22.09.2020 - 12:31 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Platz für neues Umspannwerk

Der Bauausschuss geht auf Tour: Er sieht sich zwei Grundstücke hinterhalb der Stadtwerke an. Die Eon würde dort gerne ein neues Umspannwerk errichten. Und das Gremium wundert sich über den Stand der Arbeiten in der Stadthalle.

Zweite Bürgermeisterin Anita Stauber (Vierte von rechts) erklärt den Mitgliedern des Bauausschusses das Vorhaben bei den Stadtwerken.
von Stefan NeidlProfil

Das Umspannwerk bei den Stadtwerken ist in die Jahre gekommen: Mit 40 Jahren hat es seine Lebensdauer und Kapazitätsgrenze erreicht. Die Eon plant darum einen Neubau in der Nähe der bestehenden Anlage. Eine Modernisierung scheidet aus: Dafür müsste der Strom abgeschaltet werden, und die Stadt stünde für die Dauer des Projekts ohne Energieversorgung da.

Eon plant deshalb den Erwerb zweier städtischer Grundstücke mit jeweils etwa 3000 Quadratmetern Größe: eines für den Bau selbst, ein anderes als Ausgleichsfläche. Der Bauausschuss nahm die beiden Objekte in Augenschein, die momentan landwirtschaftlich verpachtet sind. Der Bürgermeister solle auf jeden Fall das Gespräch mit dem betroffenen Bauer suchen, hieß es.

Durch die geplante Auflösung des alten Bauhofes fällt ein Holzplatz weg. Die betroffenen Parzellen wären gute Alternativen, jedoch ist der Bereich Überschwemmungsgebiet. SPD-Fraktionssprecher Thomas Weiß fand, eine richtige Verwendung habe die Gemeinde nicht für die Grundstücke, und wenn sie jemand käuflich erwerben wolle, sei dies eine gute Lösung. Eine Zufahrt für die Landwirtschaft müsse aber bestehen bleiben. Der Bürgermeister wurde damit beauftragt, die Verhandlungen mit der Eon fortzuführen.

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Zweite Bürgermeisterin Anita Stauber als Sitzungsleiterin stellte drei Bauanträge vor. An der Hauptstraße in Hütten soll ein 13,5 mal 7,25 Meter großer Geräte- und Lagerschuppen errichtet werden. Das Objekt liegt direkt am Eingang zum Dorf neben dem Fahrradweg. Der Bauherr möchte die Grünfläche der Stadt als Abstandsfläche nutzen. Thomas Schopf (FW) sah den Neubau gleichzeitig als Lärmschutzwall zur Bundesstraße, Gerald Morgenstern (CSU) konnte sich als Auflage eine Heckenbegrünung vorstellen. Einstimmig wurde die Genehmigung erteilt.

Am Eichenweg im Baugebiet "Ochsenhut" bekam eine Familie eine Befreiung vom Bebauungsplan bezüglich der Lage ihres geplanten Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage. Sie will die Zufahrt von einer anderen angrenzenden Straße einrichten, als dies der Plan vorsah. Der Bauausschuss befreite sie von der Vorgabe.

Am Birketäcker hat ein Bauherr die Maße seiner Unterstellhalle angepasst: Anstelle von 12 mal 15 Meter plant er nun mit 10 mal 13 Meter. Abstandsflächen würden auf Gemeindegebiet fallen, eine Zufahrt über das Grundstück seiner Eltern. Auch er bekam eine Genehmigung.

Thomas Weiß erkundigte sich nach dem Stand der Arbeiten in der Stadthalle. Anscheinend passiere dort augenblicklich nichts, merkte er an. Kathrin Regler vom Bauamt bestätigte dies und versprach, nachzuforschen.

Johannes Stauber (CSU) bat um das Zuschneiden der Hecken und Büsche am Feuerwehrhaus in Gmünd durch den Bauhof. Jürgen Wegmann (CSU) hatte einen ähnlichen Wunsch für den zugewachsenen Gehweg am Gewerbegebiet in Hütten.

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