29.10.2020 - 13:49 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Sonnensegel für den Stadtpark?

In den nächsten Monaten stehen erst einmal Regen, Schnee und Kälte an. Doch manche Eltern denken schon an den nächsten Sommer. Mit ihrem Wunsch befasst sich der Stadtrat in seiner Sitzung. Auch die Corona-Pandemie ist Thema.

Im Sommer kann es auf dem Spielplatz im Stadtpark heiß werden: Besorgte Eltern wünschen sich deshalb Sonnensegel zum Schutz ihrer Kinder.
von Stefan NeidlProfil

Timo Schön (SPD) war von besorgten Müttern angesprochen worden, ob die Stadt nicht Sonnensegel am Spielplatz des Stadtparks installieren könnte. Die Sonneneinstrahlung dort könne im Sommer extrem werden.

Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) zeigte sich in der Sitzung des Stadtrats nicht abgeneigt, hatte aber auch Bedenken: Es gebe große Eichen dort, die bereits für Schatten sorgen, erklärte er. Außerdem könnte dadurch ein Beispiel für andere Spielplätze entstehen, wo Eltern auch solche Einrichtungen fordern könnten. Das könne teuer werden.

Thomas Schopf (FW) hatte Zweifel wegen der Größe der Fläche und wusste von der Naturbühne am Schönberg, dass der Wind die dazugehörigen Masten verbiegen könne. Gerald Morgenstern (CSU) schlug eine Konzentration auf einzelne Plätze vor, an denen sich die Kinder länger aufhalten, wie Sandkästen oder Sitzflächen.

Anita Stauber berichtete von der Entscheidung des Gremiums "Märkte", keine Adventsveranstaltungen abzuhalten. Knobloch zeigte angesichts der Entwicklung der Pandemie-Zahlen dafür Verständnis.

In diesem Zusammenhang fragte Thomas Mayer (CSU) nach einer Veröffentlichung der aktuellen Corona-Werte auf der Homepage der Stadt. Im Landkreis Tirschenreuth funktioniere die Bekanntgabe bereits. Die Idee dahinter sei: Wenn irgendwo die Zahlen steigen, kann man diese Gegend meiden und sich eine Alternative suchen.

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Der Bürgermeister erklärte dazu, dass die Veröffentlichung der Tirschenreuther Zahlen erst nach einer Klage erfolgt sei und auch nur in bestimmten Abständen aktualisiert werde. Er räumte ein, selbst nicht die aktuellsten Zahlen zu kennen, wisse aber von Überlegungen der Gesundheitsämter, diese öfter zu nennen. Durch ein Aufzeigen möglicher Corona-freier Gebiete könne dort andererseits auch schnell der nächste "Hot Spot" entstehen, gab Knobloch zu bedenken.

Thomas Schopf griff die Idee auf, die aktuell geltenden Maßnahmen mit Erläuterungen auf die Homepage zu setzen, denn viele Bürger seien verunsichert, was gerade erlaubt und was verboten sei. Auch für den Bürgermeister ist dies verwirrend: Sport, Hochzeiten, Stadtratssitzungen, Treffen - für jede Situation gelten andere Regeln, erklärte Knobloch. Auch der Volkstrauertag werde sehr anders ablaufen als sonst.

Thomas Mayer sprach sich dennoch für eine Transparenz bei den Zahlen aus. Er glaube an das Verantwortungsbewusstsein der Leute. Ein Link zu den Informationen des Landratsamts ist aktuell auf der Homepage eingepflegt.

Für die Stadträte soll online ein "Ratsinformationssystem" in den bereits bestehenden Sitzungsdienst integriert werden. Dadurch können Ladungen, Unterlagen oder Protokolle versandt werden. Dazu soll ein Bürgerinformationssystem auf der städtischen Homepage eingestellt werden, über das Termine, Tagesordnungen und Informationen über die Stadträte zugänglich sind.

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