04.08.2020 - 12:09 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Mehrgenerationenhaus Grafenwöhr wird volles Programm wieder bieten

Der Umzug in die Grundschule ist geschafft, die Angebote laufen wieder an. Außerdem hat "Learning Campus" weitere Pläne für das Quartiersmanagement und das Mehrgenerationenhaus in Grafenwöhr.

Das Mehrgenerationenhaus ist in die Grundschule umgezogen. Die SPD wünscht sich dort eine Sanierung der Toiletten.
von Stefan NeidlProfil

Für "Learning Campus" war Sozialwirtin Lydia Wetzel in der Sitzung des Stadtrats zu Gast. Sie informierte das Gremium über das Quartiersmanagement und das Mehrgenerationenhaus sowie deren Angebote im Jahr 2019. So fand dort jeden Dienstag eine Bürgersprechstunde statt. Ferienprogramme und Bastelaktionen, wie Kürbis-Schnitzen und Osternest-Gestalten, seien mit stets 10 bis 15 Teilnehmern gut angenommen worden, informierte Wetzel. Auf den Wunsch von Anwohnern fand erstmals ein Sommerfest statt. Alle zwei Wochen gibt es einen Kaffeeklatsch vor dem Bürgerladen, den sogar schon Osterhase und Nikolaus besucht haben.

Im Mehrgenerationenhaus finden regelmäßige Veranstaltungen wie Rückengymnastik, Tanz, Handarbeitsgruppen und der beliebte Hutzanachmittag statt. "Learning Campus" biete dazu Ferienprogramme für Kinder, Frauen- und Familienfrühstücke mit bis zu 10 beziehungsweise 30 Teilnehmern sowie Koch- und Cocktailabende an, teilte die Sozialwirtin mit. Mit anderen Mehrgenerationenhäusern pflege die Organisation einen Austausch über Analphabetismus, merkte sie an. Außerdem habe "Learning Campus" an der Ideenkonferenz des Bundesinnenministeriums teilgenommen und veranstalte Medienkurse für ältere Menschen.

Jetzt in Pandemiezeiten wurden Aktionstüten an Kinder verteilt. Die Bürgersprechstunde finde schon wieder statt, der Kaffeeklatsch solle im September wieder anlaufen, sagte Wetzel. Der Umzug in die Grundschule wegen der Sanierung der Stadthalle werde aktuell nachbereitet, eine Seniorenzeitung "Hutzer-Nachmittag" solle erscheinen und die Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei ausgebaut werden, kündigte die Sozialwirtin an. Auch alle anderen Angebote sollen langsam wieder anlaufen. Thomas Weiß und Conny Spitaler (SPD) regten bei dieser Gelegenheit eine Sanierung der Toiletten in der Grundschule an.

Das Wasserwirtschaftsamt hat die Umgestaltung des Thumbaches hinter der Mariä-Himmelfahrt-Kirche detaillierter geplant. Anstelle eines Mäanders ist nun der Bau eines kleinen Nebenbaches vorgesehen, was dem Hochwasserschutz dienen soll, wurde in der Stadtratssitzung bekannt. Der alte Bachlauf bleibt bestehen, ebenso soll der geplante Geo-Spielplatz realisiert werden.

Das Bayernwerk lässt 110-Kilovolt-Freileitungen zwischen Grafenwöhr und Etzenricht ertüchtigen. Betroffen sind 14 Masten, von denen 3 ersetzt und 3 erhöht werden. Sechs dieser Masten befinden sich auf Grafenwöhrer Grund, der einzige direkt im Stadtgebiet befindet sich in der Nähe des Waldbades. Gegen den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Solarpark Altzirkendorf" des Marktes Kirchenthumbach und den Bebauungsplan "An der Hüttener Straße" der Marktgemeinde Mantel hatte der Stadtrat keine Einwände.

Nachdem im März einem Bauherren in der Thumbachstraße die Errichtung eines Pultdaches vom Bauausschuss verweigert worden war, da ein solches in der Umgebung nicht geläufig sei, hat dieser seine Situation überdacht. Da er die Errichtung einer Photovoltaikanlage plant, besteht er jedoch weiterhin auf einem Pultdach. Die Verwaltung bestätigte, dass sich in der Nähe des Bauplatzes Häuser mit Pultdächern befinden, und so genehmigte der Stadtrat das Vorhaben.

In der Hangstraße wurde einem Bürger eine Befreiung vom Bebauungsplan zur Terrassierung des Areals erteilt. "Am Steigl" in Gmünd darf ein Bauherr abweichend vom Bebauungsplan ein zweites Vollstockwerk errichten und das Gebäude mit einem flacheren Dach versehen.

Bürgermeister Edgar Knobloch informierte schließlich über Asphaltierungsarbeiten in den Gehwegen der Felsmühlstraße und der Bärnwinkler Straße. Dort laufen gerade Arbeiten für die Telekom zum Breitbandausbau. Die Stadt habe eine Vereinbarung getroffen, um die Gelegenheit zur Sanierung zu nutzen, und übernehme die Mehrkosten, erläuterte das Stadtoberhaupt. Thomas Schopf (FW) bemängelt eine fehlende Absicherung bei den Arbeiten, die den Verkehr behindern. Knobloch versicherte, dass die Stadt eine Anordnung erteilt habe, und verwies auf die Zuständigkeit der ausführenden Firma. Gerald Morgenstern (CSU) ließ sich versichern, dass Leerrohre mit verlegt werden, damit später die frisch sanierte Straße nicht wieder aufgerissen werden muss.

Mehr aus dem Grafenwöhrer Stadtrat

Grafenwöhr
Das Gelände an der Thumbach hinter der Mariä-Himmelfahrt-Kirche soll neu gestaltet werden. Das Wasserwirtschaftsamt hat nun bei den Planungen Anpassungen vorgenommen.
Im Obergeschoss der Stadthalle war bis zum Beginn der Sanierung das Mehrgenerationenhaus untergebracht. Lydia Wetzel von "Learning Campus" blickt im Stadtrat auf die Aktivitäten des Jahres 2019 zurück.

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