudes abweichen und an einer Seite vom Baufenster abweichen. Der Stadtrat erteilte beiden Projekten das gemeindliche Einvernehmen.

Architekt Reinhold Krausch.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.