19.10.2020 - 16:42 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Erfundener Raubüberfall in Grafenwöhr: Frau löst umfangreiche Ermittlungen aus

Eine 44-Jährige lag gefesselt in ihrer Wohnung in Grafenwöhr. Sie hatte eine Kopfverletzung und berichtete von einem Raubüberfall. Doch die Wahrheit war viel banaler.

Symbolbild
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Es passte fast alles zusammen, die Ermittlungen wegen eines Raubüberfalls in Grafenwöhr liefen bereits, doch dann kam es ganz anders. Die Polizei fand am Freitag eine Frau in ihrer Wohnung in Grafenwöhr gefesselt in ihrem Badezimmer auf. Zuvor war ein Notruf bei der Zentrale in Regensburg eingegangen. Die alarmierte Streife befreite die 44-Jährige, die bei der ersten Befragung angab, von unbekannten Männern gefesselt und ausgeraubt worden zu sein.

Einer der Männer habe ihr zudem auf den Kopf geschlagen. Tatsächlich hatte die Frau eine passende Verletzung, die auch im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Kriminalpolizei Weiden übernahm die Ermittlungen vor Ort. Auch Einsatzkräfte benachbarter Dienststellen wurden in die Fahndungsmaßnahmen eingebunden, heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz.

Bei der erneuten Befragung des mutmaßlichen Opfers, verstrickte sich die 44-Jährige zunehmend in Widersprüche. Schließlich gab sie zu, den Raubüberfall nur erfunden zu haben. Sie erklärte, dass sie am Freitag gestolpert sei und sich so die Kopfverletzung zugezogen habe. Da ihr das Ungeschick peinlich war, erfand sie die Geschichte vom Überfall und fesselte sich selbst im Badezimmer. Gegen die Frau wird nun wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt.

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