28.09.2020 - 13:39 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

"Spieße" tagen auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr

Als "Spieße" werden bei der Bundeswehr die Kompaniefeldwebel bezeichnet. Die Soldaten, deren Kennzeichen die gelbe Schulterschnur ist, sind in den Einheiten die Führer des Unteroffizierkorps und leiten den Innendienst.

Stabsfeldwebel Norbert Prediger (Dritter von rechts) organisierte die "Spieße"-Tagung in Grafenwöhr. Auf dem Airfield wurden die Kompaniefeldwebel in die Aufgaben der amerikanischen Rettungsfliegerstaffel eingewiesen.
von Autor MORProfil

Von der guten Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und US-Armee auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr überzeugten sich die "Spieße" aus dem Bereich der Truppenübungsplatzkommandantur Süd. Zu ihrer jährlichen Tagung kamen sie dieses Jahr in Grafenwöhr zusammen.

Stabsfeldwebel Norbert Prediger von der Dienststelle Deutscher Militärischer Vertreter (DMV) in Grafenwöhr organisierte das Treffen seiner Kameraden von den Übungsplätzen Baumholder, Heuberg, Hammelburg und Wildflecken. Einen Gruß entbot den "Spießen" der Kommandeur des Bereichs Süd, Oberstleutnant Ralf Stachowiak aus Wildflecken. Kommandant Oberstleutnant Florian Rommel hieß die Kompaniefeldwebel in der Grafenwöhrer Kommandantur willkommen.

Neue Regelungen auf dem Personalsektor, Corona-Schutzmaßnahmen und der Erfahrungsaustausch waren Themen des Weiterbildungsgespräches. Der Stabsfeldwebel der Reserve Gerald Morgenstern erläuterte bei einer Rundfahrt den "Spießen" die geschichtliche Entwicklung des Übungsplatzes und stellte die aktuelle Situation sowie den Kasernen- und Wohnbereich der US-Armee vor.

Die Ausbildungs- und Schießmöglichkeiten sowie der hochtechnische Ausbauzustand des Übungsplatzes wurden auf der Schießbahn 132 dargestellt. Auf dem Airfield gab Staff Sergeant Sam Osenga am Black-Hawk-Rettungshubschrauber den Kompaniefeldwebeln einen Einblick in die Aufgaben der amerikanischen Rettungsfliegerstaffel „Dustoff“. US-Pressesprecher André Potzler arrangierte den Austausch mit Command Sergeant Major Frank Velez vom 7. US-Armee Ausbildungskommando, der auf dessen Ausbildungsauftrag einging und Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit mit der Bundeswehr vorstellte.

Bei der abschließenden Besichtigung des historischen Schreibtisches von General George S. Patton in der Noncommissioned-Officer-Academy (NCO-Akademie) brachte First Sergeant William Richardson das Ausbildungsprinzip der US-Unteroffiziersschule näher. Der stellvertretende Schulkommandeur hob hervor, dass die amerikanischen Sergeants nur von Unteroffizieren ausgebildet werden und es in der NCO-Akademie keine Offiziere gebe.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.