04.05.2021 - 13:10 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Grafenwöhrer Stadtrat legt Sanierungsgebiete fest

Um Unternehmern und Gastronomen Zugang zum Förderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" zu ermöglichen, beschließt der Grafenwöhrer Stadtrat ein Geschäftsflächenprogramm. Nur bestimmte Straßen sind davon allerdings betroffen.

An der Neuen Amberger Straße gibt es zahlreiche Geschäfte und Gastronomen. Der Grafenwöhrer Stadtrat möchte auch diese in das Geschäftsflächenprogramm einbeziehen und wägt eine Ausweitung des Sanierungsgebiets ab.
von Stefan NeidlProfil

Zur Sanierung und Modernisierung von Gastronomie- und Geschäftsgebäuden gibt es das Förderprogramm "Sozialer Zusammenhalt". Voraussetzung dafür ist aber die Lage in einem ausgewiesenen Sanierungsgebiet. Antragsteller könnten dann 30 Prozent ihrer Modernisierungsmaßnahmen (bis zu maximal 40.000 Euro) gefördert bekommen. In Absprache mit der Regierung der Oberpfalz wurde in Grafenwöhr der Geltungsbereich auf die Alte Amberger Straße, Rosenhofer Straße (bis Hausnummer 18), Neue Amberger Straße (so weit im Sanierungsgebiet), die Obere und Untere Torstraße, den Marktplatz und den Marienplatz festgelegt. Die Gebiete werden als Altstadt und fortan Südstadt bezeichnet.

Der Stadtrat plante nun auch die Ausweitung des Programms im Bereich der Neuen Amberger Straße über die Sanierungsgebiete hinaus. Dem schob die Regierung allerdings einen Riegel vor, denn das Programm ist auf Sanierungsgebiete beschränkt. Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) schlug deshalb vor, das Geschäftsflächenprogramm wie vorgegeben zu beschließen und nachträglich eine Erweiterung des Sanierungsgebiets zu prüfen, damit auch weitere Teile der Neuen Amberger Straße davon profitieren könnten. Timo Schön (SPD) stellte die hohen Kosten für ein Gutachten infrage. Knobloch betonte aber: "Wer zahlt, schafft an, und die Regierung will schon wissen, warum denn hier ein Sanierungsgebiet vorliegen soll." Grafenwöhr habe dazu Kontakt zu einem städtebaulichen Berater, dessen Expertise von der Regierung anerkannt werde.

Gerald Morgenstern (CSU) forderte ein weiteres Nachbohren bei der Regierung: "Die enge Grenzziehung ist nicht einleuchtend." Er wünschte sich eine Einbeziehung des Förderprogramms zumindest bis zu dem Bahnübergang bei der Garten- und Creußenstraße. Der Stadtrat beschloss einstimmig das Geschäftsflächenprogramm für die Sanierungsgebiete Südstadt und Altstadt. Der Bürgermeister wurde zudem ermächtigt, eine Ausweitung des Sanierungsgebiets zu prüfen und zu veranlassen.

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"Wer zahlt, schafft an, und die Regierung will schon wissen, warum denn hier ein Sanierungsgebiet vorliegen soll."

Bürgermeister Edgar Knobloch

 

 

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